SpVgg Durlach-Aue
Aufstieg in Mutschelbach

Nach Platz 12 kam zunächst Rang 10, dann folgten die Positionen 2 (Aufstiegsrelegation) und 1 mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die badische Verbandsliga! Kein sozialistischer »Fünf-Jahresplan« war jemals effektiver als das Auemer »Vier-Stufen-Modell«. Spaß beiseite, aber es ging stufenweise aufwärts mit der Spielvereinigung Durlach-Aue in der Landesliga Mittelbaden seit dem Abstieg aus der Verbandsliga im Jahr 2022. Dabei schien die unter Trainer Patric Gondorf erfolgreich eingeleitete Neustrukturierung im Sommer 2025 in Frage gestellt: Vier Leistungsträger (Bailey, Bediako, Geckle, Masurica) waren gegangen, Coach Gondorf aus beruflichen Gründen kurz vor dem Start in die Saisonvorbereitung zurückgetreten. Da war guter Rat teuer und ein Rückschritt schien vorprogrammiert, zumal unter den Neuzugängen keine gestandenen Akteure waren, eher »junge Wilde« wie Daniel Koch, Danyil Slavov und Noah Walenta. Begleitet von einigen skeptischen Stimmen und Blicken bekam Aue-Legende Daniel Kreuzer von Fußballboss Rainer Rittershofer zum zweiten Mal die Verantwortung als Cheftrainer übertragen. Und DK, »The Special One«, lieferte, nahm alle 20 Mann seines Kaders mit ins Boot und erfüllte den Plan über. Angeführt von Kapitän Fabian Gondorf spielte das Team über die ganze Runde 25/26 hinweg begeisternden Offensivfußball, ließ sich auch von einer kurzen Schwächephase im Frühjahr nicht beirren und fuhr mit acht Siegen am Stück im Schlussspurt den Meistertitel ein. Beim 3:2 gegen den ASV Durlach und dem finalen 1:0-Sieg in Mutschelbach wurde es nochmals spannend und sehr knapp. Bis Fabian Gondorfs Weitschusskracher kurz vor Ultimo den Auemer Anhang in der »Edeka Piston Arena« erlöste und den Startschuss zur großen Party im Oberwald einläutete. Momente für immer, egal was kommt! An diese Meisterschaft, die erste seit 2014, werden sich alle Beteiligten wohl für immer erinnern. Mir als langjährigem Auemer Berichterstatter ging nicht nur gestern das Herz auf, wenn er diese Mannschaft spielen sah; mit ihren Sturmassen Daniel Koch und Leon Kupferer, »Maschine« Danyil Slavov, Kapitän »FG8«, Abwehrchef »Becks«, dem »Schwager« Robin Schnürer, Laufmaschine Noah Walenta und den vielen Eigengewächsen wie Keeper Jason Jäger, Alessio Romano, Jemil Ben Hassine, Robin Gireth, Marcel Kolovrat und Ali Dönmez. Und hinter allem steht ein Mann, der im »Puppentheater« Aue stets die Fäden in der Hand und den gesamten Laden zusammenhält: Rainer Rittershofer, Fußballboss und zweiter Vorstand der Spielvereinigung. Sponsor, Funktionär, Zukunftsplaner, Stratege, Alleskümmerer, bisweilen Machtmensch und eiskalter Pokerspieler, dann wieder gutmütiger Zuhörer und Beichtvater. Chapeau und Respekt vor dieser Arbeit und einem irren Pensum, Aue ist sein Leben! Es bleibt ein riesiges Dankeschön - an die gesamte Mannschaft und die Trainer, an Präsi und Chefgriller Andy Reichel, Betreuer Jochen Jung, an alle Fans und Unterstützer, die während der Saison (und besonders gestern in Karlsbad) Flagge zeigten und Farbe bekannten, die Farbe Lila! Mit »Oberfan« Thomas Kies (mit Aue-Schal!) und den jungen Ultras, den Violet Fighters, mit »El Fanato« Dominique Wißmeier, Mandy Jäger, Steffi Schalk und Nachwuchs-Journalist Tim Oehlmann hinter der Kamera und am PC, den Old Boys um »AH-Horst« und vielen anderen. Weiter so - one club, one family!







































SpVgg Durlach-Aue • 02.05.26 (Bericht, Bilder: Wolfgang Schmitt, Dominique Wißmeier