Landesliga Mittelbaden • Sonntag, 25.10.26
»Sportis« im Brenk-Stadion

SV
Huchenfeld

FC 1920
Flehingen
Ein Sechs-Punkte-Spiel zwischen dem Elften (14) und dem Dreizehnten (10). Remis hieß es für die beiden Probanden des Kellers am letzten Wochenende. Flehingen trotzte Heidelsheim ein 0:0 ab; Huchenfeld konnte Ettlingenweier auf Abstand halten (3:3). Der Heim-Sechste gewann keines der letzten drei Spiele (0:1:2, 5:12) und bilanziert einen Sechser-Pack zur Relegation. Die Gäste sind das zweitlausigste Gebinde in der Ferne. Dem Dreizehnten und die Relegation trennen nur 2 Striche. Es wird eng in Oberderdingen. Ein Kellerduell, bei dem die Luft so dünn wird, dass es selbst einem Peruaner beim »blockflöten« schwindlig wird. Das dritte Duell; das zweite hier in der Hellerichstraße. Vor drei Jahren ließ man dem »Barfüßler« keine Chance beim 4:1. Damals gab es für Huchenfeld nichts zu holen - diesmal könnte ein weiterer Fehltritt die sportliche Falltür öffnen.

SG
Stupferich

FV Sportfreunde
Forchheim
Nach elf Spielen, die der SG 31 von möglichen 33 Punkten bescherten (10:1:0, 34:11), durfte der »Pelzmüller« am vergangenen Wochenende eine Spielpause einlegen und schauen, was so läuft unter dem Balkon. Neben Gartenarbeit stehen da sechzehn weitere Mannschaften - keine allerdings in unmittelbarer Nähe. Jetzt darf die beste Defensive (11) wieder souverän verteidigen, während der zweitbeste Sturm (34) versenkt, was zu versenken ist. Vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten … und jetzt kommt der schwächste Liga-Sturm (11) an den Eichwald, den man in der Vergangenheit in sechs von elf Fällen geschlagen hat (6:2:3, 24:18). Aber in fünf eben nicht und darin liegt die Hoffnung des Fünfzehnten aus Forchheim, dem nach einem Trainerwechsel und einem 0:1 gegen den ASV Durlach 4 Zapfen zum rettenden Ufer fehlen. Doch die Aussicht auf ein Duell mit dem Ersten und sieben Spielen ohne Punkt (7:18) lassen das Selbstvertrauen nicht über die Ufer treten. Der Sportfreund braucht was Positives … der Wetterbericht alleine reicht da nicht.

ASV 1902
Durlach

FV 1912
Wiesental
Mit jeweils einem Treffer mehr als der Gegner setzte sich Wiesental in der letzten Saison zweimal durch (2:3, 1:2) und übernahm die Führung in der Gesamtbilanz (1:0:3, 6:8). Beide Equipen gehören zu den Positiverscheinungen. Beim ASV werden 9 Punkte mehr verzeichnet als im letzten Jahr - bei Wiesental sind’s immerhin 5 Striche. Und während sich der Turmberg mit einem 1:0 gegen Kellerkind Forchheim mühte, versohlte Wiesental Ersingen mit einem 5:1. Der Dritte sollte aber auf der heimischen Wiese favorisiert sein. Drei Duppen zum Zweiten (24) … der Fair-Letzte mit sechs Verweisen (28/4/2) ist nicht unbedingt heimstark. Nur 9 der 24 Knollen entstanden in der Liebensteinstraße. Auswärts werden Punkte gesammelt, daheim eher Personalakten für den Sportgerichtsvorsitzenden angelegt. Wiesental (8.) könnte wahrscheinlich mit dem vierten saisonalen Unentschieden leben … es wäre das erste zwischen Durlach und den »Sandhasen«. »Aber irgendwann ist es immer das erste Mal«, meinte Free Willy und Sprang glücklich über die Hafenmauer in die Freiheit.

VfB
Bretten

VfB 05
Knielingen
»Das Wunder vom Rhein« sollte demnächst ins Leben gerufen werden, wenn der VfB eine dritte Landesliga-Saison erleben möchte. Aktuell grüßt eher Tasmanien … Die schwächste Defensive musste bereits 46 Gegentreffer hinnehmen (ø 4,18) und ist sechs Spiele sieglos (0:1:5, 5:31). Sechzehn Gegentreffer und ein Torerfolg aus den zurückliegenden drei Reisen. Zuletzt verlor das Schlusslicht 2:6 gegen Kirrlach und verzeichnet einen Rückstand von 3 Strichen zur Relegation bei 5 erworbenen Zählern. Bretten hat sich zuletzt aus dem Rampenlicht befördert. Der Siebte (19) gehört zu einer Führungsriege, die zum Stamm des Niemandslandes gehört. Neunzehn Punkte sind es nach dem deutlichen 0:3 gegen den SV Langensteinbach. Für den Blick nach oben reicht es derzeit nur mit einem Fernglas, während von unten noch niemand an der Haustür klingelt. »Holen die Holzbiere am kommenden Spieltag den ersten Drilling gegen Bretten?« Viermal traf man aufeinander und das Maximum für Grünschwarz war ein Duppen (3:1:0, 14:5). Knapp war es beim letzten Mal hier im Willi-Hesselbacher-Weg 2021. Der spätere Aufsteiger schlug den späteren Zwölften mit einem 3:2.

FC
Nöttingen 2

TSV 05
Reichenbach
Reichenbach nimmt so langsam Fahrt auf. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber die Waldbronner »Rauchschwalbe« scheint für einen warmen Frühherbst zu sorgen. Mit dem 4:0 über Neuling CoSchwa sind es fünf Siege in Serie (18:4). Dem Fünften (22) fehlen momentan nur noch 5 Punkte zum Zweiten und der Motor schnurrt wie ein Kätzchen. Dagegen ist die Historie der »Siebsaicher« ein laues Lüftchen - kaum wahrnehmbar und wenig gemütlich. Mit dem 1:4 gegen den FC Östringen finden wir Violett mit 14 Duppen auf dem 10.Tabellenplatz. Siebzehn waren es in der letzten Runde. Zehn der vierzehn Striche holten die Remchinger allerdings auf heimischem Boden und hier liegt die Hoffnung auf Zuwachs. Weniger Zuversicht waltet, wenn man die Geschichte (6:5:10, 30:40) und das letzte Heimspiel gegen den TSV zu Rate zieht (1:2, 2023), als Referee Binder gleich zwei Heim-Akteure vom Platz beorderte.

SpVgg
CoSchwa

FV
Ettlingenweier
Für die Dinos aus Ettlingenweier ist die Situation unbefriedigend, nicht aber aussichtslos. Drei Striche zum rettenden Ufer - sind lösbar, wenn man dann mal ein Spiel mit einem Sieg offenbart. Selbst die kleinste Distanz kann zu einer großen Hürde werden, wenn die Füße stillstehen. Ein 3:3 gegen den SV Huchenfeld auf der eigenen Plattform stellt keinen Fortschritt dar. Der Fünfzehnte liegt mit 7 lausigen Steinen inmitten der sportlichen Sorgenkinder. Jetzt geht’s zum Neuen aus Conweiler-Schwann, der bislang gut mit den neuen Spielkameraden klarkommt. Da man mit einem 0:4 gegen Reichenbach ins Minus rutschte, darf sich die SpVgg nun das beste Team mit negativer Tordifferenz nennen (-4). Kein Eintrag in die Ahnentafel - hört sich aber besser an als schlechteste einstellige Mannschaft (9.,17). Jetzt soll ein Heimsieg dazu führen, dass man wieder Plus-Geselle wird. Nach zwei Testspielen in »Weier« (2015, 2:4, 2024, 0:1) kommt’s zum ersten Kick am Blumenstiel.