Verbandsliga Nordbaden • Sonntag, 20.09.26
Mannheim-Duell zum Frühstück

SV Waldhof 07
Mannheim 2

VfR
Mannheim 2
Eines dieser Spiele, für die man die Frau zwei Stunden vertröstet. Im Alsenweg steigt das neunte Derby und der VfR Mannheim 2 könnte nach derzeitiger Bestandsaufnahme vor dem Ausgleich stehen (4:1:3, 20:12). Den letzten nachgewiesenen Pflichtspieltermin konnte der VfR, 2006, in der Landesliga Rhein-Neckar mit 4:2 gewinnen. Tabellarisch stehen die Gäste sowieso besser als die schwarzblaue Nachbarschaft (3.,10), die wir mit 6 Zählern auf dem 8.Tabellenplatz finden. Zuletzt konnte der VfR 2 mit einem 3:1 gegen Aue einen Drilling einfahren - neunzehn gelbe Kartons sagen aus, dass das Quadrat kein Ort des Benehmens ist. Knigge würde hier nicht pfeifen, sondern fliehen. Das wird dadurch noch unterstrichen, dass Waldhof 2, vor zwölf Monaten Erster (10) der sportlichen Liga, Letzter der Fairness-Tabelle ist (14/1/0). Vom Klassenprimus zum Klassenbuch - auch eine Karriere. Die letzten beiden Heimspiele endeten in der Null (3:8) und auch für die kommende Einheit muss sich was ändern - wenn man den Hintern hochbekommen möchte.

FC Astoria
Walldorf 2

FC
Zuzenhausen
Als Spitzenreiter unterlag der FC Astoria Walldorf 2 am letzten Wochenende 1:4 gegen den amtierenden Vizemeister aus Bruchsal. Tabellenführung futsch - Serie von drei Siegen in Serie (15:4) futsch und nun muss der FCA gegen den FC Zuzenhausen ran, der auf einmal den Sieg für sich entdeckt hat. Ein Wochenende und zwei Beerdigungen - ohne Leichenschmaus. Die »Walli« bleibt als Vierter (9) dennoch die beste Offensive (16); beteiligt sich an sechs Kisten pro Spiel (24) und verbucht 6 Zähler mehr als vor einem Jahr (9, 3). Gewinnen die »Wasserberzel« ihr drittes Heimspiel in Serie (10:1), dann bleiben die Blauweißen dran. Zuzenhausen (11.,5) gewann am letzten Wochenende 4:0 gegen den Neuling aus Mosbach und beendete fünf Rutschen ohne Sieg (0:2:3, 3:7). Ein Punkt pro Spiel … Parallelen zum letzten Jahr. Stagnation beim »Zuzzel« vor dem sechsten Saisoneinsatz. Murmeltier Phil lässt grüßen. Fabio Kutterer wird sich einfinden, um den 22.Vergleich zu beobachten (10:5:6, 40:22). Seit 2019 konnte kein einziger Hausherr mehr einen Dreier einklagen. Muss der FCZ trotzdem anreisen bei den aktuellen Benzinpreisen? Videokonferenz, 0:3 eintragen, Klima retten.

TS 1993
Mosbach

VfR
Gommersdorf
Seit fünf Spielen sind die »Gommis« ohne Niederlage; seit vier Kicks ohne Sieg (1:4:0, 8:7). Die Remis-Prinzen aus Krautheim in der Resultats-Spirale und kein Arzt in Sicht. Viermal Remis - selbst die Schweiz findet das zu neutral. Den kommenden Ausflug in den Odenwald (7.,7) wollen die »Krauts« mit einem Ertrag abschließen, nach zuletzt dürftigen neunzig torlosen Minuten gegen Kirchheim (0:0). Mosbach (10.,6) befindet sich mit Wohlbefinden in der Findungsphase, die nach einem 0:4 gegen Zuzenhausen auf einem 10.Tabellenplatz residiert. Mit einem solchen Resultat könnten die Jungs aus Mosbach zufrieden sein. Doch die Saison ist noch nicht vorbei und benötigt noch ein wenig Aufmerksamkeit. Dr. Sommer empfiehlt Punkte statt Selbstfindung. Als man das letzte Mal Gommersdorf empfing, da stand ein 3:2 im Notizbuch (2022, Verbandsliga). Damals war die Welt noch in Ordnung - zumindest bis zum Anpfiff.

DJK/FC Ziegelh./
Peterstal

FV Fortuna
Heddesheim
Betonwerk, Heddesheim bei der Heidelberger Zwietracht, »ZiePe«. Die Gäste sind inzwischen sieben Spiele unbesiegt (5:2:0, 17:2) und belegen den 2.Tabellenplatz nach dem 3:0 über Eppelheim. Einen Gegentreffer haben die Buben aus der Kurpfalz bisweilen hinnehmen müssen und sind damit das, was man als beste Defensive bezeichnet. Nichts Neues beim »Gaahengschd«, der ja schon in der Vergangenheit mit Lavastein und Labilität glänzte. Letzteres scheint aktuell zu pausieren. Stabilität entdeckt - Archäologen sprechen von einem Sensationsfund. »ZiePe« finden wir dato auf dem 6.Tabellenplatz (8) nach einem glanzlosen 3:2 gegen Kellerkind Weinheim. Sieben Striche aus drei Spielen (7:4) - kann sich sehen lassen. Heinen und Osmanaj konnten letzte Saison ein 2:0 erbauen. Die Bilanz ist hingegen im Hintertreffen (2:1:4, 8:16). Hier muss der Ampelkarten-Fetischist (2) noch dran arbeiten.

ASV
Eppelheim

SV 1920
Spielberg
Nach Eppingen kommt Eppelheim … doch im Gegensatz zum letzten überraschenden 3:2-Sieg über den VfB auf dem Talberg, muss der »Göckler« nun wieder auswärts krähen, was bisweilen nicht besonders erfolgreich war. In der Ferne punktlos (0:0:2, 2:4) führt der Weg zum Neuling an die A5. Die graue Maus (14 Torbeteiligungen, ø 3,5) gehört nicht zur Gattung »Mickie Krause«. Eppelheim als absoluter Newcomer ist mit nur 3 Punkten mittlerweile auf einem Abstiegsplatz angekommen (13.). Fünfmal gespielt und noch nie gewonnen (0:3:2, 9:14) … so auch zuletzt gegen Heddesheim, das deutlich mit 0:3 an den Gegner ging. Jetzt wollen die »Stallhasen« raus aus dem Dilemma. Die einzige Berührung mit dem etablierten SVS entstand im Jahre 2022 bei einem Pokal-Einsatz, der 5:1 für die Spielberger endete. Vier Jahre später wird die alte Rechnung serviert - Eppelheim hofft, dass der Koch inzwischen gewechselt hat und dass man mit dem vierten Remis weitere PayBack-Punkte sammeln kann.

SpVgg
Durlach-Aue

1.FC
Bruchsal
Das erste Verbandsliga-Tor (Kupferer), ein ansehnlicher Kick in der Quadratestadt (VfR Mannheim), doch Punktekonto (0) und Tabellenplatz (15.) blieben gleich. Fortschritt trotz roter Laterne? Das müssen die violetten Neulinge im kommenden Aufguss beweisen, denn nach vier Pleiten in Serie (1:15) sollte Ertrag reinkommen. Lob bringt keine Zuwächse und die braucht die SpVgg jetzt. Doch warum jetzt gerade Bruchsal? Die sind seit der letzten Woche wieder Spitzenreiter, nach einem 4:1 über Spitzenreiter Walldorf 2. Königsmord mit anschließender Selbstkrönung. Die »Holzlumpe« sind aber auch befallen von ewiger Lethargie und Gleichgewichtsstörungen. Immer wenn man meint, sie sind soweit, belehren sie die Experten vom Gegenteil. Ein bisschen Hamlet - nur mit Stutzen. Mit nervöser Bank (2 Verwarnungen), zwölf Siegen in 25 Treffen mit Aue (9:4:12, 32:48) und Selbstvertrauen geht’s in den Oberwald. Im August 25 gab es hier einen 6:1-Sieg (Pokal); zwei Jahre zuvor einen 3:0-Erfolg (Pokal). Der Oberwald kennt Bruchsal also bereits - hauptsächlich von hinten.