Kreisklasse A2 Karlsruhe • Sonntag, 18.10.26
Das Ettlinger Lokal-Gefecht • Tiefkeller-Geplänkel am Mühlenweg

FV Sportfreunde
Forchheim 2

FV Alemannia
Bruchhausen
Es war einmal ein Forchheimer Sieg … im Jahre 2021, als der »Grießer« bei den »Fröschen« 3:0 gewinnen konnte. Ansonsten setzte sich der Alemanne bis auf ein Remis durch (1:1:9, 9:39) - teilweise mit großen Diskrepanzen (2023, 0:8, 2022, 0:5). Eine historische Unterlegenheit, für die man andernorts Reparationszahlungen verlangen würde. So leicht wird’s am kommenden Wochenende nicht werden. Forchheim 2 überzeugt und liegt mit 15 Punkten auf ähnlicher Ebene wie der FV. Gerade hat der A-Klassen-Rückkehrer den A-Klassen-Verbliebenen, FC Viktoria Jöhlingen, mit einem 1:0 geschlagen und den dritten Dreier in Serie erschaffen (9:3). Die Jungs aus Rheinstetten haben die Bordsteinkante ohne Probleme bewältigt und erwarten mit ordentlich Brusthaaren den Bruchhausener, dem ja der beste Sturm (31) beiseitesteht. Hier trifft frisch gewachsenes Selbstbewusstsein auf eine Offensive mit dem Appetit eines Kannibalen. Der A2-Meister von 2011 und 2023 hat sich an stattlichen 49 Treffern beteiligt (ø 6,13) und erzielte zuletzt zweimal vier Hütten gegen Kreisliga-Absteiger, die zu 4 Punkten verhalfen (Ettlingen 4:4, Auerbach 4:1). Der Dritte kommt auf 16 Dupfen und hält nur 4 Punkte Abstand zum Ersten bei einem Spiel weniger.

FV
Ettlingenweier 2

SSV 1847
Ettlingen
Gegen die dicken Fische konnte Ettlingen zuletzt zweimal remis spielen (Wössingen 1:1, Bruchhausen 4:4). Jetzt wartet der »Vorort« auf die Kreisstadt und die Gäste müssen Favorit sein. Ob sie das können …? Die »Dohlenatze« spielen gerne unentschieden (4) und verloren im laufenden Wettbewerb nur einmal. Vier Punkte klein ist die Distanz zum Top-Duo. Die Sachlage ist klar - die Backenstos-Equipe (4.) braucht einen Sieg, um oben anzuklopfen. Ettlingenweier 2 (11.) bekommt Zahnschmerzen, wenn sie an den letzten Besuch denken. Im Oktober 24 fielen nicht nur die Blätter, sondern auch die heimische Gegenwehr. Die Fusion gewann 6:0 und reihte sich in eine Serie ein, die beim FVE nicht auf Gegenliebe stieß. Elf Treffen und noch nie konnten die Reserven einen Dreier landen (0:4:7, 12:30). Eine Beziehung mit der Gegenseitigkeit eines Erpresserbriefes - der eine fordert, der andere liefert. Nach dem 1:5 gegen den neuen Spitzenreiter Rüppurr sind es zwei Spiele ohne Punkte (2:7). Der Trend geht zur Drei …

TSV 1913
Spessart

FC Viktoria
Jöhlingen
Die Viktoria führt aktuell ein Schattendasein. Das ist auf die tabellarische Lage und auf die eigenen Leistungen in der Vergangenheit anzuwenden. »Was ist los mit der Vicky?« »Wechseljahre? Liebeskummer; Hormonkarussell?« Drei Niederlagen in Serie (3:9); Tabellenplatz neun und sieben Duppen weniger als im letzten Jahr. Krise beim Tufa-Trupp im Oktober. Dr.Sommer ist ratlos … Zuletzt verloren die Rotweißen 0:1 gegen Forchheim und 2:5 gegen Grötzingen … »Schlimmer geht's nimmer!« »Doch«, könnten die Spessarter sagen, die mit 2 Punkten und acht Spielen ohne Sieg (0:2:6, 10:29) auf dem letzten Tabellenplatz schlummern. Wie bekommt man den »Eber« auf die Beine? Ein Dreier im B-Klassen-Jargon würde Wunder bewirken. Der schwächste Sturm (11) muss abliefern, ohne dass die Defensive schludert. Diese Kombi ist das Geheimnis. Nicht nur in diesem Spiel. Hier lag auch das Problem in den bisherigen beiden Spielen gegen den kommenden Gegner, in denen Jöhlingen diesen Ablauf mit Bravour beherzigte (0:1, 2:3). Für den »Eber« gilt damit eine alte Jägerweisheit in abgewandelter Form - wer nicht selbst trifft, landet irgendwann als Sonntagsbraten auf dem Tisch.

TSV
Auerbach

PS
Karlsruhe
Sieben Treffer in zwei Spielen und nur ein Punkt. Das 4:4 gegen BuPf brachte den ersten Zähler nach vier Spielen ohne Ertrag (7:14). Die Euphorie hält sich in Grenzen, denn den »Indianer« finden wir auf dem vorletzten Tabellenplatz (14.). Doch noch haben die »Postler« die Karten in der Hand. Gewinnen die Novizen in Auerbach, dann ist das rettende Ufer wieder unter den Füßen. Doch das ist einfach gesagt, wenn hinten die Feuerwehr mit Benzin löschen möchte. Die schwächste Defensive (29) ist das große Manko der Südstädtler. Vorne wird geackert, hinten enteignet. Wer Auerbach (13.) verstehen möchte, muss einem Schneemann die Gefahren eines Solariums erklären können. Der Absteiger befindet sich auf einem Abstiegsplatz … mit ebenso 7 Punkten, wie sie der Gegner besitzt. Ist die B-Klasse das Ausflugsziel des ewigen Kreisligisten? Im Mühlenweg muss was passieren, ehe was passiert. Nach dem 1:4 gegen den alemannischen »Frosch« liegt der zweimalige A-Klassen-Meister (1989, 2014) brach. Die einstige Kreisliga-Dauerkarte könnte bald nur noch als historisches Dokument im Vereinsarchiv taugen. Im Jahre 2016 verweilte PSK einmal hier am Mühlenweg. Man spielte Kreisliga und die Hausherren gewannen 3:1 … wie im kommenden Spiel?!

SpG Burbach/
Pfaffenrot

SG
Rüppurr
»Die einen wären gerne da, wo die anderen sind, während die anderen gerne dort bleiben würden, wo sie sind, ohne jemals das zu werden, was sie werden könnten«. Rüppurr liegt auf dem 1.Platz … mal wieder. Nach dem 5:1 gegen den FV Ettlingenweier 2 ist es vollbracht. Jetzt muss die Heim-Riege Kontinuität unter Beweis stellen und den nächsten Schritt bewältigen. Acht Spiele ist die große »Rieberger« Fusion ungeschlagen (6:2:0, 26:9). Das »BuPf«-Gemisch liegt 4 Punkte dahinter (16) auf dem 5.Tabellenplatz. Ähnlich wie der »Rieberger« leidet das Albtal paradoxerweise an Höhenangst. Der zweimalige Spitzenreiter musste gegen den Vorletzten vom Dammerstock am Wochenende vier Gegentreffer hinnehmen, obwohl man selber vier Hütten erzielte (4:4 vs PSK). Wir reden von einem Punktverlust von 2 Duppen. Ein Zähler minus zum letzten Jahr (17) bei negativer Bilanz gegen den kommenden Gegner (4:0:6, 21:30). Letzte Saison konnten Vogel und Glaser einen 2:0-Sieg in die Wege leiten. Die Frage ist, ob Rüppurr diesmal den Gipfel verteidigt oder das Albtal erneut eine Bergbesteigung mit anschließendem Kontrollverlust veranstaltet.

SV
Völkersbach

VfB 04
Grötzingen
Das Überraschungs-Ei der Liga erwartet den Spätzünder aus dem Brühl. Vier Punkte stehen zwischen den Siegern der letzten Tage, wobei der SVV als Achter (12) eine Gutschrift von 2 Punkten gegenüber dem letzten Jahr erwirtschaftete, während der Zehnte aus Grötzingen ein Minus von 8 Strichen bilanziert (9,17). Doch das ist für den kommenden Auftritt nebensächlich. Die Welle-Bande schlug Spessart (4:1) und Jöhlingen (5:2) und bugsierte sich aus dem Tiefkeller (10.). Die nächste Haltestelle sollte der einstellige Tabellenbereich sein. Das setzt einen Erfolg am Wasen voraus, wo der SV Völkersbach daheim ist. Mit deren 3:1-Dreier am Rhein (SC Neuburgweier) wurde eine Dreier-Reihe ohne Punkt beendet (6:10). Das schlechteste Plus-Regiment (+4) musste im vergangenen Jahr sieben Mal auf eigenem Untergrund anspielen (2:6). Das sollte der eine oder andere noch wissen. Völkersbach bläst zur Revanche und will erstmals gegen den Angstgegner was holen (0:0:6, 4:20).

SC
Neuburgweier

SV NK Croatia
Karlsruhe
Dem »Stromer« zieht’s den Akku leer. Das Team mit den wenigsten Torbeteiligungen (27, ø 3,38) leidet unter Erfolgsarmut, nachdem man die Saison begann wie ein nymphomaner Rammler auf einer Kaninchenfarm. Ein Punkt aus den letzten drei Spielen (4:7) nach einem enttäuschenden 1:3 gegen den SV Völkersbach. Angekommen im Niemandsland (7.,13) bei einem Plus von 9 Dupfen zum letzten Jahr, müssen im kommenden Spiel Taten folgen und das sollte gegen den Kroaten (12.) möglich sein. Der Gast ist seit sechs Reisen ohne Punkte unterwegs (8:25). Nach der Spielpause am letzten Wochenende besetzten die »Balkanos« den letzten Rang im gesicherten Bereich. Mit einer Niederlage am kommenden Spieltag ist man sicher auf einem Abstiegsplatz, weil sich die Probanden hinter dem Kroaten gegenüberstehen. Dass beide Kontrahenten mit Null aus dem Spiel gehen … das gibt’s nur im Karlsruher Stadtrat. Geschichtlich sind die Gäste vom Rüppurrer Schloss der Favorit (1:0:5, 8:15). Das Momentum meint allerdings, dass sich »Weier« durchsetzt. Der letzte Kampf an der Pappelallee ging aufgrund einer guten 2.Halbzeit an die Rotblauen (2:3).