Kreisklasse C2 Karlsruhe • Sonntag, 18.10.26
»Eisenbahnler« am Bahnhof

SG
Nordweststadt 2

FC Espanol
Karlsruhe 2
Eine feierliche Laternen-Übergabe konnte am letzten Spieltag die SpG Nordweststadt 2 in die Wege leiten. Der Letzte gewann beim Vorletzten, ESG Frankonia Karlsruhe 2, mit 3:2 und ließ den Leuchtkörper gleich beim »Eisenbahner« an der Allee. Kurze Amtswege, wie man es in Deutschland nicht kennt. Sieben Niederlagen in Serie (4:37) und zehn Null-Reisen (5:47) konnten mit einem Einsatz beendet werden. Die Hälfte aller Saisontore in den letzten neunzig Minuten … ein Trend oder ein kurzes Wetterleuchten? Vielleicht hat man auch nur versehentlich den Notausgang aus dem sportlichen Krematorium gefunden. Die Gäste kommen als Neunter (8) und nennen sich momentan beste Mannschaft der Truppen mit einem Minus in der Differenz (-4) und schwächstes Maß der Teams im einstelligen Tabellenbereich. Ein 3:3 gegen Rüppurr 3 … kein Resultat, mit dem man prahlen kann. Dennoch ist man drei Spiele ungeschlagen (1:2:0, 8:5). Eine Serie mit dem Temperament eines Beamten kurz vor der Pensionierung - Hauptsache, niemand kündigt. Vor wenigen Wochen, im August, gewannen die Rotgelben beim »FC West« 4:1.

SG
Rüppurr 3

ASV
Hagsfeld 2
Letztes Jahr feierten die Hagsfelder zwei Siege gegen den »Rieberger« (1:3, 0:4). Die bisher einzigen beiden Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften, die aktuell fünf Plätze und sechs Punkte trennen. Die Gäste mussten am vergangenen Wochenende eine herbe Klatsche gegen FT Forchheim 2 hinnehmen. Ein 2:7 - das zweite Spiel ohne einen Sieg (0:1:1, 2:7). Kommen die »Hasepelz« über den Brunnenstückweg zurück in die Erfolgsspur oder wird die Fahrt ins Nichts fortgeführt? Nach dem Spiel wissen wir mehr … Rüppurr 3 holte ein beachtliches 3:3 gegen den FC Español Karlsruhe 2. Ein Gegentrend zum kommenden Gast lässt sich ableiten. Beim »Rahmbeutel« sind es 4 Dupfen aus zwei Spielen (6:4). Man könnte meinen; Trend-hoch-David und Trend-runter-Goliath könnten sich auf Augenhöhe treffen. Die biblische Steinschleuder liegt bereit - nur sollte David diesmal nicht vergessen, dass Goliath trotz seiner jüngsten Kopfschmerzen noch immer der größere Brocken ist.

FT
Forchheim 2

PS
Karlsruhe 3
Das hat gesessen. Da vermöbelt die dritte »indianische Post-Infanterie« ihren Nachbarn, Südstern 2, mit einem hammerharten 6:1 an einem Freitagabend und lässt den Dammerstock erzittern. Zehn Zähler aus vier Spielen (21:5) - Fußballboom bei der »Rothaut«. Die Friedenspfeife wurde offenbar gegen eine Panzerfaust eingetauscht. Doch jetzt muss der federgeschmückte Geselle einen Ausritt ans Dammfeld über sich ergehen lassen. Kann der Vierte in der Ferne? Sieben von 10 Strichen endeten in Treffen innerhalb des eigenen Reservats. Außerhalb der Stammesgrenzen verliert der Kriegstanz bislang erheblich an Wirkung. Die Turner landeten zuletzt ebenfalls einen Kantersieg gegen den ASV Hagsfeld 2 (7:2). Überraschend, weil man zuvor dreimal hintereinander unterlag (4:10). Sechs der 9 Dupfen konnten die »Freien« auf der heimischen Wiese eintüten. Es riecht nach einem Sieg der Dammfeld-Hausherren. Das erste Treffen zwischen »Grießer« und »Postler« wird Tim Vogel in die Wege leiten. Zwei frisch entfesselte Offensiven im Kampf um Winterspeck.

FC Südstern
Karlsruhe 2

Bulacher
SC 2
Nach dem Derby-Debakel gegen den »indianischen« Nachbarn, PS Karlsruhe 3 (1:6), haben die »Sterne« eine Chance, sich zu rehabilitieren. Der Fünfte liegt nämlich seit drei Spielen im Jammertal (0:1:2, 2:8) und sucht den Weg nach draußen. Der faire »Stachler« (2/0/0) hegt Hoffnung im Hausherrn-Dasein. Die letzten beiden Spiele in der Lotte-Siebler-Anlage endeten mit Drillingen (11:2). Die »Schlofer« vom Lohwiesenweg präsentierten sich zuletzt hellwach. Dem Dritten wurden bisweilen 13 Punkte zuteil. Fünf Punkte und ein Spiel weniger als Spitzenreiter Neuburgweier 2 - am Weiherwald könnten grünrote Probanden von einem Doppelaufstieg träumen. Ein ambitionierter Weckruf für die »Schlofer«. Kommen die Gäste zum sechsten Einsatz ohne Niederlage (4:1:0, 18:8) oder gar zum fünften Sieg aus den letzten fünf Spielen oder wird der FCS von 1906 den vierten Sieg im vierten Spiel gegen den BSC 2 feiern (2:1, 7:1, 4:0)? Letztes Jahr gab’s Saures für den Gast … Sauer mit einem Doppelpack, nachdem Bickel zwischenzeitlich egalisiert hatte. Für die »Schlofer« war das bislang eine Begegnung mit dem persönlichen Sandmännchen - nur dass ihnen der Südstern statt Schlafsand regelmäßig Gegentore in die Augen streute.

Karlsruher
FV 2

FV Sportfreunde
Forchheim 3
Das Enfant terrible der C2 verteilt (13 Verwarnungen, ein Verweis) und teilt (3 Unentschieden) gerne. Am kommenden Spieltag darf man eventuell wieder beides. Der punktgleiche Tabellennachbar (9) schlägt im Joachim-Kurzaj-Weg auf. Die Hausherren bekennen sich zum Geiz bei gerade einmal ø 2,5 Torbeteiligungen pro Spiel. Nach vier Messen ohne Sieg (0:3:1, 3:4) und 189 torlosen Minuten im neuen Heim würde ein Erfolg für Abwechslung im Lager sorgen. Die »Sportis«, C-Klassen-Meister 2009 und 2015, stehen als einmaliger Spitzenreiter derzeit auf einem eher bescheidenen 8.Tabellenplatz. Die schlechteste Plus-Genossenschaft (+3) konnte sich an 35 Treffern beteiligen (ø 5,83) und genießt den Ruf, ein geselliger Spielpartner zu sein. Ein Gastgeber, der seine Gäste nicht nur bewirtet, sondern gelegentlich auch die eigene Einrichtung zum Mitnehmen anbietet. Doch was passiert, wenn Spaßbremse mit mangelndem Benehmen auf Hitzeblitz mit großer Ahnentafel trifft? Routinier Günter Kirchenbauer bringt die nötige Erfahrung mit. Am Ende könnte es so enden wie in der Saison 23/24 … der Altmeister erzielt ein Tor und steht nackig da (1:2, 1:3).

SV Bosna
Karlsruhe

ESG Frankonia
Karlsruhe 2
Wir wollen nicht behaupten, dass sich die bosnische Elf aus Mühlburg grundsätzlich auf Kurs befindet … aber die Gelbblauen konnten bei Spitzenreiter Neuburgweier 2 einen 2:1-Sieg landen. Mit 15 Tupfen und einem Abstand von 3 Zählern zum Ersten, bei einem Spiel weniger, ist der Weg der Paglialonga-Patrouille aktuell kein falscher. Gegen den »Eisenbahner« sollte der dritte Sieg in Serie einfliegen (7:4), denn die Frankonen reisen, um Hausmännern Freude zu bereiten. Inzwischen warten die Allee-Zauderer seit 32 Fernspielen auf einen Sieg (0:2:30, 20:115). Eine Auswärtsbilanz, bei der selbst die Deutsche Bahn ihre Pünktlichkeitsstatistik als Erfolgsmodell verkaufen könnte. Der Letzte (13.,3) mit der lausigsten Abwehr (30) unterlag gerade beim vorherigen Letzten, Nordweststadt, mit 2:3. Dass die »Oheimer« am Alten Bahnhof ein Gleis finden … Eher wird Stuttgart 21 am Wochenende fertig und von einem Politiker mit Transparenz und Rückgrat eröffnet.