Kreisklasse B4 Karlsruhe • Sonntag, 08.11.26
Derbys in Waldbronn, Karlsbad und Malsch

TSV 1909
Auerbach 2

SV
Langensteinbach 2
Unverändert schmollt der »Bax« mit einer Dekade Punkte auf dem 10.Tabellenplatz. Das 1:3 im Derby gegen den ATSV Mutschelbach 2 hatte keine Auswirkungen auf die sportliche Heimat der Auerbacher Reserve - allerdings kam man dem Vorletzten näher. Nur 2 Punkte trennen den TSV 2 von der Relegation - bei einem Spiel, das man mehr ausgetragen hat. Man sollte das Derby gegen den SV Langensteinbach 2 zumindest nicht punktlos bestreiten nach zwei Pleiten in Serie (3:7). Auch der Gast hat Ziele und könnte sich eine Rückkehr in die A-Klasse vorstellen. Viermal haben die »Oierkuche« zuletzt gewonnen (18:3) und den Abstand zum Penthouse auf 2 Duppen geschmälert. Die disziplinierteste Equipe (14/0/0) hatte auch gegen den FC Busenbach 2 keine Mühe (5:1). Vier Siege, achtzehn Treffer und keine Eskalation beim Personal - eine Erfolgsbilanz, für die mancher DAX-Vorstand seine gesamte Führungsriege austauschen würde. Das letzte Gefecht hier im Mühlenweg konnte Auerbach 2024 mit einem 1:0 für sich entscheiden (Bodemer). Für den dreizehnten Vergleich (4:5:3, 19:21) wird Luca Fach vom Fach verantwortlich sein.

FC
Busenbach 2

TSV 1905
Reichenbach 2
Nach zwei Dreiern in Serie (10:2) sah man die zweite Geige der »Rauchschwalben« auf dem Weg der Genesung. Doch mit dem dubiosen 1:9-Fiasko im Heimspiel gegen Grünwettersbach/Stupferich fielen die Waldbronner vor dem kommenden Derby wieder in alte Verhaltensmuster. Die Landesliga-Reserve steht nur einen Punkt vor der Relegation in der C-Klasse; besitzt die schwächste Defensive (36) und steht mit vier Verweisen und 17 Verwarnungen auf dem letzten Platz des Benehmens - verantwortlich für 100 Prozent aller roten Karten im B4-Bereich (3). Eine Kombi, die das Gewinnen schwermacht. Hier muss der Zwölfte (9) die Hebel ansetzen, um im Derby beim FC Busenbach 2 (9.,10) zu ernten. Die Kontrahenten aus der Gemeinde unterlagen zuletzt mit 1:5 gegen den SV Langensteinbach 2 - die zweite Pleite in Serie (2:7). Die Hoffnung liegt im Heimspiel auf der Albhöhe und dem freiwerdenden Derby-Testosteron. Zwei Mannschaften mit reichlich Frust im Gepäck und »Drixie« Steppacher als unparteiischen Therapeuten. Die Historie zeigte bisweilen wenig Platz für Busenbacher Triumphe (1:3:6, 16:30). Fünf Jahre ist die letzte Waldbronner Derby-Rutsche in Busenbach her. Damals endete die Mission mit einem St.Martin-Resultat (1:1).

SpG Grünwettersbach/
Stupferich 2

VfR 1909
Ittersbach
Vom Geprügelten zum Prügelnden. Die »GrünStupf«-Kollektion haderte nach dem 1:7 gegen Langensteinbach 2 nicht lange und fuhr gegen Reichenbach 2 einen 9:1-Sieg ein. Man könnte sagen, dass der Primus die richtige Antwort wählte. Eine Vergeltungsmaßnahme, bei der selbst das Völkerrecht vorsichtshalber den Blick abwendet. Der Abstand zum Zweiten beträgt einen Punkt; der Abstand zum Dritten, dem VfR Ittersbach, zwei Dupfen. Das Heimteam steht für 61 Torbeteiligungen (ø 6,10), von denen der beste Sturm 43 selbst erzielte. Ittersbach kommt nicht als Favorit an den Tannweg. Gewinnen die »Kuckucke«, dann setzen sie den Blinker auf dem Weg in die A-Klasse. Nach dem 3:0 über Sulzbach summieren die Nullneuner vier Siege in Folge (17:2). Die Form stimmt; die Farbe Grün auch … Die letzte Sause hier am Tannweg 2025 konnte der VfR mit 2:1 gewinnen, bevor man die »Kiwwelscheisser« im eigenen Rund mit einem 9:2 durch den Kakao zog (2026). Jetzt empfängt der Tannweg die Karlsbader Gefieder-Brüder mit Unterstützung einer Landesliga-Reserve aus Stupferich.

SV
Bad Herrenalb

SSV 1847
Ettlingen 2
In Herrenalb wird weiter gerätselt, wie man freiwerdende Dreigestirne in den Kurort locken könnte. Schon im letzten Jahr hatte man immenses Glück, dass Minimales reichte, um drinzubleiben. Im aktuellen Jahr hofft man auf die Schildbürgerstreiche unseres Fußballverbandes mit der Banalisierung der B-Klassen. Es wird am Ende der Saison wohl so sein, dass nicht alle Letzten der B-Ligen absteigen können, weil die C-Ligen gar nicht so viele Aufsteiger präsentieren können und wollen. Sportlich sieht’s momentan wohl nicht so aus, als könne der schwächste Sturm (8) bei den Hausherren genügend Proviant einholen, um drinzubleiben. Das letzte Mal, dass die »Siebentäler« zweimal in Serie gewannen, war im Mai 2025. In der Folgezeit summierten die Blauweißen 11 Punkte in 35 Spielen (ø 0,31) bei 43:136 Toren. Eine Bilanz, die man in der Kurverwaltung wohl kaum unter »Genesung mit Langzeitwirkung« vermarkten dürfte. »Passiert nichts, dann passiert’s!« Kommt die Kehrtwende gegen den kriselnden Kreisstadt-Klüngel? Die Ettlinger verloren dreimal in Serie (4:10) und liegen mit 11 Strichen im Niemandsland (8.). In der letzten Saison feierten die Kloster-Kinder zwei Remis gegen den SSV 2 (2:2, 2:2). In der Vergangenheit siegte der Hausherr in acht Fällen (8:4:2, 36:22).

TSV 1907
Etzenrot

ATSV
Mutschelbach 2
Mit einem 3:1 gegen den SV Bad Herrenalb konnten die Rotschwarzen unter der Woche das zweite Mal hintereinander einen Drilling verbuchen (7:3). Es könnten drei werden, wenn die schwächste Plus-Patrouille (+1) den Sechsten aus Mutschelbach in die Knie zwingt. Im November 2024 besiegten die Waldbronner (5.,14) die damalige Spielgemeinschaft Mutschelbach/Durlach mit einem 1:0 durch einen Bongert-Treffer in der letzten Minute. Ein später Einschlag, der dem Gegner die Zeit zur Gegenwehr nahm - ein fußballerischer Taschendiebstahl kurz vor Ladenschluss. Beide Teams feierten zwei Siege (2:1:2, 7:9) in den direkten Treffen. Mutschelbach 2 (6.,14) ist der Neuling, der bisher überzeugen kann. Das beste Minus-Bündnis (-6) durfte am vergangenen Spieltag den Lokalmatadoren aus Auerbach 2 mit einem 3:1 schlagen. Eine Serie von vier Spielen ohne Dreier endete (0:1:3, 3:12). Zwei Tabellennachbarn mit identischem Punktekonto im Duell.

FV
Sulzbach

SC
Schielberg
Wird der SC Schielberg der große Gewinner des kommenden Spieltags? Während sich der Erste und Dritte das Schuhwerk malträtieren, muss der Zweite zum FV Sulzbach an die Alte Reute. Gewinnen die Schielberger, dann wird der 2.Tabellenplatz gefestigt oder gar die Pole-Position erklommen. Beide Möglichkeiten wären erreichbar. Nach dem 3:0 über einen FV Malsch, der gar nicht erschien, kommt die Sanzone-Infanterie auf 10 Spiele ohne Niederlage (7:3:0, 26:9). Die beste Defensive (9) könnte einen Schritt weiter sein, wenn die »Dachtrofschwobe« nicht so oft den Robin vom Schwarzwald mimten (3 Unentschieden). Beim FV Sulzbach sollten die Gäste den Samariter gegen den Summierenden eintauschen. Die Umverteilung von Punkten ist schließlich keine Pflichtveranstaltung und Karl Marx war bekanntlich auch kein Aufstiegstrainer. Alles andere als ein Triumph beim Vorletzten wäre eine Enttäuschung. Sulzbach besitzt nach einem 0:3 gegen Ittersbach die geringste Torbeteiligung (31, ø 3,44). Acht Punkte haben die »Ullebächer« auf dem Konto. Nur 2 Duppen trennen den FVS vom einstelligen Tabellenbereich. Wir schrauben die Jahreszahl auf 2018 zurück und sehen einen Peter Busselmaier im schwarzen Gewand, der pro Seite einen Treffer in der C1 notierte.

FV 1910
Malsch 2

TSV 1911
Oberweier
Nachdem die Mannschaft aus Malsch am Wochenende nicht antrat und man die erste Equipe unter der Woche aus dem Spielbetrieb nahm, muss man davon ausgehen, dass die kommende Aufstellung wohl oder übel ehemalige Kreisligaspieler beinhalten wird. Nach fünf Niederlagen in Folge (4:21) wird der »Storch« andere Höhen erreichen können. Eine personelle Frischzellenkur, bei der die Patienten aus der oberen Etage kurzerhand ins Erdgeschoss verlegt werden. Ein getunter Siebter (12) gegen einen launischen »Igel«, der wohl auch im Winterschlaf diverse Nachtwanderungen plant. Jetzt durfte die Riege vom Haberacker mal wieder »mota’nsche« Stunden erleben. Mit ihrem Spielmacher steht und fällt das Leistungsgefüge. Am Sonntag war er da; erzielte drei Treffer und Oberweier schlug Ettlingen 2 mit einem 4:3 - nach zwei Spielen ohne Sieg und 1:10 Treffern. Im März des laufenden Jahres lief der TSV hier am Federbach in eine 0:8-Klatsche hinein. Es sollte der dritte Sieg im fünften Spiel für die Gelbschwarzen sein (3:1:1, 19:7). Dem TSV fehlen zum letzten Jahr 7 Zähler; Malsch 2 hat ein Plus von 4 Strichen.