Kreisliga Karlsruhe • Sonntag, 11.10.26
Aufsteiger-Treffen im Wildpark

ATSV
Kleinsteinbach

FC Germania
Neureut
Zwei Truppen, die sich im laufenden Verfahren schwertun. Kleinsteinbach fehlen 7 Duppen zur letzten Saison; den Germanen sogar 12 Zähler. Krisengespräch im Schatten der Schnellstraße - zwei Schuldner vergleichen ihre Mahnungen und jeder hält den anderen für kreditwürdig. Nur 3 Punkte Unterschied - nur 3 Punkte Diskrepanz des ATSV zum Abstieg in die A-Klasse nach drei Pleiten hintereinander (2:9). Der Zwölfte braucht im kommenden Heimspiel unbedingt ein Erfolgserlebnis. Die Neureuter sind neben dem Vorletzten im sportlichen Bereich Letzter im disziplinarischen Spektrum (24/3/1). Unterzahl kann im Abstiegskampf nicht als Lösung dienen. Der Pokalsieger 2026 mit einem Strich aus den letzten vier Spielen (4:14). Was stimmt mit der Mayer-Meute nicht? Der Pokal steht noch im Schrank, die Gebrauchsanweisung fürs Gewinnen wurde offenbar mit der Verpackung entsorgt. Mit einem 5:0 im März düpierte der »Spundi« den »Rotmantel« - der siebte Neureuter Drilling gegen Kleinsteinbach (3:0:7, 13:23).

FVgg 06
Weingarten

FV 1936
Leopoldshafen
Drei Siege in Serie (17:3) mit einem gigantischen Torverhältnis - da stellt sich die Frage, warum der Fünfte satte 6 Punkte vom Gipfel entfernt ist. Die Frage ist damit beantwortet, dass die »Klemmbeitel« dreimal ihrem Namen alle Ehre machten und schlichtweg klemmten (Unentschieden) - sechs Punkte beim Teilen verloren, da hätte selbst eine Scheidung mehr Restvermögen übrig gelassen. Leopoldshafen ist ja bekanntlich der einstige Pokalgegner im Endspiel 2025, das die Nullsechser nutzten, um den einzigen Erfolg der Neuzeit zu feiern. Nach dem 7:1 über den FC Germania Neureut bilanziert die beste Offensive (28) mit den meisten Torbeteiligungen (41, ø 5,13) drei Dreier in einer Reihe (17:3). Davon kann der »Leo« aktuell nur träumen. Immerhin verlor man drei Mal nicht (1:2:0, 4:2) und belegt mit 8 Punkten den 9.Tabellenplatz. Im Gegensatz zum kommenden Kontrahenten ist der »Schröcker« das Team mit dem wenigsten Entertainment-Vorkommen (17 Torbeteiligungen, ø 2,43) - wer hier vor Langeweile ins Gras beißt, wird vom Platzwart zum Weiterkauen geschickt.

FC
Busenbach

FSSV
Karlsruhe
Drei Duppen trennen den Dritten, Busenbach, vom Zweiten, FSSV Karlsruhe. Keines dieser beiden Teams hätten wir dort droben erwartet. Beim FSSV wartet man eigentlich seit Beginn der Saison darauf, dass die Gelbroten irgendwann schwermütig werden und ihrem hohen Tempo Tribut zollen. Doch die »Ring-Rambos« ringen einen nach dem anderen nieder und sind mittlerweile seit achtzehn Spielen ungeschlagen (16:2:0, 58:18). Man kann sagen: »Der Zug hat keine Bremsen« und befindet sich auf dem Weg nach Waldbronn. Fahrkartenkontrolle zwecklos. Busenbach spielt im Gegensatz zur vergangenen Saison stabil und konstant. Auch Kleinsteinbach konnte dem Dritten (16) nichts anhaben (3:1). Jetzt heißt es: Spitze oder Spitzwegerich. Können die »Griewe« ihr Heimspiel gewinnen, ist auf einmal alles drin - vom Gipfelsturm bis zur plötzlich auftretenden Höhenkrankheit. Kurioserweise hatten die Rotschwarzen vor zwölf Monaten sogar einen Punkt weniger unter der Kandare (15) und standen trotzdem auf dem 1.Tabellenplatz. Andere Saison, andere Sitten - oder die Tabelle hatte damals einfach noch andere Öffnungszeiten.

ASC
Grünwettersbach

FV Fortuna
Kirchfeld
Mit einem 6:0 gegen den letzten Vizemeister (TV Spöck) gewonnen … ein Ausrufezeichen an all die Konkurrenten in der Kreisliga. Das siebte Spiel hintereinander ohne einen Punktverlust (24:3) für den einstigen Verbandsligisten. »Was schließen wir daraus?« Fortuna hat sich die Rückkehr in die Landesliga auf die Fahne geschrieben und nach aktuellem Ermessen wird der Primus eine gewichtige Rolle einnehmen. Hinten dicht wie ein Maulwurfarsch (3) und vorne scharf wie ein Zuchtbulle auf Klassenfahrt. Da sollte vom Vorhaben des ASC Grünwettersbach (13.,6) nicht viel übrig bleiben. Die »Fernmelder« sollten bei 2 Duppen Distanz zu einem Abstiegsplatz unbedingt etwas verbuchen. Zwei Pleiten (2:6) brachten die Tannweg-Buben in die Bredouille. Doch wer einen kurzen Rüssel hat, sollte nicht mit Elefanten aus demselben Trog um die Wette trinken. Oder anders gesagt: Wer gegen Godzilla zum Armdrücken antritt, sollte vorher wenigstens die Ärmel hochkrempeln. Klarer Zweier für die Grünweißen … alles andere wäre Satire.

TV 1896
Spöck

ATSV
Mutschelbach
Eine 0:6-Niederlage für den Abonnements-Tabellenführer der Kreisliga? Das hat’s in dieser Form noch nicht gegeben. Die Turner aus Spöck - »out of order« im Frühherbst des Jahres 26. Zwei Pleiten und 1:8 Tore aus den letzten beiden Spielen. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Bravsten (6/0/0) stehen mit 16 Punkten auf dem 4.Tabellenplatz und analysieren dato 2 Punkte minus zum letzten Jahr. Der Lack hat Kratzer, der Motor stottert und selbst der Wackeldackel schaut besorgt. Mutschelbach zerlegte am letzten Spieltag einen desolaten FV Malsch in Einzelteile (9:0). Sind die »Waldenser« wieder auf dem richtigen Pfad oder waren die Gelbschwarzen einfach nur unterirdisch schwach? Das werden wir am kommenden Spieltag sehen. Gewinnen die »Mutschis«, dann wäre man punktgleich mit dem Turner und man schriebe den dritten Einsatz ohne Punktverlust (2:0:0, 10:0). Zwei der vier Messen zwischen den Teams endeten unentschieden (1:2:1, 6:5). Zwölf Jahre wartete man am Steinbückelweg auf die Neu-Erscheinung der Karlsbader. Damals holte sich der Gast den Dreier (1:2).

FC
Spöck

Karlsruher
SC 3
Mit dem Sieg gegen den TSV Schöllbronn (3:1) durften die Neulinge aus dem Wildpark fünf Plätze steigen. Ein immenser Schritt, der mit einem Sieg beim schwachen FC Spöck noch größer werden könnte. Zuvor verlor der KSC viermal in Serie (4:12). Nach dem Paukenschlag im Albtal ist der Achte die beste Mannschaft - mit einem negativen Torverhältnis (-5). Klingt ungefähr so gesund wie ein Diätplan mit täglicher Schwarzwälder Kirschtorte. Die Hausherren wurden am Wochenende von der FVgg Weingarten malträtiert (1:7). Der Zehnte (7) misst nur noch 3 Punkte zum Abstiegsplatz - die Situation wird ernst. Jetzt müsste beim FC die Reaktion kommen - das Team sollte schauen, wo sich das Testosteron versteckt hat. Vielleicht liegt es noch zwischen Weingarten und der Kabinentür. Im vorletzten Jahr, als der »Esel« noch potent durch die A-Liga galoppierte, kam es zu 180 Minuten gegen den KSC 3, die der FCS mit zweimal zwei Treffern (2:0, 2:2) und 4 Tupfen in den Almanach eintrug. Damals hatte das Grautier noch Zug auf der Lende - derzeit hängt der Sattel etwas tiefer.