Beide Verbandsligisten aus Karlsruhe draußen
Erste Verbandspokalrunde - und wie immer galt die goldene Regel: Im Pokal gelten keine Gesetze. Außer vielleicht das eine: Irgendeiner macht sich garantiert zum Horst. Den Anfang machte Germania Neureut, das gegen die SpVgg FC Heidelsheim mit 0:2 erwartungsgemäß den Kürzeren zog. Keine Sensation, kein Drama, einfach der Favorit, der seinen Job erledigt hat. Deutlich spannender wurde es in Reichenbach. Der FC Nöttingen mühte sich zu einem 2:1-Erfolg und musste mehr arbeiten, als vielen lieb war. Am Ende reicht's - schön war's vermutlich nur für die Nöttinger. Dann kam die erste dicke Watsche des Tages: Fortuna Kirchfeld schickt Knielingen mit 3:1 nach Hause. Während in Kirchfeld vermutlich schon vom DFB-Pokal geträumt wird, dürfte man sich in Knielingen fragen, ob der Pokal vielleicht doch erst nächste Woche beginnt. Auch der SV Langensteinbach ließ in Berghausen nichts anbrennen. Das 4:1 war eine klare Ansage und dürfte den Gastgebern noch eine Weile in den Knochen stecken. Die größte Achterbahnfahrt des Tages lieferte allerdings Östringen. Gegen den favorisierten SV Spielberg drehten die Gastgeber völlig am Rad und gewannen nach Verlängerung 4:3. Sieben Tore, Verlängerung und der Favorit fliegt raus - genau für solche Spiele wurde der Verbandspokal erfunden. Spielberg darf sich derweil fragen, wie man aus einem eigentlich machbaren Los einen freien Sonntag macht.
Der 1.CfR Pforzheim machte es in Mutschelbach deutlich souveräner. Das 4:1 war eine klare Nummer und ließ nie Zweifel daran, wer höher zu Hause ist. Und dann wäre da noch das Durlacher Stadtduell. ASV Durlach gegen die SpVgg Durlach-Aue - allein der Name versprach Zündstoff. Am Ende setzte sich der ASV überraschend mit 3:2 durch und dürfte in den nächsten Wochen bei jedem Bäcker, Metzger und Stammtisch im Stadtteil ein paar Zentimeter größer auftreten. In Durlach-Aue dagegen wird man den Pokal vermutlich erst einmal aus dem Wortschatz streichen.
pfoschdeschuss
• 27.06.26