Zehn Experten, eine Frage – und diesmal ist die A1-Klasse dran. Wer darf vom Aufstieg träumen, wer sollte vorsichtshalber schon einmal den Keller ausleuchten? Nach den ersten Saisonwochen ist zumindest eines erkennbar: Daxlanden, die SG Karlsruhe, der Karlsruher SV und der KIT SC genießen in der Runde reichlich Kredit. Ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht.
Den Auftakt machte der »Alleingänger«. Während andere noch mehrere Namen auf ihren Zetteln sammeln, legt er sich beim Meister fest: Siemens beziehungsweise die SG Karlsruhe geht direkt hoch. Um den Relegationsplatz sieht er Daxlanden, den Karlsruher SV und den KIT SC streiten. Unten wird es bei ihm dafür richtig voll. Blankenloch, die SG Ost/Germania Karlsruhe, Friedrichstal und der FC 21 sollen den Abstieg unter sich ausmachen.
Der »Ungläubige« schloss sich dieser Einschätzung weitgehend an, hatte aber vor allem eine Mannschaft im Kopf: Friedrichstal. Dass es den Verein tatsächlich zum vierten Mal hintereinander eine Etage tiefer verschlagen könnte, mag er kaum glauben. Seine Prognose klingt deshalb weniger nach Tipp als nach ungläubigem Blick auf den Fahrstuhlknopf.
Breiter stellte der »Fünferpacker« seine Spitze auf. SG Karlsruhe und Daxlanden sind für ihn die heißesten Aufstiegskandidaten, dahinter sollen Karlsruher SV, KIT SC und Büchig unter den ersten Fünf landen. Im Keller nennt er Friedrichstal, Knielingen, Blankenloch und Eggenstein. Der »Kurzfasser« reduzierte die Angelegenheit anschließend wieder aufs Wesentliche: SG Karlsruhe oder Daxlanden hoch – Friedrichstal, Eggenstein und Blankenloch runter. Fertig ist die Laube. Auch der »Doppeltipper« sieht Siemens und Daxlanden als seine Aufsteiger. Auf der anderen Seite traut er der SG DJK Ost/Germania Karlsruhe, dem FC 21 und möglicherweise Graben eine ziemlich ungemütliche Saison zu.
Der »Vorsichtige« möchte sich ganz vorne nicht auf zwei Mannschaften beschränken. Daxlanden, Karlsruher SV und KIT SC sind für ihn die erste Adresse. Im Abstiegskampf erwartet er dagegen ein größeres Rudel. Interessant dabei: Friedrichstal zählt er ausdrücklich nicht dazu. Während die Kollegen den Traditionsverein teilweise schon wieder mit gepacktem Koffer am Bahnsteig stehen sehen, erwartet er ihn im gesicherten Bereich.
Der »Tabellenleser« vertraut dagegen dem ersten Fingerzeig der Saison. KSV, Daxlanden, SG Karlsruhe und KIT SC machen für ihn den Aufstieg unter sich aus. Und auch unten glaubt er nicht mehr an große Fluchtbewegungen: Friedrichstal, Knielingen und der FC 21 seien dort bereits so tief verstrickt, dass der Weg heraus schwierig werde.
Der »Breitbandtipper« macht die Tür nach oben noch weiter auf. SG Karlsruhe, Daxlanden, KIT SC, Karlsruher SV und Büchig gehören für ihn zum Kreis der Kandidaten. Unten sieht er die SG Ost/Germania Karlsruhe, Friedrichstal und Eggenstein. Damit besitzt Friedrichstal inzwischen fast ein Abonnement auf den Expertenzetteln – nur über die Fahrtrichtung herrscht noch keine hundertprozentige Einigkeit. Der »Anschließer« orientierte sich weitgehend am »Tabellenleser«, schob aber Daxlanden und den Karlsruher SV noch einmal besonders weit nach vorne. Den Schlusspunkt setzte der »Viererblock«. Für ihn spielen Siemens, KIT SC, Daxlanden und der Karlsruher SV um den Aufstieg. Gegen die Kellertür stemmen sich seiner Meinung nach Germania Karlsruhe, Graben, Blankenloch und Friedrichstal.
Unterm Strich hat die Runde ihre Hauptverdächtigen gefunden: Daxlanden ist praktisch überall dabei, die SG Karlsruhe ebenfalls ganz dick im Geschäft. KSV und KIT lauern unmittelbar dahinter. Im Keller fällt ein Name noch deutlicher: Friedrichstal. Fast die komplette Runde erwartet dort Schwierigkeiten – bis auf einen Experten. Sollte Friedrichstal am Ende locker die Klasse halten, wissen wir also bereits, wer im nächsten Sommer das Wort »Fußballsachverstand« etwas größer auf seine Visitenkarte drucken darf.
pfoschdeschuss • 01.09.26