Landesliga Mittelbaden • Sonntag, 08.11.26
Turmberg erwartet den VfB

FV Sportfreunde
Forchheim

FV 1912
Wiesental
Der Sportfreund (17.,6) ist seit der letzten Woche stolzer Besitzer einer roten Laterne. Ein 0:5 gegen Stupferich und eine Spielpause brachten keine Duppen. Die schwächste Sturmreihe (11) gehört zu einem Sortiment, das nur für 46 Torbeteiligungen (ø 3,54) sorgte und als einziges Liga-Team bislang das Remis ausklammerte. Man könnte sagen, hopp oder top. Doch bei acht Pleiten in Serie (7:23) war von top recht wenig zu sehen. Vielleicht im kommenden Spiel gegen Wiesental, das als schwächstes Plus-Team (+4) vier Unentschieden und vier Verwarnungen für die Bank bilanziert. Offenbar wird dort nicht nur auf dem Rasen gearbeitet. Trotz eines 0:3 gegen den Primus aus Stupferich ist die Torbeteiligung adipös (72, ø 5,14). Hier wird mit Toren geprasst, als hätte jemand die Kalorientabelle des Fußballs abgeschafft. Der letzte Trip nach Rheinstetten? Ein Testspiel … der einzige Ausflug der »Sandhasen« nach Forchheim. Referee Felix Neu konnte beim torlosen Remis eine ruhige Kugel schieben.

ASV 1902
Durlach

VfB 05
Knielingen
Zwei Spiele nicht mehr verloren (0:2:0, 3:3), aber eben auch acht Spiele nicht mehr gewonnen (0:3:5, 8:34). Mit einem 1:1 im Heimspiel gegen Ersingen kann der VfB unmöglich zufrieden sein. Die rote Laterne konnte man in Richtung Forchheim abgeben - der Abstand zum rettenden Ufer liegt bei 3 Dupfen. Die löchrigste Hintermannschaft (49) könnte am Ende der Saison einen dreistelligen Beitrag leisten. Ein Vorhaben, das in der Finanzwelt als Wachstum durch konsequente Misswirtschaft durchgehen würde. Vier der 7 erfassten Punkte entstanden durch Unentschieden. Die Fahrt an den Turmberg, wo der Fünfte (25) und Letzte der Disziplin (36/4/3) sein Zuhause hat, sollte man nicht chancenlos antreten. Der Vorletzte mit viel Hoffnung und nur einem Drilling aus elf Treffen (9:1:1, 36:15) mit dem Markgrafen. Die Equipe aus Durlach unterlag am vergangenen Spieltag mit 1:3 gegen den SV Langensteinbach. Die Entwicklung der Blauweißen ist durchaus positiv - hatte man letztes Jahr 15 Duppen, so werden aktuell 25 summiert. Nach zwei Kicks ohne Dreier (0:1:1, 4:6) will man am kommenden Spieltag unbedingt einen Triumph präsentieren.

1.FC
Ersingen

FC
Östringen
Bereits in 25 Fällen kam es zum Duell zwischen Ersingen und Östringen. Ganz klar in Führung sind die Gäste vom Waldbuckel (6:4:15, 25:51), die im laufenden Semester mit 5 Punkten auf den Zweiten hinterherhinken … weil man eben in der Fremde Zwieback dem Steak vorzieht. Nur 7 Striche packten die »Wicker-Wacker« im Fernverkehr. Sechs Punkte beträgt der Fehlbetrag zur letzten Saison, als man mit 32 Duppen Zweiter war. Nach zwei Heimpleiten soll es nun am Kirchberg klappen. Ersingen (13.,10) benötigt dringend Proviant für den Winter. Die Vorratskammer ist erschreckend leer und der Abstiegsgespenster-Kongress hat bereits die ersten Zimmer reserviert. Vielleicht könnte man mit dem fünften Unentschieden leben … Besser wäre allerdings ein Sieg nach drei Spielen ohne (0:2:1, 3:7). Gerade auf der heimischen Steppe haben die »Kreizköpfe« zuletzt positiv gewirtschaftet. Die Relegation steht ohne Distanz hinter dem Hausherrn. Da braucht es keinen Rückspiegel mehr - der Sensenmann sitzt als zwölfter Mann in den Katakomben und zählt leise.

VfB
Bretten

TSV 05
Reichenbach
Der Gast aus Reichenbach kann mit einem Sieg in Bretten der Gewinner des kommenden Spieltags werden, weil es ja bekanntlich zum Duell des Ersten gegen den Zweiten kommt - die »Rauchschwalben«, als Tabellen-Dritter, könnten der Nutznießer sein, wenn … die »Spitalmucken« nicht dazwischenfunken. Ramona Haberkorn wird das Unterfangen der ehemaligen Verbandsligisten in die Bahnen lenken. Apropos Verbandsliga - hier entstanden die letzten beiden Begegnungen der Flugobjekte. Beide Sausen gingen an Nullfünf (1:4, 1:3). Ornithologisch und entomologisch eine interessante Paarung, bei der die einen Höhenluft schnuppern und die anderen versuchen, ihnen in die Suppe zu scheißen. Bretten begann stark - fiel noch stärker ab und analysiert nach einem 1:4 gegen den FC Östringen vier Spiele ohne Sieg (0:2:2, 6:12) und einen 8.Tabellenplatz (20). Die Gäste begannen schwach und wurden im Laufe der Spieltage stärker und bissiger. Nach sieben Siegen in Serie (23:5) hat die dritte Kraft nur noch 3 Punkte Abstand zum Zweiten. Schießen die Waldbronner am kommenden Spieltag in den Dreißiger-Bereich (28)? Gut möglich … Die »Schwalben« haben jedenfalls einen Steigflug hingelegt - der Baden Airpark klopft ungläubig auf den Radar-Bildschirm.

FC Olympia
Kirrlach

FV
Ettlingenweier
Manchmal kommt’s eben knüppeldick. Gegen den FC Nöttingen 2 wäre ein Punkt schon eine Enttäuschung gewesen. Am Ende war es nicht mal einer, weil der Gast aus Remchingen in der Nachspielzeit den Goldenen erzielte. Ein sportlicher Tiefschlag zu einem Zeitpunkt, an dem selbst die Pessimisten schon auf dem Heimweg waren. Mit 7 Punkten haben die Anstett-Jungs ihr Konto des letzten Jahres fast halbiert (13) - ein Punkt aus den letzten vier Spielen (6:12) - der Fünfzehnte liegt 3 Duppen hinter dem rettenden Ufer. Kommt es in Kirrlach zum längst erhofften Turnaround oder wird die Krise verschärft? Im letzten Jahr kassierte man in der Südlichen Waldstraße eine 1:3-Pleite, weil ein Nagelbach Nägel mit Köpfen machte (Nagelbach 2, Leibold - Laschuk). Die Geschichte bewegt sich in der Waagrechten (5:1:5, 28:31) und die aktuellen Toleranzen liegen drei Treppen und acht Striche auseinander. Doch der Olympionike ist so ziemlich das Launigste, was wir seit dem Wackelkontakt im Strompreis kennenlernen durften. Hier beim »Spraddel« ist nur der Eintrittspreis eine Konstante. Ob der FVE diesen Malus deuten, erkennen und nutzen kann? Schwache Saisonstarts sind bei Rotschwarz fast schon Tradition. Aber im aktuellen Semester übertreiben es die »Bohnegringl«.

FC
Nöttingen 2

FC 1920
Flehingen
Ein goldener Last-Minute-Treffer in Ettlingenweier konnte dem FC Nöttingen 2 Sicherheit verleihen. Mit 17 Punkten ist Violett Elfter und sieben Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Der »Siebsaicher« in ruhigen Gewässern und mit freiem Atem, den man nun auch gegen den Neuling aus Flehingen präsentieren möchte. Die Gäste sind als Vierzehnter (10) nur 3 Punkte vom direkten Rückweg in die Kreisliga entfernt. Sechs Spiele ohne Sieg (0:1:5, 4:22) - da kann man auch mal den Keller-Meister duzen. In Flehingen ist die Trendwende mittlerweile so überfällig, dass selbst die Deutsche Bahn einen Entschuldigungsbrief schicken würde. Zuletzt unterlag der »Barfüßler« dem Mitaufsteiger aus Schwann mit 0:2. Der letzte Deal hier in der Kleiner-Arena endete 2023 mit 5:2 für den »Heimling«, wie dreizehn andere Spiele in insgesamt 23 Begegnungen (13:4:6, 54:37). Dass knapp vier Torbeteiligungen pro Spiel nicht gerade ein Bringer sind (ø 3,95), dürfte allerdings nur Menschen stören, die beim Feuerwerk die Sicherheitsabstände spannender finden als die Explosionen.

SpVgg
CoSchwa

SpVgg FC 07
Heidelsheim
Der gute Aufsteiger aus Conweiler und Schwann liegt mittlerweile auf dem 6.Tabellenplatz (23) mit einem Schnitt von zwei Verwarnungen (46) pro Punkt. Aber wie sagt man so schön? »Viele Wege führen aus dem Glashaus!« Mit dem 2:0 über den Mitaufsteiger aus Flehingen verbuchen die »Langkittel« ihren zweiten Dreier in Serie (6:2). Jetzt kommt ein Heidelsheim, das selten so schwach erschien wie zur aktuellen Stunde. Neun Duppen fehlen zum letzten Jahr (28). Ein 9.Tabellenplatz (19) entspricht nicht den Ambitionen, die man bei Nullsieben hegt. Der Aktivposten scheint die Bank mit vier gelben Karten zu sein. Dort produziert man immerhin noch Aufmerksamkeit, während vorne die Tore unter Artenschutz stehen. Ein Punkt aus den letzten beiden Spielen (0:2) und seit 184 Minuten keinen Treffer. Die Offensive schweigt beharrlicher als ein Mafioso vor dem Untersuchungsausschuss. Man sollte im kommenden Spiel punkten, um nicht in den zweistelligen Tabellenbereich abzudriften.