Kreisklasse B4 Karlsruhe • Sonntag, 20.09.26
Absteiger prüft den Spitzenreiter

ATSV
Mutschelbach 2

TSV 1909
Auerbach 2
Zwei Mannschaften aus einer Gemeinde, die am letzten Spieltag keinen Reibach machen konnten. Der Achte (11) erwartet nach zwei 1:2-Niederlagen (Schielberg, Busenbach 2) den Zehnten (10), der mit 2:4 gegen den TSV Etzenrot verlor. Vier Einheiten ohne Sieg (0:1:3, 3:12) - der zweiten Mutschelbacher Garnison würde ein Erfolg gut zu Gesicht stehen. Beim Gästeteam werden drei Auswärtsspiele ohne ein Dreigestirn (0:1:2, 1:8) bilanziert. Der »Kugelbax« läuft unrund; der Mechaniker ist informiert. Die Werkstatt vermutet einen kapitalen Schaden am Antrieb. Der letzte Auftritt beim Karlsbader Pendant liegt ein Dutzend Jahre zurück. Damals trennte man sich mit einem 1:1 in der Waldenserstraße. Das einzige Unentschieden in einer Historie, die elf Spiele beinhaltet (8:1:2, 34:15). Kann der Neuling die Geschichte fortsetzen oder wird Auerbach 2 die Erfahrung zu einem Drilling nutzen? Schon jetzt kann man am Mühlenweg eine Verdreifachung des Volumens zum letzten Jahr registrieren (10/3). Die Bilanz stimmt, nur der Motor stottert. Ein automobiles Paradoxon, bei dem der Kilometerzähler Fortschritte meldet, während die Karre auf dem Abschleppwagen steht.

TSV 1905
Reichenbach 2

SpG Grünwettersbach/
Stupferich 2
Die Frage, wie so etwas passieren kann, wird wohl kaum beantwortet werden können. Der Spitzenreiter aus der Bergdorf-Region unterliegt nach sechs Spielen ohne Niederlage (5:1:0, 27:5) mit 1:7 gegen Langensteinbach 2. Mit 200 Stundenkilometern an die Wand … Die Union bleibt dennoch Tabellenführer, wenngleich der Vorsprung auf den Nichtaufstiegsplatz nur noch 2 Punkte beträgt. Der beste Sturm (34) erwartet die schwächste Abwehr (27) - die beste Torbeteiligung (51, ø 5,57) wird vielleicht überboten werden, weil auch Reichenbach 2 in den letzten Wochen ordentlich Galama gemacht hat. Die »Rauchschwalben« holten 6 Punkte aus den letzten beiden Spielen (10:2); registrierten eine von zwei roten Karten im Ligabereich und besitzen eine Bank, die bereits zweimal verwarnt wurde. Hier auf der heimischen Kunststoffwiese entstanden lediglich 3 der 9 Zähler des Tabellen-Elften. Die Bergdorf-Union muss ihre sieben Wunden lecken, während die »Rauchschwalben« mit reichlich Rückenwind anreisen. Nach dem Langensteinbacher Einschlag könnte der Spitzenreiter jedenfalls einen Besuch beim Statiker gebrauchen, bevor die nächste Mannschaft am Fundament rüttelt.

SV
Langensteinbach 2

FC
Busenbach 2
Drei Torbeteiligungen führen selten zu einem Unentschieden. Mehr über ein solches Ergebnis kann man in den Veranstaltungen der Waldbronner »Wurschd« erfahren. Busenbach 2 gewann zuletzt zweimal 2:1 (Mutschelbach 2, Etzenrot), bevor man überraschend mit 1:2 gegen den FV Sulzbach unterlag. Drei Siege in Serie (7:2) endeten auf der Albhöhe gegen den Neuen von der Alten Reute. Jetzt muss die rotschwarze Belegschaft, Neunter (10), mit einem Malus von 6 Punkten zur vergangenen Saison, die Wagenburg erklimmen, wo der Vierte (20) und Königsmörder seine Gemächer wähnt. Die fairste Equipe ist Vierter (20), nur 2 Punkte vom Ersten entfernt, den man am Wochenende mit einem 7:1 ordentlich geplättet hat. Neun Punkte aus den letzten drei Spielen (13:2) … aber nur 7 der 20 Striche entstanden auf heimischem Grün. Dazu würde ein 4:1 der Busenbacher, wie im letzten Jahr, passen, bevor der SVL in Waldbronn 3:0 gewann. Die Gesamtbilanz befindet sich mit sechs Dreiern pro Seite im Gleichgewicht (6:4:6, 28:27). Ein nachbarschaftliches Patt, bei dem die historische Waage kaum ausschlägt.

TSV 1911
Oberweier

SSV 1847
Ettlingen 2
Ein Derby auf dem Haberacker, das danach schreit, dass die Gastmannschaft ihre Minus-Serie beendet. Beide Teams haben ihre letzten beiden Prüfungen verloren. Oberweier (13.,6) unterlag Schielberg mit 0:5 und liegt nun auf einem Abstiegsplatz. Hatte man im letzten Jahr 13 Duppen, so sind es jetzt 6 Striche. Der Trend in die Tiefe kennt anscheinend keine Grenzen. Ein »Igel« auf Abwegen. Ettlingen stand vor einem Jahr mit 18 Dupfen auf dem 2.Tabellenplatz. Auch dem Siebten (11) fehlen stattliche 7 Kerben. Sechsmal traf man aufeinander und noch nie wurde gesplittet. Viermal setzte sich die Kreisstadt durch (2:0:4, 16:21). Im vergangenen Jahr zweimal mit jeweils vier Hütten (2:4, 3:4) und in beiden Partien gelang es der großen Fusion, vier verschiedene Schützen aufzulisten. Eine bemerkenswerte Arbeitsteilung, bei der sich der Gegner nicht einmal auf einen Hauptverdächtigen einigen konnte.

VfR 1909
Ittersbach

FV
Sulzbach
Da staunten die Busenbacher, als der FV Sulzbach mit einem 2:1 gegen den FCB die Waldbronner Woche mit 3 Punkten beendete (2:1 vs. Busenbach 2, 1:3 Reichenbach 2). Damit konnte nach vier weniger erfolgreichen Wochen (0:2:2, 3:7) keiner rechnen. Die »Geizhälse« in Sachen Unterhaltung (28 Torbeteiligungen, ø 3,5) haben am kommenden Wochenende eine Aufgabe auf dem Zettel stehen, die einem Termin beim Urologen gleichkommt. Man weiß, dass es unangenehm wird, hofft auf einen harmlosen Befund. Der »Kuckuck« wartet auf den »Ullebächer« (12.) und der hat aktuell den Erfolg quasi gepachtet. Mit dem 4:0 über den FV Malsch 2 erzielte der Dritte den dritten Sieg in Serie (14:2). Grünweiß sollte das Baby schaukeln und einen weiteren Schritt nach vorne machen. Das letzte Gefecht »Am Sportplatz« zu Ittersbach? Es war 2016 und endete 4:0 für die Hausherren. Zehn Jahre später könnte die Wiedersehensfreude ähnlich einseitig ausfallen.