Landesliga Mittelbaden • Sonntag, 20.09.26
»Sportis« erwarten Nöttingen 2

FV 1912
Wiesental

SpVgg
CoSchwa
CoSchwa hat Spaß; CoSchwa macht Spaß. Der Aufsteiger erzielte in den letzten drei Spielen 7 Tore, holte 7 Punkte und liegt nach dem 7.Saisonspiel auf dem 7.Tabellenplatz (11). »Alles sieben oder was?« Fehlt eigentlich nur noch Schneewittchen mit der Taktiktafel. Mit einem 4:2 über Schlusslicht Ersingen bewegten sich die »CoSchwalesen« weit weg von diversen Strudeln und Wallungen. Das gelbe Wunder (27 Verwarnungen) aus Straubenhardt auf dem Weg zur Überraschung des letzten Spieltags, dem FV Wiesental. Der überrollte den FV Ettlingenweier mit einem sagenhaften 5:0 und beendete recht eindrucksvoll drei Spiele ohne Punkte (4:10). »Zeichen setzen«, lautet das Credo der »Sandhasen«. Damit stehen die Jungs aus Waghäusel aktuell auf einem guten 8.Rang (10) mit Blick nach oben. Der Karlsruher Sami Maliha wird den Premiere-Kampf zwischen den beiden positiven Erscheinungen leiten. Einer mit sieben im Kopf, einer mit fünf im Rücken - langweilig geht anders.

FV Sportfreunde
Forchheim

FC
Nöttingen 2
Für null Treffer gibt es selten einen Dreier und manchmal gar keine Beute. Die Sportfreunde trafen letztmals vor 183 Minuten ins Schwarze; was wiederum bedeutet, mit null Dupfen aus den letzten beiden Spielen gegangen zu sein (0:3). Alle 157 Minuten eine Hütte … da kann man zwischen den Toren noch gemütlich ein Schwein großziehen. Gegen den FC Nöttingen 2 will man auftischen und einen Heimsieg kreieren. Der Zwölfte unter Zugzwang gegen den Tabellennachbarn aus Remchingen (13.,5). Auch die Violetten haben zuletzt mehr gepatzt als gepunktet. Seit dreizehn Touren sind die Reserven ohne einen Drilling (0:4:9, 17:39). Aber auch diese Serie wird irgendwann auf Reisen reißen. Obwohl das letzte Miteinander in der Karlsruher Straße 17 Jahre her ist (2:2), haben die zwei Equipen eine Geschichte, die elf Spiele groß ist. Ganz leicht vorne sind die kommenden Gäste, die fünf Triumphe verzeichneten (4:2:5, 21:26).

FC
Östringen

FC 1920
Flehingen
Nach einem guten Rundenstart zieht’s den FC Östringen merklich ins Niemandsland. Bereits nach sechs Spielen melden die »Wicker-Wacker« den Verlust von sieben Strichen, die auf der Strecke blieben. Letztes Jahr um die Zeit standen die Östringer mit 16 Zählern ganz oben. Zuhause sind die Blauweißen seit zwanzig Spielen ungeschlagen (19:1:0, 63:13) und das will man am kommenden Spieltag dem FC Flehingen präsentieren. Am Waldbuckel gilt offenbar noch das alte Hausrecht - Schuhe aus, Punkte bleiben hier. Nur ein Sieg kann dem Sechsten verhelfen, die Route aufzunehmen. Flehingen (10.,9) reist entspannt zum Favoriten an den Waldbuckel. Schließlich konnte man unter der Woche einen Fleiß-Dreier in Forchheim aktivieren (2:0). Nach dreizehn Gegentreffern in 180 Minuten exakt die richtige Antwort auf diverse, unangenehme Fragen. Der Feuerlöscher hängt wieder - ob er funktioniert … Die Erinnerungen an Östringen könnten unterschiedlicher nicht sein. Vier der 21 Duelle wurden gewonnen (9:6:4, 38:23). Der letzte in Flehingen endete 0:2 (2023); der letzte hier am Waldbuckel gar 0:6 (2022).

VfB 05
Knielingen

SpVgg FC 07
Heidelsheim
Aufwärtstrend beim VfB aus Knielingen mit 4 Punkten aus den letzten beiden Spielen. Erwähnenswert ist sicherlich ein gutes 2:2 gegen den FC Östringen unter der Woche. Die »Holzbiere« stehen jedoch weiterhin auf einem Abstiegsplatz (15.) und benötigen dringend Zuwachs, um emporzusteigen. Gerade hier auf heimischem Territorium war die Ernte in den vergangenen vier Spielen überschaubar (0:3:1, 7:8). Der Acker ist bestellt - bislang frisst nur jemand anderes die Kartoffeln. Heidelsheim spielt aktuell gut, aber unauffällig. Die Ausnahme - ein 4:1 gegen den SV Langensteinbach, bevor man wieder einen »Ruhe-Spieltag« einlegte. James Bond würde sagen: »Geschüttelt, nicht gerührt.« Heidelsheim bevorzugt offenbar das Gegenteil. Gewinnt der Vierte hier am Rhein, dann wäre das der vierte Drilling in Serie (12:4). Spielen die »Melkkiwwelreiter« das Zünglein an der Waage? Zwei der neun Treffen verloren die Nullsiebener gegen die Nullfünfer (2:3:4, 8:16). Das letzte 2023 auf heimischem Boden, bevor man aus den weiteren vier Duellen 10 Punkte und 9:1 Treffer initialisierte. Knielingen hat also alte Akten gefunden - Heidelsheim hofft, dass der Staub draufbleibt.

SV 1899
Langensteinbach

SV
Huchenfeld
Den größten Sprung machte zuletzt der SV Huchenfeld, indem die Elf mit zwei Siegen in Serie (5:1) in den einstelligen Tabellenbereich einzog (9.). Eine Tendenz oder nur ein kurzes Hoch im Spätsommer? Das wird sich zeigen, denn nach dem Königsmord gegen den ASV Durlach (2:1) wartet die Tor-Manufaktur von der Wagenburg. Die haben ordentlich Qualität, aber nicht immer Konstanz. Der Hochgeschwindigkeitszug braucht allzu oft Abkühlung. Mit dem 2:0-Derbysieg blieb die blauschwarze Defensive ausnahmsweise mal ohne Gegentreffer. Die beste Offensive (22) beteiligte sich bisweilen an 32 Treffern (ø 5,33) und summiert 12 Punkte, was aktuell einen 3.Tabellenplatz bedeutet. Defensive ist dort keine Abteilung - eher ein gelegentliches Hobby. Tore satt auch in den Duellen mit dem »Huchi«. Neun fielen beim 4:5 im Jahre 2024; acht 2025 in Huchenfeld (2:6); neun Kicks mit 38 Buden (5:1:3, 22:16), was einen Schnitt von ø 4,22 bedeutet. Letzte Saison blieb man hier in der Jahnstraße darunter, weil der »Oierkuche« die Null hielt (3:0). Damals war Diät - diesmal steht wieder Zucker auf dem Tisch.

TSV 05
Reichenbach

FV
Ettlingenweier
»Erwischt es den FV Ettlingenweier im 11.Jahr der Landesliga?« Ein schlechter Saisonstart gehört zum »Bohnegringl«, wie Wind und Regen zur Bretagne. Aber in der aktuellen Causa fehlt das Aufbäumen. Ein 0:5 im Heimspiel gegen den FV Wiesental ist sicherlich das Gegenteil von »brennen« und »beißen«. Das Team sollte nun in Reichenbach eine Tafel setzen. Doch Pflichtspielsiege gegen die Waldbronner - rar wie ein Parkplatz in Venedig. Nur viermal erschien dem Vorletzten (16.) die Viktoria (14:3:4, 52:21), wenn »Schwalben« anwesend waren. Beim TSV Reichenbach sollte eine Rückkehr in die Verbandsliga aktuell wohl kein Thema sein. Nach dem 0:2 gegen den SV Langensteinbach muss die konditionell schwache »Rauchschwalbe« mit dem zweistelligen Tabellenbereich (11.) vorliebnehmen. Elf der vierzehn Gegentreffer musste Nullfünf nach dem Pausentee hinnehmen. Vielleicht sollte man in Waldbronn statt Tee künftig Espresso reichen. Im nächsten Spiel sollte die Elf aus Waldbronn unbedingt die Kiste in den ersten 45 Minuten entscheiden. Selbst der längste Weg beginnt mit einem Schritt und der heißt; einstelliger Tabellenplatz und defensiv die Löcher flicken. Das funktionierte im letzten Treff mit dem »Gringl« hervorragend und man gewann hier vor Ort 2:0 (2024).