Kreisklasse B1 Karlsruhe • Sonntag, 01.11.26
Dettenheimer Donner-Derby

FV Fortuna
Kirchfeld 3

FV 1919
Linkenheim
Linkenheim (4.,17) in der Krise? Nach der Niederlage gegen den Gemeinde-Kollegen aus Hochstetten (0:2) brennt in der Friedrichstaler Straße der Baum. Vor wenigen Wochen Tabellenführer - momentan liegt der beste Sturm (39) nach zwei Pleiten (2:5) auf dem 4.Platz; drei Schritte vom Ersten entfernt. In der Kirchfeld-Siedlung darf nichts passieren, was die Rotschwarzen weiter vom Gipfel entfernen könnte. Die Haus-Elf liegt einen Punkt und zwei Plätze besser (2.,18) - musste sich aber im Liga-Hit gegen den neuen Spitzenreiter aus Rußheim mit einem 1:4 geschlagen geben. Die Hoffnung ist die Heim-Bilanz. Sechs Spiele ohne Niederlage (5:1:0, 14:7) werden an der heimischen Allee bilanziert. Mit nur 29 Torbeteiligungen (ø 3,22) sind die Fortunen das, was man Spaßbremse nennt. Während andernorts die Tore fallen wie die Hemmungen auf einer Betriebsfeier, herrscht in Kirchfeld effektiver Geiz.

FV 1912
Liedolsheim 2

FV 1912
Russheim
Nach der Sensation in Neureut verlor die zweite Liedolsheimer Garnison mit 2:6 gegen den SV Staffort. Die Mannschaft bleibt knapp vor den beiden Abstiegsplätzen (12.,6) - zwei Dupfen vom Vorletzten entfernt. Die schwächste Offensive (13) dürfte im prestigeträchtigen Dettenheimer Derby machtlos sein. Ein Duell, das man im letzten Jahr erstmals in Gang setzte. Beide Teams gewannen jeweils beim anderen (1:4, 3:2). Die Neuauflage dürfte an den FV Rußheim gehen, dessen Mannen sachte begannen und zuletzt überragend triumphierten. Die »Feierdunna« schlugen den Ersten, Linkenheim (3:2), den Zweiten, Kirchfeld 2 (4:1), um auf den Thron zu marschieren. Mit ø 2,78 Treffern pro Spiel, bei ø 0,89 Gegentoren, konnten die letzten acht Spiele erfolgreich gestaltet werden (6:2:0, 24:6).

Karlsruher
SV 2

VfB 05
Knielingen 3
Kommt der vierte Sieg im vierten Treffen für die »Sandhasen-Sippe« (14:1)? Die alte Fusion aus der Waldstadt steht in Sachen Disziplin ganz oben (9/0/0) und auch sportlich läuft’s recht gut. Zwei Punkte zum Ersten (18) nach dem üppigen 4:1-Sieg über die Germanen aus Friedrichstal 2. Der Dritte sollte für den kommenden Einsatz der Favorit sein. Knielingen 3 steht derzeit auf einem 10.Tabellenplatz (9). Keine Chance hatten die »Holzbiere« gegen den Tabellen-Letzten aus der Nordweststadt. Überraschend musste Nullfünf eine 2:6-Niederlage gegen die SG Karlsruhe 2 über sich ergehen lassen. Eine Demütigung, bei der selbst der Tabellenkeller kurz die Tür öffnete, um nachzusehen, wer da so tief gefallen war. Das beste Minus-Team (-10) verlor sein zweites Spiel in Serie (3:8). Der weitaus schwierigere Gegner wartet jetzt auf Grünschwarz. Nach dem jüngsten Offenbarungseid kommt die Reise in die Waldstadt einer freiwilligen Anmeldung zur nächsten öffentlichen Hinrichtung gleich.

SG
Karlsruhe 2

TV 1896
Spöck 2
Es ist vollbracht, wenngleich die siegreiche Elf der letzten Woche erhöhte Qualität im Team hatte, die man wohl unter normalen Bedingungen nicht vorfindet. Mit 6:2 gegen den VfB Knielingen 3 feierten die Neulinge ihren ersten Saisonsieg. Acht Spiele waren es zuvor ohne Drilling (0:1:7, 9:46). Weiterhin ist Blaugelb die schlechteste Heimmannschaft und aufgrund der löchrigsten Defensive (49) das Team mit dem größten Unterhaltungswert (64, ø 7,11). Die Dfensive als eine öffentlich zugängliche Durchgangsstraße. Kann der Zwölfte (4) gegen den Achten aus Spöck (12) nachlegen? Spöck (8.,12) hat im laufenden Semester einen ähnlichen Verlauf wie im letzten Jahr. Bei ebenso 22 Treffern verbucht der »Esel« einen Tupfen weniger auf dem Konto. Im Spiel beim farbengleichen Nordweststadt-Club sind die »Turner« der Favorit. Der dritte Sieg in Serie (12:1) ist geplant.

VSV
Büchig 2

FC 08
Neureut
Zwei Teams, die ganz stark in die Saison starteten, um dann gediegen runterzuschalten. Büchig 2 kam zuletzt wieder etwas in Wallung und sammelte aus drei Kicks 7 Sternchen (8:4). Hier auf der heimischen Wiese sind die »Schweizer« eine Macht. Sieben Heimspiele ohne Pleite (6:1:0, 25:9) … wir finden den ersten Tabellenführer der Saison aktuell auf dem 7.Tabellenplatz mit einem Volumen von 16 Steinen. Eine Steigerung von 128 Prozent im Gegensatz zu den 7 Duppen, die man im letzten Jahr nach acht Spielen hatte. Wie erwähnt standen die »Spundenfresser« als Büchig-Nachfolger am 2.und 3.Spieltag auf der Sonnenseite. Mit dem 3:1 gegen den FC Spöck 2 kehrten die Nullachter in den Fokus zurück. Drei Dupfen trennen die »Gruben-Buben« vom Spitzenreiter (17). Der Fünfte könnte also mit einem Sieg in der Waldstraße wieder die dickeren Kartoffeln ernten. Doch die Aussichten, in Stutensee etwas abzugraben, sind gelinde gesagt schwierig. Die »Schweizer« verteidigen ihre Waldstraße bislang mit der Entschlossenheit einer Wildschwein-Dame nach der Schwangerschaft. Wer dort Beute machen möchte benötigt mehr als 22 Beine und eine Schaufel.

FC
Spöck 2

SV 1964
Staffort
Der FC Spöck 2 rutschte mit dem 1:3 in Neureut auf den letzten Tabellenplatz. Eine Versetzung, die nach 13 Spielen ohne Sieg (0:5:8, 16:39) so überraschend kommt wie die Ebbe nach der Flut. Drei Punkte sammelte der »Esel« im momentanen Spielbetrieb. Hoffnung besteht dennoch, denn bei dem neuen »Schildbürger-Spielsystem« von vier B-Klassen ist ein Abstieg schier unmöglich. Eine Reform, bei der selbst der Letzte noch auf den Klassenerhalt hoffen darf. Spöck 2 hat aber den Anspruch, die Versetzung sportlich zu umgehen. Jetzt kommt der Neunte zum Derby in die Spechaastraße (12). Nach drei Spielen ohne ein Dreigestirn (0:1:2, 5:7) gewannen die »Holzschuh« gegen den FV Liedolsheim 2 mit 6:2. Die Ampelkarten-Allianz (2 gelbrote Karten) ist derzeit die schlechtpostierteste Riege mit einem Plus-Konto (+3). Es wird kein Spiel auf Augenhöhe … das kann man prophezeien. »Auch ein Esel kann einen Löwen treten«. Die Heimmannschaft hofft … es wäre außerhalb der Norm, denn bisweilen gewann der SVS vierzehn der fünfzehn Treffen (1:0:14, 14:55).

FV 1916
Hochstetten

FC Germania
Friedrichstal 2
Beim FV Hochstetten läuft’s seit drei Wochen rund wie auf dem Karussell. Der Sechste (16) gewann den Orts-Machtkampf gegen den FV Linkenheim mit 2:0 und besitzt 16 Punkte. Es war der dritte Dreier in Serie (9:0) für die »Affen«. Legen die Blauweißen gegen Friedrichstal 2 nach, dann stünden die Jungs plötzlich im Aufstiegskampf. Der Schlüssel ist die Defensive, die nach 278 Minuten ohne Gegentreffer stabil wirkt. Es sollte also möglich sein, den Fair-Letzten aus Friedrichstal 2 (24/1/1) aus der Box zu verbannen, um einen Sieg einzuleiten. Die Gäste (11.) besitzen 8 Striche und verloren zuletzt mit 1:4 gegen den Karlsruher SV 2, nachdem man vier Spiele ohne Niederlage absolviert hatte (2:2:0, 13:9). Im Gegensatz zu letztem Jahr fehlen dem »Franzosen« stattliche 9 Punkte. Eine Verfolgungsgeschichte der anderen Art - diesmal fliehen die »Hugenotten» nicht vor religiöser Intoleranz, sondern vor der eigenen Vorjahresbilanz. Und ausgerechnet in Hochstetten wartet eine »Affenhorde«, die seit drei Wochen keine Gefangenen mehr macht.