Kreisklasse A1 Karlsruhe • Sonntag, 25.10.26
Keller-Kick im »Krabben«-Land

SG
Daxlanden

SG Fackel/Olympia
Karlsruhe
Ein weiterer Lapsus am kommenden Wochenende ist verboten. Zwei Pleiten in Serie bei 1:7 Treffern - nicht brauchbar für das Vorhaben, »Rückkehr in die Kreisliga«. Schon jetzt muss die Fusion aus dem »Schlaucherland« einen Rückstand von 7 Punkten verdauen und nur dem Umstand, dass der Dritte aus der Waldstadt ebenfalls überraschend patzte, ist es zu verdanken, dass man nicht auf den 3.Tabellenplatz abdriftete. Im Grunde genommen dankt man dem kommenden Gegner. Eine bemerkenswerte Konstellation - der Konkurrent übernimmt die Schadensbegrenzung, während man selbst die eigenen Aufstiegsambitionen zerlegt. Genug Nackenschläge fürs Erste. Der Pokalsieger von 2024, dreimaliger Spitzenreiter und zweitbester Sturm (28), braucht dingfestes Material, um dranzubleiben. Weitaus weniger Druck verspürt die Gemeinschaft Fackel/Olympia nach einem 3:1-Sieg beim KSV. Der Sechste (13) hat Probleme mit der Disziplin (28/1/2) und mit der Defensive (29). Beim Gast brennt gelegentlich mehr als die olympische Flamme. Dennoch wurde der Malus von vier Pleiten in Serie (4:21) fachmännisch behoben. Ein 0:5 hier am Libellensee, wie im März 24, wird ausgeschlossen. »Ist das so?«

FC Germania
Friedrichstal

Karlsruher
SV
Wird das eigene Sportgelände zum Spielverderber? Zwei aufeinanderfolgende Heim-Pleiten (2:5) beförderten den KSV dezent ins Hintertreffen (3.,19). Nur gut, dass der Zweite aus Daxlanden kontinuierlich mitpatzt. So blieb es bei einem Rückstand von 2 Zählern auf den Zweiten nach einem überraschenden 1:3 gegen Fackel/Olympia. Mit dieser Scharte reisen die »Nordsterne« nun zum Germanen nach Friedrichstal. Der überzeugte am letzten Spieltag … für sechzehn Minuten mit einem 3:0 gegen den amtierenden Spitzenreiter SG Karlsruhe. Am Ende aber mussten die »Hugenotten« eine 3:6-Pleite hinnehmen. Eine Führung, die schneller verschwand als das Sondervermögen unserer loyalen Bundesregierung. Der Siebte (12) holt seinen Proviant in der Regel zu Hause. Als Heim-Zweiter liegen 10 Punkte (11:3), schön geschichtet aus den letzten vier Heimspielen, im Kontor. Alles im Lot im Stutensee-Stadion, während drinnen fleißig Schnitzel geklopft werden. Für die »Sandhasen« stellt sich die Frage, ob sie dort drei Punkte serviert bekommen oder selbst paniert auf dem Teller landen.

FC 1921
Karlsruhe

FV Fortuna
Kirchfeld 2
Die Violetten aus dem Grün sind aktuell die Mannschaft der Stunde. Historisch schlecht gestartet, erleben die »Maierlinge« derzeit ein Hoch vom Feinsten. Die beste Minus-Gesellschaft (-5), Letzter der Disziplin (28/3/1), rang am letzten Wochenende das Topteam aus Daxlanden nieder (4:1). Als Zeuge des Spiels sah ich eine aufopfernd kämpfende Truppe, die keinen Zentimeter Grünfläche unbearbeitet ließ. Vier Siege in Serie (13:5) für die Jungs aus dem Kanalweg und ein 5.Tabellenplatz (13). Vom sportlichen Pflegefall zum vierfachen Serientäter. Da muss sich Fortuna Kirchfeld 2 wohl warm einpacken, wenn man diese Riege vom Vorhaben eines Sieges abbringen möchte. Nach dem 0:1 gegen Ost/Germania sind die »Siedler-Reserven« mit 7 Punkten Letzter. Ein Sieg und vier Unentschieden für den lauesten Sturm der Liga (6). Kleiner Trost - im letzten Jahr war es ebenfalls der Schlussplatz mit mauen 2 Duppen. Dass die Grünweißen mit ø 2,44 Torbeteiligungen die Langweiler der Liga sind, konnte man aus den Spielen gegen den FC 1921 im letzten Jahr nicht ableiten. In zwei Treffen erzielten die Fortunen sieben Treffer … um leer auszugehen (5:3, 5:4).

SpG Ost/Germ.
Karlsruhe

FV
Liedolsheim
Die ostgermanische Forst-Flotte unter der neuen Leitung von »Fuzzi« Ortmann gegen des ehemaligen Trainers neue Liebe. Vor wenigen Wochen legte Lenhard sein Amt beim Hausherrn nieder, um wenige Tage später beim FV Liedolsheim als Spieler zu unterschreiben. Jetzt trifft man sich punktgleich als Tabellennachbarn wieder. Was für die Germanen eine sportliche Zufriedenstellung darstellt, ist für den ambitionierten Clan aus Dettenheim ein Fiasko (9.,10). Das Problem beim Gast - die Rolle als Gast und der Hang zur loyalen Teilung (4). Das schlechteste Plus-Team (+2) wartet seit fünf Touren auf einen Fern-Drilling (0:2:3, 7:12). Die Liedolsheimer Auswärtsliebe ähnelt einer Fernbeziehung, bei der man regelmäßig hinfährt, aber nie gemeinsam nach Hause kommt. Mit einem Sieg im Hardtwald wäre zumindest die Diskrepanz zu den Führungskräften dezent reduziert. Zweimal spielten die beiden Mannschaften im vergangenen Jahr gegeneinander und beide Male mussten die »Städtler« sechsmal anspielen (3:5, 0:5). Vier der zehn Einschüsse gingen auf das Konto von Hans Kyei. Der kommende Einsatz soll an die Heimmannschaft gehen Nach dem 1:0 gegen Kirchfeld 2 will der Zehnte (9) nun auch mal daheim triumphieren. Nur vier der zehn Zapfen wurden hier im heimischen Rund eingeholt.

FC Alemannia
Eggenstein

FV 1911
Graben
Alemannia und der FV Graben gehören zu einem Trio, das mit sieben Punkten die Abstiegsränge belagert. Ein enorm wichtiges Spiel für die beiden Keller-Kompanen. Die letzte Rutsche am vergangenen Wochenende brachte Duppen in die Kiste. Alemannia (13.,7) luchste dem FV Liedolsheim einen Punkt ab (0:0). Die wichtigste Erkenntnis war wohl, dass die Defensive die Null hielt. Die Karten-Freunde (28 Verwarnungen) mit dem vierten Unentschieden im Rundenverlauf. Graben (14.,7) konnte mit einem 3:2 über Blankenloch die Laterne an Kirchfeld 2 abgeben. Die schwächste Auswärtsmannschaft mit der löchrigsten Abwehr (33) benötigt nach fünf Exkursionen ohne einen Zähler (6:21) ein positives Erlebnis im fremden Bett. Bisweilen ähnelten die Erfahrungen einem nächtlichen Aufriss bei drei Promille, dem ein Morgen folgte mit der totalen Ernüchterung. René Söllner wird sich am kommenden Spieltag am Sportplatzweg einfinden, um der Kellerkonferenz beizuwohnen. Achtmal stand man sich auf den Füßen. Beide Teams konnten hierbei vier Siege verbuchen (4:0:4, 15:13). Elf Jahre mussten die »Krabben« auf dieses Duell warten. Damals konnten die »Brockefresser« den Drilling in die Heimat abtransportieren (2015, 0:2).

SV 1911
Blankenloch

KIT SC 2010
Karlsruhe
Blankenloch muss am kommenden Spieltag befürchten, dass eines der beiden Teams, die hinten stehen, gewinnt (Eggenstein vs Graben). Das könnte bei einer zeitgleichen Pleite für den Sprung hinter den Strich sorgen. Man kann den Plan sabotieren, wenn man die KIT’s besiegt. Das 2:3 gegen den FV Graben spielte dem »Rotbärzel« nicht gerade in die Karten. Der Zwölfte (9) mit Heimphobie (Vorletzter) ist also gefordert. Die Teilzeit-Arbeiter vom Campus (8 Spiele) stehen mit 11 Punkten auf dem 8.Tabellenplatz. Die Studenten laufen Gefahr, zur grauen Maus zu mutieren. Die Bedrohung, für Tierversuche ins Labor rekrutiert zu werden, besteht nicht. Die fairste Garde holte aus den letzten beiden Spielen 4 Punkte (5:2). Die liegen aber am kommenden Spieltag drei beziehungsweise vier Wochen zurück (04.10, 27.09). Nun wollen die Grünweißen mit Ende der Semesterferien wieder Taten folgen lassen. Nicht spielen - bringt keinen Fortschritt. Die Blankenlocher gehören zu jenen Teams, mit denen sich die Hardtwälder bereits siebenmal trafen und nur einmal verloren (1:2:4, 7:16). Zweimal fielen keine Treffer … ausschließlich in der Hardtwald-Arena (0:0, 2025, 0:0, 2014). Zwei Nullnummern im akademischen Umfeld … Karl-Theodor zu Guttenberg hat damit nichts zu tun.

VfB 05
Knielingen 2

VSV
Büchig
Die Gast-Gilde musste sich nach der 0:4-Demütigung gegen den Lokalmatadoren Germania Friedrichstal erst einmal schütteln und sammeln. Zehn Punkte und Tabellenplatz 11. Im letzten Jahr waren es 19 Zähler und Platz 3. Summa summarum … die bisherigen Darbietungen der »Schweizer« erinnern an einen Bergsteiger, der gegenwärtig an einer Bordsteinkante scheitert. Wie bekommen die Verantwortlichen den Kahn flott? Ein Drilling gegen die »Holzbiere« wäre ein bewährter Anfang. Doch mit der Reserve vom Frauenhäusleweg ist der Vierte in der Gastgeberrolle (16). Die beste Abwehr (10) siegte zuletzt gegen den FV Graben mit 5:1 und verzeichnet ein Minus von einem Strich zur letzten Runde (17). Das unterstreicht allerdings nur die Aussage, dass man bereits im zweiten Jahr sensationell starke Auftritte abliefert … wenn man nicht gerade gegen den VSV antrat. Gegen den kommenden Gegner verloren die Grünschwarzen 0:3 und 0:5 bei ebener Statistik (3:3:3, 12:18).