Kreisliga Karlsruhe • Sonntag, 08.11.26
Absteiger-Duell in der Siedlung

ATSV
Kleinsteinbach

FVgg 06
Weingarten
In den letzten vier Treffen entwickelte sich Kleinsteinbach zu einem Ärgernis für Weingarten. Drei Pleiten; zweimal mit sechs Gegentreffern (1:2, 6:3, 6:2, 2:1). Erst mit dem 2:1 im Mai an der B10 legten die Schwarzroten die Panik ab. Acht Mal kam es zum Gefecht dieser sehr unterschiedlichen Gesellen - eine Teilung wurde zu keiner Zeit in Betracht gezogen (3:0:5, 18:18). Kompromisse sind offenbar etwas für Scheidungsanwälte und Koalitionsverhandlungen. Für den kommenden Austausch sind die Gäste der Favorit. Die Karten-IG (33 Verwarnungen) gehört zu einem Viererteam, das 21 Punkte sammelte und 10 Punkte hinter dem Spitzenreiter um den Relegationsplatz streitet. Nach dem 4:1 gegen den Vorletzten aus Neureut genoss die Nullsechser-Elf, Tabellen-Zweiter, eine Auszeit. Kleinsteinbach (13.,9) hat sein Kontingent um 50 Prozent reduziert. Achtzehn waren es im letzten Jahr. Eine Halbierung, die man sonst nur beim Schlussverkauf bejubelt - hier dürfte sie eher den Blutdruck des Kassierers verdoppeln. Den Dreizehnten trennen nur 4 Duppen vom Vorletzten und der könnte am Wochenende Punkte gegen den Letzten holen … »könnte …« Nach sechs Spielen ohne Sieg (0:2:4, 11:2

FV Fortuna
Kirchfeld

ATSV
Mutschelbach
Für den Fortunen-Stürmer Freeman eine Begegnung mit der alten Liebe. Im Fußball rostet die bekanntlich schneller als ein Fiat Panda auf Norderney. Erster gegen Dritter bei einer Diskrepanz von 10 Punkten. Für die Gäste aus Mutschelbach, die zu einem Vierer-Pulk gehören, der mit 21 Punkten um den 2.Tabellenplatz streitet, geht’s ausschließlich um den Relegationsplatz. Sechs Spiele sind die »Schmierbrenner« ungeschlagen (4:2:0, 25:7), nachdem man den Emporkömmling aus der Nordstadt (FSSV) eliminiert hat (4:0). Kirchfeld ist zur aktuellen Stunde das Maß aller Dinge; die Herbstmeisterschaft ist dem Schneider-Team wohl kaum noch zu nehmen. Elf Spiele sind die »Siedler« ungeschlagen (10:1:0, 35:9). Hinten dicht (9); vorne ideenreich, schnell und abschlussstark (35). Eine Mannschaft, die derzeit so zuverlässig funktioniert, wie ein Klapptaschenmesser aus dem Hause, Böker. Interessant ist die Aussage, die dem FV Fortuna noch keinen einzigen Sieg zuschreibt. In siebzehn Spielen erspielten die Grünweißen vier Remis (0:4:13, 15:46). Zwei davon in der vergangenen Runde zu Landesliga-Zeiten (1:1, 0:0). Mutschelbach ist für die Fortunen bisher das Bermuda-Dreieck; dass sich nun in Richtung Norden bewegt.

FSSV
Karlsruhe

TSV
Schöllbronn
Ein bekanntes Phänomen kann man aktuell am Ring begutachten. Die Euphorie weicht - der Alltag gewinnt an Raum, wenngleich die starke Serie beim FSSV lange anhielt. Nun scheinen die Gelbroten aus dem Tritt gekommen zu sein, denn mit dem 0:4 gegen den ATSV Mutschelbach sind es bereits vier Spiele ohne Sieg (0:2:2, 6:12). Der Höhenflug hat die Fluggesellschaft gewechselt. Noch liegt die Bürck-Bande in einem Viererblock, der mit 21 Punkten auf den 2.Tabellenplatz schielt. Dazu müssen Timm und Partner den kommenden Heim-Kick nutzen, um vorne zu musizieren. Zuletzt klang die Geschichte wie ein peruanisches Flötenspiel auf der Kaiserstraße. Mit dem TSV Schöllbronn kommt eine Aufgabe, die man durchaus abarbeiten kann. Der TSV ist bislang eine der großen Liga-Enttäuschungen. Den Zwölften trennen 6 Punkte vom Vorletzten und 7 Zähler vom Ergebnis des letzten Jahres (18). Die Erwartungen waren größer als die Wirklichkeit - ein Verhältnis, das man sonst nur von Dating-Profilen kennt. Wenngleich 7 der 11 Punkte in der Ferne eingenommen wurden und wenngleich der letzte und einzige Vergleich im Jahre 2014 mit einem 7:2 für den »Moggel« endete (Testspiel). Seit drei Spielen gab es keinen Sieg mehr (0:1:2, 4:10).

FC
Busenbach

FC
Spöck
Die Torfabrik um FCB-Attacken-Anführer App ist mit 38 Buden das Beste, was die Kreisliga besitzt. Die beteiligte sich maßgeblich an 63 Torbeteiligungen (ø 5,73), was allerdings hier auf der Albhöhe nur zu 7 Duppen reichte. Vorne Großindustrie, daheim eher ein Handwerksbetrieb mit Kurzarbeit. Nach einem üppigen 5:2 gegen Schöllbronn fehlt der »Wurschd« ein Strich zu den vier Zweiten. Gewinnt der Sechste (20) sein erstes Heimspiel nach einem Dupfen aus drei Kicks auf heimischem »Unglücks-Klee«, dann sind die Waldbronner im Boot. Der FC Spöck (11.) könnte die Lösung sein. Der unterlag am Wochenende mit 0:3 gegen Grünwettersbach und hängt mit 6 Punkten Vorsprung auf den Vorletzten als Verfechter der Egalität im Niemandsland rum (11). Sportlich weder Fisch noch Fleisch - eher die eingeschweißte Scheibe Oststadt-Analogkäse dazwischen. Ebenso unscheinbar ist die gemeinsame Vergangenheit, die mit einem 1:0:1 und einem 3:3 null Aussagekraft besitzt. Der Trend in der einzigen gemeinsamen Saison 08/09 - ein 2:1 des jeweiligen Heim-Teams. Damals herrschte noch Ordnung im Revier.

ASC
Grünwettersbach

FV 1936
Leopoldshafen
Ein Trainerwechsel mit großem Effekt. Grünwettersbach feiert mit dem 3:0 gegen den FC Spöck das zweite Spiel ohne Gegentreffer (6:0) und rutscht fortan in den Plus-Bereich des Torverhältnisses (+2), wenngleich man unter jenen Gesellen der Schwächste sein mag. Dennoch trennen die Tannweg-Jungs weiter 7 Punkte vom Resultat des vergangenen Jahres (21). Der neue Besen kehrt offenbar gründlich - nur die Altlasten passen noch nicht ganz unter den Teppich. Jetzt kommt es zum Duell des heimischen Zehnten gegen den Achten (17) aus Leopoldshafen, dem es nach schwachem Start gelungen ist, das Gefährt auf die Fahrbahn zurückzulotsen. Nach drei Siegen in Serie (7:2) schreibt man 2 Punkte plus zum letzten Jahr in der Höfleiner Straße (17/15). Mit wenig Unterhaltung (31 Torbeteiligungen, ø 2,82) viel Ertrag. Das 4:1 gegen den TV Spöck rief den Arzt auf den Plan. Ein solcher Gemütsausbruch des »Schröckers« entspricht nicht dem gegenwärtigen Verhalten der Eifler-Entourage. Viermal spielten diese Teams in den letzten zwei Jahren gegeneinander und immer entschied das jeweilige Heimteam die Geschichte für sich (2:1, 1:2, 3:1, 0:3). Franziska Vögele wird das Duell zwischen dem »Phönix« und dem Vogelpark leiten. »Lasst die Gefiederkunde beginnen!«

TV 1896
Spöck

FC Viktoria
Berghausen
Selten haben wir eine derart erfolglose TV-Equipe erleben dürfen. Der TV Spöck ist mit 19 Punkten Siebter, nach sechs Spielen ohne Sieg (0:3:3, 9:19). Die schwächste Platzierung seit dem letzten Spieltag der Saison 23/24 (10.) und 11 Punkte weniger als vor zwölf Monaten. Dafür sind die »Esel« das fairste Getier im Zirkus Kreisliga (13/0/0). Sportlich lahmt der Vierbeiner, aber wenigstens tritt er niemandem auf die Füße. Kommt die sportliche Kehrtwende gegen den FC Viktoria Berghausen? Mit einem Sieg spielen die Hausherren wieder intensiv um Platz zwei mit. Das macht auch der FC aus Pfinztal, der zu jener 21-Punkte-Gruppe gehört, die den 2.Tabellenplatz umgarnt. Das einzige Team im Einsatz ohne Unentschieden wurde schon dreimal mit einer roten Karte bestraft. Die Viktoria kennt offenbar nur zwei Gemütszustände - Siegesrausch oder Tollwut. Nach einem verhaltenen Saisonbeginn gab es zuletzt fünf Drillinge in Serie (14:3). Das Formbarometer dokumentiert einen »Berghasen« als Begünstigten. Die Historie sieht den »Hufer« vorne (8:4:7, 30:25). Das Spiel im letzten Jahr eindeutig den Zuschauer. Der Häusling holte einen 0:3-, 1:4- und 3:5-Rückstand auf und erwirtschaftete am Ende einen Punkt (5:5). Herzkranken wird empfohlen, nur einen Teil des Spieles anzuschauen.