Kreisliga Karlsruhe • Sonntag, 11.10.26

SG
Daxlanden

Karlsruher
SV
Der zweifache Spitzenreiter der aktuellen Saison ist nicht gemacht, um die dicken Fische an Land zu ziehen. Binnen weniger Tage brach ein doppeltes 1:2-Unheil über die »Sandhasen« herein (Büchig, SG Karlsruhe). Fünf Punkte sammelten sich als Diskrepanz zwischen dem KSV (16) und der SG Daxlanden (21). Sollten die »Schlaucher« den heimischen Zwist mit einem Sieg eintüten, dann darf man die »Sandhasen« getrost von Topspielen freistellen. Hecht bestellt, Fischstäbchen geliefert. Im Vergleich zum letzten Jahr verspürt die alte Union einen Zuwachs von 2 Punkten, die allerdings weder Freud noch Leid auslösen. Daxlanden konnte seinen Lapsus gegen die SG Karlsruhe mit einem 2:1 über Ost/Germania Karlsruhe relativieren; nicht aber gutmachen. Fakt ist - die Jagdgrund-Equipe liegt einen Zähler hinter dem Ersten auf dem 2.Tabellenplatz. Dreimal Tabellenführer; einmal beste Defensive (6) für den Pokalsieger 2024 … »schäääh« aber schade. Ein Gemenge, das bisher fast höhepunktfrei verlief. In vier Spielen (1:2:1, 3:2) kamen fünf Buden zusammen (ø 1,25 Torbeteiligungen). Wir haben selten einen kleineren Quotienten gefunden.

FC Germania
Friedrichstal

VSV
Büchig
Vor wenigen Wochen hätten wir gesagt, Schützenfest in Stutensee und an der Flinte steht ein »Schweizer«, der nicht auf den Namen Wilhelm hört. Doch in den letzten Wochen mussten wir feststellen, dass die »Hugenotten« eine wirklich gute Entwicklung angeschoben haben. Ein 1:1 gegen KIT und 4 Zähler aus den letzten beiden Spielen (4:2) - man bekommt das Gefühl, dass die Germanen, Tabellen-Neunter (9), ihre sportliche Heimat gefunden haben. Die Umzugskartons sind ausgepackt und am Briefkasten klebt bereits der Name. Büchig holte als Sechster nur einen Zähler mehr (10); aber sechs Dupfen weniger als vor 12 Monaten. In den vergangenen beiden Spielen summiert der VSV ein Sixpack (2:1, 3:2). Die Büchiger Zapfanlage funktioniert also wieder - jetzt muss nur noch jemand den Schaum im Zaum halten. Zum ersten Mal in der Neuzeit treffen diese beiden Cliquen im Wettbewerb aufeinander.

SG Fackel/Olympia
Karlsruhe

SG
Karlsruhe
Ein 2:0 über Daxlanden; ein 2:1 über den KSV - die SG Karlsruhe mit ungewöhnlichen Resultaten und auf BigPoint-Tournee. Die Nordweststadt-Gilde steckt ihren Besitz ab und zeigt Nebenbuhlern smart den Ausgang. »Betreten des Balkons verboten!« Jetzt kommt die stärkste Sturm-Geschichte (29) mit 42 Torbeteiligungen (ø 5,25) als zweimaliger Spitzenreiter und Primus in den Hardtwald. Doch der Vorsprung auf den Zweiten ist äußerst schmal und nur mit einem Duppen Distanz behaftet (22). Hochmut ist also kein guter Ratgeber, zumal Gastgeber Fackel/Olympia gerne mal die Dicken ärgert, um die Mageren zu beschenken. Robin Hood in Stollenschuhen … Zuletzt verlor der Siebte dreimal in Serie (4:14) und die Frage nach dem Leistungsstandard bleibt unbeantwortet. Das Jones-Team konnte bisweilen wenig überzeugen, ohne zu enttäuschen. Ein Fähnlein im Wind, ein Milchzahn beim Steakessen; ein Stöckelschuh auf Kopfsteinpflaster … Staatsangehörigkeit - Niemandsland. Als man sich 24/25 hier im A-Klassen-Jargon über den Weg lief, hatte Olympia wenig Grund zu lachen. Die Blaugelben trafen in zwei Durchgängen elfmal (1:5, 2:6) mit vier Demir-Treffern.

SpG Ost/Germ.
Karlsruhe

FC 1921
Karlsruhe
Mittelfeldgeplänkel im Stadtwald mit 44 Füßen und zweimal 7 Punkten auf dem Guthaben-Konto. Die einen müssen sich zur Winterpause einen Coach suchen - die anderen haben einen gefunden. Die Ost/Germanen (10.); neuerdings als »Orthmänner« unterwegs, gegen den FC 1921 Karlsruhe (11.). Das Form-Barometer wirkt violett, denn die gewannen zuletzt 4:2 gegen Alemannia Eggenstein und feierten den zweiten Dreier in Folge (6:3). Die Haus-Gemeinde holte hingegen nur einen Punkt aus den vergangenen beiden Heimspielen. Fair (9/0/0) erwartet Flegel (25/3/1); Fusion gegen Eigenständig. Das klingt nach Paartherapie mit Schienbeinschonern. Mit einem 1:2 gegen Topteam Daxlanden gingen die Hausherren aus dem letzten Rennen. Die einzigen beiden Kicks im letzten Semester gewannen die »Katholiken« (1:0, 4:2). Der Stadtwald scheint ihnen zu liegen wie Weihrauch in der Sakristei. Egal, wie das Spiel ausgeht - die 4 Punkte, die man im letzten Jahr mehr auf der Kante hatte, werden am kommenden Wochenende nicht relativiert werden. Da hilft weder Zinseszins noch ein Gespräch mit dem Bankberater.

FC Alemannia
Eggenstein

FV Fortuna
Kirchfeld 2
Der Keller-Kick des kommenden Spieltages auf dem Gelände der Eggensteiner Alemannia. Für viele »Krabben« eine Begegnung mit der Vergangenheit. Sportlich konnte sich die Eggensteiner Belegschaft jedoch nicht verbessern. Im letzten Jahr hatte man nach sieben Spielen 9 Punkte - nun sind’s gerade mal 5 nach fünf Spielen ohne Sieg (0:1:4, 6:14). Der Vorletzte nach einem 2:4 gegen den FC 1921 Karlsruhe. Verlieren die Ozan-Burschen erneut, dann könnte Schwarzgelb am kommenden Wochenende vom Tabellenende Grußkarten verschicken. Porto zahlt der Empfänger. Der Fortune liegt einen Platz (13.) und einen Punkt (6) vor dem Hausherrn. Die schwächste Offensive (5) mit 19 Torbeteiligungen (ø 2,71) ist eine Spaßbremse. Vorne herrscht Zimmerlautstärke. Doch wenn die »Siedler« am kommenden Spieltag einen Zähler holen; dann bleibt der Abstand zum Gegner und die Serie ohne Sieg (0:3:2, 3:10). Ein Punkt wäre Stillstand mit Quittung. Mit einem 2:1 in Eggenstein und einem 2:0 an der Allee jubelte Grünweiß im letzten Jahr gleich zweimal - in beiden Fällen mit Trainer Ozan auf der Bank. Man kennt sich also - nur sitzt der Mann mit dem Beipackzettel inzwischen auf der anderen Seite.

SV 1911
Blankenloch

FV
Liedolsheim
Blankenloch verspürt Druck von außen und somit auch von innen. Hinter ihnen werden am kommenden Wochenende definitiv Punkte verteilt. Eine erneute Pleite der Arnold-Allianz und die »Rotbärzel« könnten jenseits der roten Linie anzutreffen sein. Sechs Spiele warten die Hausherren inzwischen auf den so erwünschten Drilling, der partout den Weg ins Blankenlocher Lager nicht findet (0:3:3, 8:13). Der Dreier scheint die Adresse zu kennen, verweigert aber die Zustellung. Nach einem eher verhaltenen 1:1 gegen Fortuna Kirchfeld 2 hat sich die Situation zugespitzt. Kann der Zwölfte (6) den Achten (9) ärgern und die fehlende Kaltschnäuzigkeit beim Gast zum Vorteil nutzen? Glauben wir nicht, denn Liedolsheim konnte sich nach einem lausigen Start freischwimmen und gab ganz andere Ziele aus, als im Niemandsland den Hasen zu jagen. Zuletzt konnte die schwächste Positive (+3) mit der impulsiven Bank (2/1/0) für Furore sorgen und sechs Zähler aus zwei Spielen einholen (10:3). Das Pendel schlägt wieder aus - nur weiß keiner, ob es eine Uhr oder eine Abrissbirne ist. Doch im Fern-Verkehr ist der »Ginggel« ein Tagelöhner und auf dem vorletzten Platz der Vagabunden zu finden. In den letzten vier Heimspielen zwischen 2023 und 2026 konnte die Heimmannschaft keinen einzigen Zähler holen (2:4, 0:2, 1:2, 2:3).

VfB 05
Knielingen 2

FV 1911
Graben
Von der Couch, mit der Laterne unterm Arm, an den Rhein. Letzte Woche spielfrei, nach einem eher wässrigen 1:3 gegen den FC Germania Friedrichstal. Der FV Graben (15.) ist mit 4 Punkten Letzter und muss das Feld von hinten aufrollen oder eben nicht. Will man drinbleiben, dann müssen Erfolge gemeldet werden. Davon gab es zu wenig; was man von Gegentreffern nicht behaupten kann. Keine Mannschaft beförderte den Ball dermaßen oft aus dem eigenen Netz (23). Der Torwart kennt die Maschen inzwischen vermutlich mit Vornamen. Nach vier Reisen ohne Punkte (5:16) ist Knielingen 2 der kommende Gegner. Die stehen auf einem verdammt guten 4.Tabellenplatz (13) und verspüren kaum Druck. Dennoch wurmt die 1:2-Niederlage gegen Liedolsheim - die erste Pleite nach fünf Spielen (4:1:0, 9:3). Sollten die »Holzbiere« den kommenden Einsatz mit einem Drilling beschließen, dann ist man dabei im Orchester der Obrigkeit. Acht Punkte sind es zum Zweiten, bei einem Spiel minus. Ein Zähler fehlt zum Ergebnis des letzten Jahres (14). Als man sich im Februar 2025 bei einem Testspiel gegenüberstand, brillierte die Heimmannschaft mit einem 5:0 (Lemmer, Scholz, Mois, Bodemer 2). Als man hier das letzte Mal um Punkte pöhlte, gewannen die »Holzbiere« 2013 zu B-Klassen-Zeiten 3:0. Irgendwo dazwischen liegt wohl die kommende Realität.