Kreisklasse A2 Karlsruhe • Sonntag, 06.09.26
Großes Kino in Spessart • Kellerkampf beim VfB

FV Sportfreunde
Forchheim 2

SG
Rüppurr
Mit einem 3:0 über den Kreisliga-Absteiger haben die Rüppurrer sich zurückgemeldet. »Wir sind wieder hier mit vier« …. Vier Duppen und Siebter mit der lausigsten Torbeteiligung der Staffel (ø 3,33). Fußball als Schonkost - die Krankenkasse dürfte begeistert sein. Der kommende Auftritt wird der vermeintlich schwerere, denn die »Sportis« erscheinen mit immensem Selbstvertrauen und der Einsicht, einen Spitzenreiter in die Flucht geschlagen zu haben. Über »BuPf« (5:4) der Hupf auf den 4.Tabellenplatz (6). Die Rüppurrer werden diesem Gastgeber nicht den roten Teppich auslegen. In der Saison 24/25 wussten beide Seiten anschließend nicht mehr, ob sie lachen oder den Therapeuten anrufen sollten. Im Hinspiel auf Forchheimer Grün gewannen die Sportfreunde 6:1, um im Rückspiel in Rüppurr mit 0:9 unterzugehen. Dr.Jekyll und Mr.Hyde hätten diese Rollenverteilung wegen Übertreibung abgelehnt. Mit 32 Treffern in sechs Begegnungen (3:0:3, 11:21) - Tore satt (5,33) und keine Unentschieden. Hier wollen zwei …

TSV 1913
Spessart

SpG Burbach/
Pfaffenrot
Das Derby am Spechtwald unter erschwerten Umständen. Da sind die Spessarter, die mal wieder unten drin stehen. Der »Eber« und die A-Klasse - ein Rätsel. Nach einem desolaten 0:5 gegen bisher keineswegs überzeugende »Gringl« sind die Essig-Jungs wieder Vorletzter. Ein Punkt aus den letzten drei Spielen … (4:10). Da wird aus dem »Eber« schnell ein Sparschwein - und auch das ist nahezu leer. BuPf hingegen bleibt seiner Linie treu. Fliegen, ja! Aber nie zu hoch … Jetzt war man mal kurzzeitig am Gipfel angekommen und prompt ließ man Federn (4:5 vs Sportfreunde Forchheim). Wer Höhenangst hat, sollte den Himmel meiden. Als Dritter ist man wieder da, wo man am liebsten ist. Beobachten und schauen … philosophisch irgendwo zwischen Buddha und einem Rentner am Bauzaun. In Spessart sollten die »Killhase« aber einen Drilling verbuchen, sonst droht der Fall ins Niemandsland. Elf der neunzehn Treffen gingen an den Gast (4:4:11, 29:46). Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn als BuPf wurden erst drei Spiele bestritten und die wurden allesamt gewonnen (2:6, 1:3, 1:5).

TSV
Auerbach

SSV 1847
Ettlingen
Schweres Geläuf, A-Klasse. Das Duell der beiden letztjährigen Kreisligisten ist ein Duell zweier Mannschaften, die wir im zweistelligen Tabellenbereich finden. Das ist mal auf jeden Fall eine Überraschung, negativer Art. Auerbach (12.,3) unterlag gegen Rüppurr 0:3 und damit zum zweiten Mal bei drei saisonalen Versuchen. Die Ettlinger stehen auf dem 10.Tabellenplatz (3) bei einem Spiel weniger. Die hatten nach einem 3:0 gegen den VfB 04 Grötzingen eine Spielpause. In der Ferne gleicht die Bilanz der »Dohlenatze« einem Offenbarungseid. Fünfzehn Spiele, zwei Duppen (21:67) und dreizehn Pleiten. Da muss selbst Ma Flodder mit der Zunge schnalzen. Andere sammeln auf Reisen Kühlschrankmagnete - Ettlingen bringt Niederlagen mit. In den letzten vier Begegnungen zwischen 2023 und 2026 gab es immer einen Sieger mit einem Tor Unterschied. So gewannen im letzten Jahr beide Teams ihre Heimspiele - am Ende stieg man gemeinsam ab. Getreu dem Motto »Geteiltes Leid ist halbes Leid«. Zehn Mal feierte der »Kugelbax« (10:3:4, 43:23); vier Mal die Schlossfestspielstädter. Die Historie trägt also Auerbacher Tracht - die Gegenwart hingegen Sack und Asche.

FC Viktoria
Jöhlingen

SC
Neuburgweier
Der Vizemeister auf Abwegen gegen den Tabellenführer. Ein Spiel, das dem Spieltag wohl die Krone aufsetzt. Jöhlingen liegt dato auf dem 6.Tabellenplatz (4) nach einem 1:1 gegen die Rüppurrer. BigPoints werden anders buchstabiert. In der Heimat sind die »Kreizköpf« ein Brett. Seit 23 Spielen unbesiegt (19:4:0, 68:26) und so soll das bleiben. Die Jahnstraße gleicht inzwischen einem gallischen Dorf - Zutritt gestattet; Punkteausfuhr strengstens untersagt. Der Primus vom Rhein ist trotz eines Spiels weniger der Spitzenreiter. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere sagt uns, dass die »Gaiße« erst zweimal gespielt haben und die Pole-Position noch wenig Aussagekraft besitzt. Bekanntlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer - zwei Siege noch keinen Meister, aber zumindest schon ordentlich Zugluft an der Spitze. Insgesamt sind es vier Drillinge hintereinander (11:2) und eine schwere Auswärtsaufgabe. In den letzten drei Spielen erzielte »Weier« keinen einzigen Treffer gegen den FCV (2:0, 4:0, 4:0). Zehn Gegentore und vorne dreimal Schweigegelübde - offensiver Trappistenorden am Rhein. Einen Drilling in der Jahnstraße? Im Jahre 2024 (2:3) unter der Leitung von Dieter Leins. Die Hälfte aller Spiele endete mit einem viktorianischen Siegesgruß (13:9:4, 55:30). Wir könnten uns ein zehntes Unentschieden vorstellen.

SV NK Croatia
Karlsruhe

FV 04
Wössingen
Einen wichtigen Dreier konnte die kroatische Delegation im Derby gegen den Nachbarn PS Karlsruhe verbuchen (2:1). Der SV NK hat sein Urlaubs-Vakuum überstanden. Jetzt soll wieder gepunktet werden. Vier sind es in der aktuellen Saison, was die Rotblauen auf einen 7.Tabellenplatz verbannt. Wössingen unterlag überraschend hoch dem SV Völkersbach (1:4). Zuvor holten die »Rebmänner« 6 Duppen aus zwei Spielen. Aber gute Saisonstarts in Walzbachtal - so traditionell wie Rosinen im Kaiserschmarrn. Jetzt muss der Fünfte schauen, dass die Reise nicht in die andere Richtung geht. Noch sind die Wege nah beieinander und die Ampeln auf grün. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom - die Wössinger Route nach Karlsruhe endete bislang allerdings regelmäßig in der Sackgasse. Zwischen 2022 und 2026 waren die »Mondspritzer« viermal Gast am Schloss und vier Mal endeten die Reisen mit leerer Schale (4:2, 3:0, 4:2, 2:0). Vier Wallfahrten; viermal ohne Reliquie zurück - der Vatikan hätte längst den Reiseveranstalter gewechselt. Der Kroate als Angstgegner? Fünf der acht Kicks gingen an den Balkan (5:0:3, 18:11).

SV
Völkersbach

FV
Ettlingenweier 2
Schlechteste Abwehrleistung (10) plus bester Sturm (10) macht den Party-Kracher der Liga mit 20 Torbeteiligungen - sage und schreibe ø 6,66 Treffer pro Spiel; nachdem er einen »Eber« zerlegt hat (5:0 vs Spessart). Der »Obelix« der Liga reist nun als Zehnter an den Wasen zum SV Völkersbach, der sensationell auf dem 2.Tabellenplatz (6) verweilt. Starke Leistungen der »Besebinder« um Enzo Pinelli. Beim FV 04 Wössingen ein 4:1 zur Schau gestellt. Ganz schön frech die Jungs von der Grenze an der Grenze. Jetzt wollen die Blauweißen dem FVE auf den Zahn fühlen. Ein, zwei Treffer reichen für den Gesellen nicht. Hier muss schon brachiale Offensivgewalt ran. »Viel hilft viel« ist medizinisch grober Unfug - beim derzeitigen Ettlinger Torhaushalt allerdings eine brauchbare Therapieempfehlung. Im letzten Jahr führte der Hausherr nach 38 Minuten bereits 3:0 und gewann am Ende glücklich 3:2. Aus einem Spaziergang wurde damals noch eine Evakuierungsübung mit Zielgerade. Damit ging der SVV in der Gesamtwertung vorerst in Führung (7:2:6, 32:32). Ausbau oder Ebene?

VfB 04
Grötzingen

PS
Karlsruhe
Was Liedolsheim in der A1 ist, ist Grötzingen hierzulande. Die negative Überraschung der Liga, nach insgesamt vier Niederlagen in Serie (3:11). Zuletzt gab es ein 1:2 gegen den SC Neuburgweier, was den »Hottscheck« zum Seelenklempner trieb. Können die Nullvierer gegen den Neuling eine Lanze brechen? Als Tabellen-Letzter liegt das Kabel blank; die Lichter leuchten. Elektrisch betrachtet eine beschissene Kombination. Die Gäste stehen auf einem Abstiegsplatz (13.,3) und brauchen dringend Punkte. Nach einem 1:2 gegen die Kroaten hat sich die Situation nicht verbessert. Wie heißt es: »Wo Licht ist, ist auch Schatten.« Hier streiten derzeit allerdings zwei Kellerkinder um den Lichtschalter. Vor sechseinhalb Jahren war der VfB letztmals hier beim VfB Südstadt zu Gast und gewann in der A2 2:0. Eine andere Sprache spricht die Historie, die das postiale Südstadt-Geflecht mit vier Drillingen vorne sieht (2:2:4, 11:15). Vergangenheit ist bekanntlich ein guter Lehrer, stellt aber miserable Zeugnisse aus - Grötzingen kann davon derzeit ein Lied singen.