Kreisklasse B2 Karlsruhe • Sonntag, 25.10.26

SG
Daxlanden 2

Bulacher
SC
Der BSC ist weiterhin das Team mit dem besten Punkteschnitt (ø 2,43) und den besten Möglichkeiten auf eine Rückkehr in die A-Klasse nach 17 Jahren. Bei zwei Punkten Abstand zum Ersten und einem Spiel weniger besitzt der Dritte (17) den Joker. Mit einem Sieg im Derby am Jagdgrund könnte die beste Defensive (4) nach dem 6:0 gegen den ASV Durlach 2 den dreizehnten Drilling in den letzten sechzehn Einsätzen einleiten (12:3:0, 46:11). Alles andere wäre ein großer Nackenschlag. Schlechte Prognosen für die Hausherren, die mittlerweile einen Abstiegsplatz erreicht haben (12.,4). Zwei Duppen fehlen dem Remis-Fetischisten (4) zum rettenden Ufer. Fünf Tupfen sind’s bis zum Resultat der letzten Runde, nach aktuell acht Spielen ohne Drilling (0:4:4, 9:17). Die Gastgeber haben sich auf halbe Sachen spezialisiert - eine Leidenschaft, die bei einem Metzger zur Pleite führen könnte. In der vergangenen Saison sorgte Aster mit dem Goldenen (0:1) für den dritten BSC-Erfolg im dritten Derby (0:0:3, 1:6).

FC 1921
Karlsruhe 2

FT
Forchheim
Dem ersten Heimsieg am letzten Samstag (6:2 vs Daxlanden 2) folgte ein 0:3 am Donnerstag gegen den FC Espanol Karlsruhe. Eine bewegte Woche für den Siebten (9) aus dem Hardtwald, der trotzdem zwei Plätze gutmachte. Eine Bilanz, die an einen Börsenspekulanten erinnert, der trotz Kurssturz mit Gewinn nach Hause geht. Der C2-Meister von 2023, Letzter der aktuellen Disziplin-Auswertung (21/1/0), rechnet sich Chancen gegen den Vierten aus Forchheim aus. Der Gast kommt mit einer Hypothek in den Kanalweg. Die »Grießer« verloren das Topspiel auf heimischem Boden gegen den ASV Hagsfeld (1:2) und rutschten drei Plätze ab. Der Balkon wurde geräumt - die Gartenlaube unterhalb der Erhöhung, mit freiem Blick zur Obrigkeit, ist die neue Bleibe (4.). Der Blick auf die letzte Saison zeigt einen steilen Trend. Die Punkte wurden vervierfacht (16/4). Jetzt müssen die Grünroten schauen, was machbar ist. Erich Schneider aus Stupferich wird den ersten Zwist zwischen diesen Parteien pfeifen.

GSK
Karlsruhe

ASV 1902
Durlach 2
Dreizehn Gegentreffer gegen KIT 2 (3:13); dreizehn Gegentreffer gegen den KFV (0:13). Der Gastgeber beteiligte sich an 10 Toren pro Spiel (70). Suboptimal, wenn neun davon Gegentreffer sind (60). Eine Defensive, die den Begriff »Torverhinderung« offenbar für eine verfassungswidrige Einschränkung der gegnerischen Freiheitsrechte hält. Jetzt erwartet das Schlusslicht den ASV Durlach 2 und der freut sich auf einen Dreier am kommenden Spieltag, nachdem die Turmberg-Gruppe gegen den Bulacher SC so richtig unter die Räder kam. Am Ende verloren die »Letschebacher« 0:6 gegen den »Nachtwächter«. Ein Punkt und ein Treffer aus den vergangenen 270 Minuten Fußball (0:1:2, 1:9) - das hört sich nach Seepferdchen und Schwimmring an. Jetzt darf die schwächste Sturmreihe (5), der im Gegensatz zur letzten Saison 4 Punkte fehlen (7,11), Schwimmunterricht an den Saumseen genießen. In der letzten Runde erzielten die ASV-Reserven in 180 Minuten nur einen Treffer mehr als die GSK. Vor dem 2:2 in Durlach sorgte Masic in Rappenwörth für den kleinen Unterschied (0:1).

ASV
Hagsfeld

TV 1900
Mörsch
Zweimal 1:2 in Serie bedeuten ebenfalls 0 Punkte. Die Heimserie der »Schlittich« ist futsch (11:1:0, 45:13) - die »Spanier« kamen, trafen, nahmen und verschwanden (1:2). Ein Raubzug nach kolonialem Vorbild, nur dass diesmal keine Goldschätze, sondern drei Punkte über die Grenze geschafft wurden. Mit der Reise zum aktuellen Tabellenführer (19) wird der Neuling keinen Spaß haben. Die Karten sind verteilt - die »Hasepelz« haben ganz klar die Hosen an. Mit einem 2:1 gegen einen direkten Konkurrenten, FT Forchheim, konnte die Halili-Horde einen Coup landen. Ein Punkt auf den Zweiten; zwei auf den Dritten, der aber eine Rutsche weniger absolviert hat. Es müssen Tupfen sprießen, um hier oben ein Feld abzustecken. Fünf Siege in Serie (15:3) machten diese Option überhaupt erst möglich. Mörsch wird wohl oder übel mit der dritten Niederlage in Serie konfrontiert (2:4). Zwei Kränze zur Relegation … der Elfte (6) muss erwirtschaften - gegen Teams auf Augenhöhe. Murat Dede wird den sechsten Vergleich leiten (3:1:1, 12:4). Den letzten, hier an der Tagweide, begleitete Martin Guthmann, ohne Treffer zu notieren (0:0). Es war ein Spiel der A-Klasse vor elf Jahren (2015).

FC Espanol
Karlsruhe

KIT SC 2010
Karlsruhe 2
Nach zwei Pleiten in Serie (3:6) sorgten die »Iberer« binnen weniger Tage für den Turnaround. Mit einem 2:1 in Mörsch und einem 3:0 über den FC 21 Karlsruhe 2 brachten sich die Rotgelben wieder in den Fokus. Fünfmal standen die Hausherren im aktuellen Saisonverlauf bereits auf dem obersten Stüfchen, ehe ein kleiner Launentanz zu einem Sturz führte. Ein spanischer Thronwechsel ohne Militärputsch - in der Fußballgeschichte eine durchaus bemerkenswerte Form der Machtübergabe. Die beste Sturmreihe (27) finden wir momentan mit 18 Punkten auf dem 2.Tabellenplatz - in Tuchfühlung zum Ersten (19), nach einem Zuwachs von 5 Punkten im Gegensatz zum vergangenen Jahr. KIT 2 (8.) weiß um die Schwere der Fahrt an den Jagdgrund. Die Novizen spielen bisweilen eine anständige Saison und sollten mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen. Nach dem 2:0 beim »Eisenbahner« rutschte man 3 Plätze hoch, in den eingleisigen Fahrteil. Das zweitfairste Ensemble (6/0/0) ist die schwächste Plus-Infanterie (+5) - fünf der 8 Punkte konstruierte der »KITie« in der Ferne. Wird’s das vierte Spiel ohne Niederlage (2:1:0, 17:5)? Die Studenten haben zuletzt reichlich Tore produziert. Nun wartet die spanische Inquisition am Jagdgrund - und die war bekanntlich nicht dafür berühmt, ihre Besucher mit einem freundlichen Händedruck zu verabschieden.

SV Schwarz-Weiß
Mühlburg

Karlsruher
FV
Vierzehn Punkte hat der Altmeister unter der Kandare und der Abstand auf die Tabellenspitze ist 5 Punkte groß. Doch sollte die Pokal-Überraschung die Serie der unbesiegten Spiele fortführen, ohne übertrieben den St.Martin zu spielen (3:2:0, 21:2), dann kann es ganz schnell gehen. Mit dem 13:0 gegen GSK hat man sich warmgeschossen. Ein Ergebnis, bei dem selbst die Genfer Konvention nachfragen dürfte, ob der Gegner wenigstens Gelegenheit zur Kapitulation bekam. Doch die beste Sturmreihe fremdelt … Im Fernverkehr holte die Equipe nur 2 Punkte. Im Gesamten aber 4 Striche mehr als vor einem Jahr (15/11). In Mühlburg darf nicht gepatzt werden. Schwarz-Weiß (9.) liegt nur einen Dupfen hinter dem Wert des letzten Jahres (8,9). Mit ø 2,29 Torbeteiligungen sind die »Milchseihlen« eher ein Fall für eine Wachkoma-WG. Doch wenn unterm Strich der Ertrag stimmt … »dann nimmt man, was kommt« - dachte einst auch Lothar Matthäus. Nach dem 2:2 gegen KIT wurde dem Mühlburger eine Pause verordnet. Jetzt sind sie wieder da. Viele Sonntage, viele Messen … es wird der 25.Fight zwischen diesen gestandenen Karlsruher Fußballkindern (16:3:5, 87:38). Überraschend, dass die Hausherren weit vorne liegen. Letzte Saison gewann allerdings der KFV zweimal (1:3, 2:4).