Kreispokal

Neunzig Minuten war früher ...


Was für ein Spiel, was für ein Derby - und was für ein glücklicher Gast, der bereits wimmernd auf den Brettern lag, ehe die Lebensversicherung Müller zur Reanimation schritt und seinem FSSV doch noch das Ticket für die nächste Pokalrunde ausstellte. So schreibt der Pokal seine Geschichten.

Tobin Rößler erzielte nach 77 Minuten den Führungstreffer für den FC und löste grenzenlose Euphorie aus. Der Einzug der Einundzwanziger in die nächste Runde schien nur noch Formsache, denn die Uhr war praktisch abgelaufen. Schiedsrichter Bava zeigte lediglich wenige Minuten Nachspielzeit an. Auf der Heimbank hielt es längst niemanden mehr auf seinem Platz. Doch dann kam die zweite Minute der Nachspielzeit – und der »finale Freddi« müllerte zum ersten Mal. Verlängerung. Die Karten waren neu gemischt, und selbst die Würfel verschwanden vorsichtshalber wieder im Becher. Vier Minuten vor dem Elfmeterschießen schlug Müller erneut zu und düpierte FC-Keeper Schmiedel ein zweites Mal an diesem prestigeträchtigen Abend.

Ein insgesamt glückliches Weiterkommen für den Kreisliga-Aufsteiger und Kreispokalsieger von 1995. Wieder einmal der Beweis, dass der Schlusspfiff nur ein höflicher Vorschlag ist und ein Kick längst nicht mehr 90 Minuten dauert.



pfoschdeschuss • 29.07.26





,,