Kreisliga Karlsruhe • Sonntag, 23.08.26
Aufsteiger empfängt Absteiger

ATSV
Kleinsteinbach

TSV
Schöllbronn
Wenn wir derzeit ein Haar in der Schöllbronner Suppe finden wollen, dann in zwei Reisen ohne Punkt (1:5). Ansonsten ist das, was der »Moggel« in den letzten Wochen ablieferte - stark. Nach einem 4:2 über den FC Spöck sind es 10 Punkte aus vier Spielen (13:6) - lediglich drei davon können wir auf das aktuelle Saison-Konto buchen. Wenn wir ein Manko beim »Rotmantel« finden möchten, dann sind es die Heimspiele. Vier Pleiten in Serie (3:13) hier an der B10. Heimvorteil ist dort aktuell ungefähr so glaubwürdig wie Donald Trump bei einer Pressekonferenz. Der Auftakt beim FV Malsch konnte sich hingegen sehen lassen (1:1), und die Heimserie sind Altlasten aus dem letzten Semester. Neue Runde, neue Kunde … Fünf Mal durfte der ATSV die Gäste bezwingen, ein Dutzend Mal nicht (5:3:9, 30:54). Im letzten Jahr fassten die Pfinztaler zehn Hütten in 180 Minuten (1:5, 2:5). Betreutes Durchwinken mit kommunaler Öffnungszeit. »Schölle« ist guter Dinge … dass man diese Serie ausbauen kann. Optimismus ist schließlich, wenn man beim Fallschirmsprung den Rucksack vergisst und sich über den Rückenwind freut.

FVgg 06
Weingarten

TV 1896
Spöck
Gegen diesen KSC 3, gegen den der TV Spöck am 1.Spieltag 3:2 gewinnen konnte, flog die FVgg Weingarten mit Pauken und Trompeten aus dem Pokal raus (0:3). Jetzt kommt’s zum direkten Vergleich, und ein Sieg könnte hüben wie drüben für Wohlbefinden sorgen. Weingarten hat im zweiten Teil der letzten Saison einen immensen Anstieg der Form vernommen. Die aktuellen Resultate lassen allerdings vermuten, dass die Wogen geglättet sind und das Hoch leidet. Der Höhenflug hat derzeit Triebwerksprobleme und bleibt vorerst auf dem Boden. Dennoch sind drei Heimsiege in Serie (14:3) ein Zeichen, dass der Lärchenweg eine kleine Festung ist, die selbst einem »Esel« den Huf verbiegen kann. Spöck startete mit einem Drilling in die Runde und summiert fünf Spiele ohne Punktverlust (18:6). Siebeneinhalb Treffer kredenzten beide Formationen im letzten Jahr pro Spiel (4:3, 2:6) - da hatte die Defensive ungefähr so viel Mitspracherecht wie das Hähnchen in der Gockelburg. Fast vier (ø 3,96) waren es im Laufe von 31 Begegnungen, die das Leben die beiden Elfen zusammenführte (6:6:17, 51:72). Deutlich vorne - der Turner aus Stutensee. Ausbau oder Abbau? Vielleicht schielen die Blaugelben im laufenden Semester auf Platz eins …

FC Germania
Neureut

FC
Busenbach
Wer kommt besser in die Saison? Während Busenbach am letzten Wochenende noch chillte, musste der amtierende Pokalsieger aus Neureut eine böse Klatsche beim Neuling FSSV Karlsruhe (0:3) hinnehmen. Der letztjährige »Belzebub« der Kreisliga (Fairness-Letzter) zeigte zuletzt eine Verfassung, die Luft nach oben zulässt. Anscheinend will man die aber nicht so recht nutzen am Schulberg. So viel Hohlraum kennt man sonst nur aus deutschen Rentenprognosen. Busenbach wird am kommenden Spieltag zum ersten Mal tanzen. Die letzten drei Reisen gingen allesamt an die jeweiligen Heimmannschaften (3:13), und die Form, die das »Würschdl« im zweiten Saisonteil ablieferte, gehört ins SOS-Kinderdorf. Der fünffache Primus der vergangenen Runde will mit einem Sommerputz den »Spundenfresser« eindrehen, was ihnen letztmals im Pokal 2024 gelang (2:4) mit zwei App-Hütten. Roßmann (2) und Kidane konnten in der letzten Session die Punkte im Norden festmachen (3:1). Die Bilanz führt jedoch Waldbronn an (3:4:6, 21:26). Statistik ist eben wie Unterwäsche im Swingerclub - interessant, aber spätestens beim Anpfiff interessiert sich keine Sau mehr dafür.

FC Viktoria
Berghausen

FSSV
Karlsruhe
Bis zur letzten Woche sahen wir in Berghausen einen der Topfavoriten für den Gang in die Landesliga. Doch dann kam Spieltag eins und die Ernüchterung im »Hasen-Kostüm«. Mit einem 0:4 kehrten die Viktorianer aus der Kirchfeld-Siedlung heim. Gar nicht so überraschend, denn auswärts sind die Pfinztaler so erfolgreich wie ein russischer Panzer beim TÜV. Es war bereits das fünfte Gastspiel ohne Gastgeschenk (0:1:4, 4:11). Im kommenden Heimspiel stehen die Rotschwarzen gewaltig unter Druck, denn eine zweite Niederlage käme einem Mega-Fehlstart gleich. Die Gäste haben sich überraschend deutlich gegen den FC Germania Neureut durchgesetzt (3:0). Damit sind die Bürck-Buben mittlerweile elf Spiele ungeschlagen (11:1:0, 42:9). Diese Serie klebt mittlerweile hartnäckiger als ein nordkoreanischer Präsident am Amtssessel. Fritz Kratzert wird die Begegnung, die zum ersten Mal im Programmheft erscheint, am 2. Spieltag pfeifen.

FC
Spöck

ATSV
Mutschelbach
Der erste Tabellenführer der jungen Saison kommt zum Novizen nach Spöck. Ein 5:0 gegen den FV Leopoldshafen - kein Resultat, das man so tippen würde. Ziemlich imposant, der »Schmierbrenner« aus der Waldenserstraße, der sich das erste Sternchen der Runde einholte. Jetzt geht’s nach Stutensee und damit in die Ferne, gleichzeitig die Achillesferse der Blauroten. Zehn Reisen ohne Sieg (0:3:7, 9:27) … kein Kandidat für »Goodbye Deutschland«. Die Spöcker verloren beim TSV Schöllbronn 2:4 und starteten suboptimal in die neue Aufgabe. Neun Jahre ist der letzte Besuch her, der damals deutlich an den ATSV ging (0:4). Damals war die Landesliga die Heimat der Widersacher. Neun Jahre - dazwischen lagen Corona, drei Bundeskanzler und ungefähr 48 angekündigte deutsche Wirtschaftswenden. Führt das sechste Duell zur ersten Teilung (2:0:3, 9:10)? Ein Torfestival ist bei einem Schnitt von ø 3,8 Hütten pro Treff nicht zu erwarten.

Karlsruher
SC 3

FV 1910
Malsch
Nach 23 Heimspielen ohne Niederlage (18:5:0, 101:27) darf die Dritte des KSC ihr erstes Heimspiel in der Kreisliga ausführen. Der Premiere-Gast ist ein alteingesessener Kreisligist aus Malsch. Zu Hause ist der KSC mittlerweile schwerer zu knacken als Putins Badezimmertür während eines Staatsbesuchs. Das Wildpark-Fanprojekt musste im ersten Spiel der neuen Saison eine 2:3-Niederlage gegen den Vizemeister aus Spöck hinnehmen. Sicher nicht geplant, aber keinesfalls ein Beinbruch, wenn der kommende Zwist gewonnen wird. Die »Mälscher« kamen am ersten Spieltag nicht über ein 1:1 gegen Kleinsteinbach hinaus. »Teilerfolg«, könnte man sagen, nachdem die letzte Saison eine der schwächsten der letzten Jahre war. Da wirkt ein Punkt bereits wie Kaviar auf der Autobahnraststätte. Das erste Duell zwischen Blauweiß und Schwarzgelb.