Kreisklasse A2 Karlsruhe • Sonntag, 11.10.26

SSV 1847
Ettlingen

FV 04
Wössingen
In der Saison 24/25 trafen die Kontrahenten letztmals aufeinander und damals wurden klare Geschichten geschrieben. Die »Dohlenatze« erzielten im Hin- sowohl als auch im Rückspiel vier Buden zu drei Dupfen (4:0, 4:1) und fertig war das doppelte Dreigestirn. Interessant ist zudem, dass die beiden Cliquen in einem Dutzend Zusammenkünften noch nie eine Teilung in Erwägung zogen (7:0:5, 27:15). Remis ist hier offenbar ein Fremdwort mit abgelaufenem Visum. Die Heim-Elf steht unter Zugzwang, denn die will gerne oben angreifen. Der Vierte (14) tut sich aber bisher schwer - spielte am letzten Wochenende 2:2 gegen die Kroaten. Die Fairsten (10/0/0) sind sechs Spiele ungeschlagen (4:2:0, 20:10) und wären mit einem Heimsieg wieder bei den Leuten. Wössingen führt seit drei Wochen die Tabelle der A2 an und das war so nicht vorhersehbar. Das Auftreten der »Mondspritzer« ist eine große Überraschung. Fünf Spiele nicht verloren (4:1:0, 11:5) nach einem 1:1 gegen den letztjährigen Dritten aus Rüppurr. Aus dem Überraschungsei ist längst kein Spielzeug mehr gekrochen - da sitzt inzwischen der Tabellenführer drin.

FV Alemannia
Bruchhausen

TSV
Auerbach
Der A-Klassen-Meister von 1989 und 2014 zu Gast beim A-Klassen-Meister von 2011 und 2023. Viele Trophäen auf dem Sportgelände der aktuell besten Offensive (23) mit der größten Torbeteiligung (36, ø 6,00). Hier könnte Zunder im Spiel sein. Der »Frosch« ging am letzten Wochenende als 4:3-Sieger über den »Indianer« vom Geläuf. Den Sechsten (12) trennen nur 7 Duppen bei zwei Spielen minus vom Ersten. Da ist die Leiter lang, aber der Dachdecker noch nicht arbeitslos. Auerbach liegt davon weit entfernt. Endlich feierten die Karlsbader einen Drilling (3:1 vs FC Viktoria Jöhlingen). Zuvor mussten die Grünweißen vier Spiele auf den Triumph warten (0:1:3, 2:9). Kann der TSV (12.,7) auch beim Heim-Zweiten am Projekt, obere Tabellenhälfte, arbeiten? Einen einzelnen Punkt - gab es noch nie in neun Messen (4:0:5, 16:22). Ein einzelnes Tor schon eher … beim letzten Techtelmechtel beim Alemannen in der Kreisliga 2023 gewann die Heimmannschaft mit einem dezenten 1:0.

FC Viktoria
Jöhlingen

FV Sportfreunde
Forchheim 2
Das Heim-Team schwelgt in Erzählungen von alten Zeiten, die gar nicht mal so lange her sind. Im letzten Jahr holte die »Vicky« einen starken 2.Tabellenplatz. Diesem Anspruch kann das Tufa-Team im laufenden Verfahren nicht nachkommen. Zuletzt unterlag der »Kreizkopf« 1:3 gegen Kellerkind Auerbach. Als Tabellen-Achter hängen die Rotweißen aktuell im Egalo-Land umher. Hängematte und Thermobecher inklusive. Einen Tabellenplatz davor (7.,12) - der Neuling - die zweite Geige der »Sportis«. Starkes Auftreten der Rheinstettener, das zuletzt in einem 5:1 gegen den VfB Grötzingen gipfelte. Der zweite Dreier in Serie (8:3) für die wuseligen »Grießer«. Davon können die Hausherren ein Lied singen. Im August unterlag Jöhlingen hier in der Jahnstraße 2:7 gegen diesen Gegner. Das war keine Generalprobe - das war eine öffentliche Hinrichtung mit Eintrittskarte. Achtzig Treffer verursachten die beiden Parteien in 19 Treffen (10:5:4, 47:33). Die Zuschauer dürfen sich auf ø 4,21 Einschüsse pro Einheit freuen. Wer hier ein 0:0 erwartet, sollte auch beim Metzger nach veganem Wellfleisch fragen.

SC
Neuburgweier

SV
Völkersbach
»Was war zuerst da?« Der Rhein; der Pappelweg oder das Duell zwischen »Stromer« und »Besebinder«. Das 25.Messen steht an (8:5:11, 44:44) und die Wahrscheinlichkeit, dass die Hausherren ihren neunten Drilling unter Dach und Fach bringen, ist größer als die zwei anderen Optionen. In den letzten drei Visiten jubelte der SV Völkersbach je einmal und verbuchte einen Dupfen in 270 Minuten Fußball in »Weier« (2026, 2:1, 2024, 1:1, 2024, 2:1). Die Heim-Elf startete stark und wurde sogar mit einem Aufstieg in Verbindung gebracht. Diese These wurde erst einmal relativiert. Nach einem 1:1 gegen Schlusslicht Spessart sind es ein Zähler aus zwei Spielen (3:4). Der Aufstiegsantrag liegt damit nicht im Papierkorb - aber das Amt verlangt Nachweise. Die beste Abwehr (10) der Liga ist Teil eines Tabellen-Fünften (13), dem 4 Punkte auf den Zweiten fehlen - bei einem Spiel weniger. Auch die Völkersbacher (9.,9) hatten zu Beginn der Runde ihre starken Kicks. Auch hier muss man bemerken, dass der Lauf in einem Loch pausiert. Das 3:4 gegen Ettlingen war bereits die dritte Pleite (6:10) des einmaligen Spitzenreiters. Die beste Plus-Bande (+2) muss wieder beginnen abzuliefern. Der Lack ist noch dran - aber jemand schleift bereits.

PS
Karlsruhe

SpG Burbach/
Pfaffenrot
Neuling gegen altbewährt und immer ambitioniert. PS Karlsruhe (13.,6) erwartet das »BuPf-Gehupf« aus dem Albtal. Die haben es mal wieder geschafft, sich freie Sicht auf das Gipfelkreuz zu verschaffen. Hier beginnt in der Regel die Problematik der »Eber«. Das »Schwein« ist nicht schwindelfrei … der zweimalige Spitzenreiter liegt 4 Zähler hinter der Eins. Höhenluft verträgt eben nicht jeder … Beim »Indianer« gab es drei Treffer und keine Dupfen (3:4 vs Alemannia Bruchhausen). Vier Niederlagen sind es derweil (7:14) für den Neuen vom Dammerstock. Es wäre an der Zeit, nach Ertrag zu graben, ehe der Winter kommt. Vor fünf Jahren gastierte Burbach/Pfaffenrot letztmals hier in der Allee und gewann 1:0; ebenso wie 2020 (0:1). Viermal traf man aufeinander und nur einmal jubelten die Erben des SV Post und VfB Südstadt (1:0:3, 5:4), trotz positiver Tor-Bilanz. Mehr Tore geschossen und trotzdem dreimal verloren - mathematisch ungefähr so befriedigend wie Lohnsteuerklasse VI.

SG
Rüppurr

FV
Ettlingenweier 2
Ein Sieg am grünen Tisch im Mai (3:0); ein 4:2 ein Jahr zuvor und sieben Siege in zehn Spielen (7:2:1, 28:11) für die fusionierten »Rahmbeutel«. Ettlingenweier 2 ist ein Team, das man mögen muss, wenn man »Rieberger« ist. Der Tabellen-Zweite (17) liegt 2 Duppen hinter dem Ersten, gegen den man am vergangenen Wochenende mit einem 1:1 »nicht verlor«. Sieben Spiele sind die Jungs vom Brunnenstückweg ungeschlagen (5:2:0, 21:8). Die Serie steht inzwischen wie ein Furunkel am Arsch der Konkurrenz - nicht lebensbedrohlich, aber beim Sitzen ständig präsent. Ettlingenweier 2 liegt mit 9 Duppen auf einem unscheinbaren 10.Tabellenplatz - einen Strich besser als vor einem Jahr (8). Nach einem 1:2 gegen Burbach/Pfaffenrot sieht man sich gezwungen, was mitzunehmen, ehe der Keller feucht und kalt nach dem »Gringl« greift.

VfB 04
Grötzingen

TSV 1913
Spessart
Es ist der Keller-Kracher im laufenden Verfahren. Wer hätte gedacht, dass es den VfB 04 Grötzingen betrifft? Vor der Saison sahen viele im VfB einen Geheimfavoriten. Mittlerweile liegen die Nullvierer mit mauen 3 Punkten als Vorletzter einen Duppen vor dem Letzten, dem TSV Spessart. Aus Geheimfavorit wurde Geheimratsecke - oben war mal mehr. Nach dem ersten Saisonsieg wähnte man die »Hottscheck« auf dem Weg der Besserung. Doch mit dem 1:5 bei Forchheimer Reserven haben die Blauen diese Hoffnung vergrault. Spessart ist das Team, das in der A-Klasse nicht die Tugenden aufblühen lässt, die in der B-Klasse funktionieren. Sieben Spiele ohne Sieg (0:2:5, 10:25) und maue 10 Treffer, nach einem Lichtblick gegen den SC Neuburgweier (1:1), der allerdings auch nur einen Punkt einbrachte. Die B-Klassen-Tugenden wurden beim Aufstieg offenbar mit der Kaution verrechnet. Nicht das erste Duell zwischen den Allianzen (4:1:1, 20:10). Gewonnen hat zumeist der VfB das Spiel, das bisher mit ø 5,0 Hütten ein unterhaltsames war. Im Februar des aktuellen Jahres setzte sich Grötzingen auf dem eigenen Plastik-Geläuf 5:3 durch (Testspiel). Das würde ins aktuelle Muster passen. Keller-Kracher eben - unten wohnen, aber beim Lärm keine Rücksicht auf die Nachbarn nehmen.