Kreisliga Karlsruhe • Sonntag, 20.09.26
Spitzenspiel auf der Albhöhe

ATSV
Mutschelbach

FVgg 06
Weingarten
Nach dem 1:2 gegen Kirchfeld bleibt in Weingarten die Erkenntnis, dass es wohl das Mittelmaß bleiben wird. Der ganz große Turnaround hängt fest - seit vier Spielen haben die Rizzo-Männer keinen Sieg mehr geholt (0:3:1, 8:9) und das letzte Spiel ohne Gegentreffer entstand vor über fünf Monaten. Zwischen Ostern und Oktober … das kenne ich nur vom Reifen wechseln. Die Könige der gelben Kartonagen (16) müssen ausgerechnet jetzt gegen den ATSV Mutschelbach ran; was die Lage am Lärchenweg nochmals spannender werden lassen könnte. Doch der Gastgeber aus dem Waldenser-Land hat bewiesen, dass man sehr wohl schlagbar ist. Vor der Spielpause unterlag der Fünfte (7) dem Kellerkind aus Neureut mit 1:2. Robin-Hood-Syndrom beim ATSV? Vor über zehn Jahren (2013/2014) traf man letztmals und einzig aufeinander. In beiden Fällen standen drei Treffer und 17,7 Kilometer zwischen den Clubs (4:1, 3:0). Die Entfernung blieb …

FV Fortuna
Kirchfeld

Karlsruher
SC 3
Die erste Heim-Niederlage nach 25 Spielen (20:5:0, 107:31); die zweite Pleite in Serie (2:5 vs. FSSV Karlsruhe) und neun Gegentreffer in 180 Minuten. Harakiri beim erfolgsverwöhnten FanProjekt aus dem Wildpark? Der Zehnte (6), vogelwild und mit 27 Torbeteiligungen (ø 5,4) aktuell umtriebig wie eine gesellige Ehefrau. Jetzt sollte die Stoltz-Garde wieder ein defensives Konzept an den Tag legen, denn Situation und Gegner verlangen eine Veränderung des aktuellen Tuns. Kirchfeld ist nämlich der tatsächliche Klassen-Primus (2.,12) der Staffel. Ein Punkt und ein Spiel fehlen der besten Defensive (2) auf den Tabellenführer. Die »Siedler« mauern derart konsequent, Trump würde nach dem Bauleiter fragen. Der fünfte Drilling hintereinander (11:2) würde unmissverständlich klarstellen, für was die »Siedler« trainieren. Der junge Joel Capilli wird schauen, inwieweit die Formationen ihre Hausaufgaben erledigt haben.

FSSV
Karlsruhe

FV 1910
Malsch
Die Bürck-Buben aus dem Hardtwald sind exakt das, was die Malscher derzeit nicht sind. Der »Storch« flattert dermaßen zielsicher der A-Klasse entgegen, dass ihm die Augen tränen. Zuletzt wurden die Buben vom FC Busenbach mit einem 1:9 geschröpft … unglaublich, aber wahr. Ein Punkt aus den letzten fünf Saisonspielen (4:16) und Tabellen-Letzter (15.). Leichtes Spiel für die Heimmannschaft? Wohl eher nicht, denn die einen befinden sich leicht über dem Limit; die anderen wohl darunter. Doch schon jetzt ist klar - der FSSV Karlsruhe (4.,10) spielt einen überragenden Part. Fünfzehn Kicks ohne Niederlage (13:2:0, 53:16); garniert mit einem 5:2 über den Lokalmatador Karlsruher SC 3. Selbst Obelix würde bei dieser Serie fragen, was im Zaubertrank war. Wer also die Gelbroten einfangen möchte, der benötigt den Jagdtrieb eines Dackels und den Zugriff eines Oktopus. Wir reden hier aber von einem »Storch«. Und der bringt derzeit eher Gegentreffer zur Welt.

FC
Busenbach

TV 1896
Spöck
Mehr Treffer hat der TV erzielt (19, ø 3,8) - doch Busenbach erweist sich mit kräftigeren Schlagzahlen (18, ø 4,5), da die Waldbronner bekanntlich ein Spiel weniger absolviert haben und somit der Abstand von 3 Punkten auf den kommenden Gegner - Spitzenreiter - zu erklären ist. Der FCB befindet sich in einer luxuriösen Ausgangslage, denn nach dem überragenden 9:1 über den FV Malsch sind es bereits 10 Punkte aus den letzten vier Spielen (18:6). Das Sturm-Duo App/Maier kommt auf 13 Buden und der 3.Tabellenplatz ist die Heimat der »Würschd«. Auf der anderen Seite steht der Abonnements-Tabellenführer aus Spöck, der in den letzten Jahren öfter das Gipfelkreuz fand als Bibi Blocksberg ihren Besen. Die fairste Riege (3/0/0) im Rund hat bei einem Punkt Vorsprung aber auch ein Spiel mehr absolviert als der direkte Verfolger aus Kirchfeld. Der Schlendrian darf quasi nicht einkehren. Die Historie spricht für den »Esel« (2:1:6, 14:23); der letzte Kick hier auf der Albhöhe ebenfalls (2025, 2:5). Doch anno 2022 brillierte hier der Hausherr und gewann 4:1 an einem 10.Spieltag der Kreisliga.

ASC
Grünwettersbach

ATSV
Kleinsteinbach
Sollte der ASC im kommenden Spiel auf die Mütze bekommen, dann bezieht das berühmte Keller-Gespenst am Tannweg ein Quartier. Mietvertrag liegt bereit - Staffelmiete inklusive. Doch mit dem ATSV kommt ein Gegner, den der Zwölfte (3) in guter Erinnerung hat. Holte man im letzten Jahr nicht 6 Punkte gegen die »Rotmäntel« (2:0, 5:2)? Man muss allerdings erwähnen, dass Philipoff, der für vier der sieben Kisten verantwortlich war, nicht mehr da ist. Der Joker ist weg - und Gotham muss plötzlich selbst aufräumen. Kleinsteinbach konnte sich am letzten Wochenende mit einem 3:1 über Leopoldshafen Luft verschaffen. Zuvor sorgten zwei Pleiten in Serie (3:12) für dickere Luft als die Vehikel, die die nebenstehende B10 frequentieren. Nun liegt die aktuelle Nummer eins des Pfinztals mit 7 Dupfen auf dem 6.Tabellenplatz und kann beruhigt auf Kommendes blicken. Wie ein russisches Sprichwort sagt: »Vertraue, aber prüfe.«

FV 1936
Leopoldshafen

FC Viktoria
Berghausen
September; der »Berghase« ist erwacht und begibt sich auf Beutezug. Wann die »Schröcker« in Gang kommen, ist hingegen fraglich. Bisweilen spielen die Blauen vom Vogelpark einen vogelfreien Part im Kreisliga-Bereich. Elf Torbeteiligungen (ø 2,75) für den lausigsten Sturm (2) im Portfolio. Angriff mit Datenschutz. Sollten die Blauweißen (13.,3) den anstehenden Zwist erneut in den Sand setzen; dann winkt ein Abstiegsplatz für ein Team, das vor zwölf Monaten mit 6 Punkten auf dem 9.Tabellenplatz daheim war. Berghausen startete schwach und konnte in den vergangenen beiden Spielen Siege einfahren. Der Neunte (6) bestach schon im letzten Jahr mit Startschwierigkeiten. Nach dem 2:1 über den FC Spöck geht’s gegen den »Leo«, gegen den man drei der sechs Gegeneinander unbeantwortet ließ (1:3:2, 7:11). Beim letzten Besuch war es Kevin Leger, der das Heimteam zum ersten Sieg in diesem Vergleich ballerte.

FC
Spöck

FC Germania
Neureut
Wer die Germanen verstehen will, der muss erklären können, warum mittwochs keine Giraffen rückwärts durch Waschanlagen laufen dürfen. Nach einem überragenden 2:1-Sieg über den Favoriten aus Mutschelbach blamierte sich der amtierende Pokalsieger mit einem 0:6 gegen den TSV Schöllbronn. Die schlechteste Defensive (17) ist zugleich Letzter der Fairness (15/2/1) und Vierzehnter in sportlichen Belangen (3). Hier scheinen einige Dichtringe in die Jahre gekommen zu sein. Neureut ist momentan eine Mischung aus Mad Max und TÜV-Termin. Ob sich der FC Spöck als die Lösung des Neureuter Problems präsentieren wird, ist fraglich. Die haben nur einen Duppen mehr auf der Kante (4) und liegen nach zwei Pleiten (1:3) auf dem 11.Tabellenplatz brach. Beim letzten Mal trennte man sich mit einem 1:1 in der Spechaastraße (2024). Ein Jahr zuvor lieferte man sich hier ein Pokalspektakel (6:5). Aber es gab auch Sieger bei diesem Duell … viermal die Haus-Gemeinde; zweimal der Gast (4:2:2, 21:14) bei ø 4,37 Treffern im Schnitt.