Kreisklasse A1 Karlsruhe • Sonntag, 20.09.26
»Krabben« fordern den Spitzenreiter

FV
Liedolsheim

FC Germania
Friedrichstal
Vor 23 Jahren standen die »Hugenotten« das letzte Mal beim FV Liedolsheim auf dem Grün und gewannen 2:1 (2002). Damals hieß die Liga Bezirksliga Staffel 1 und für die Gäste begann ein großer Siegeszug, der 2019 in der Oberliga gipfelte. Zweimal kam es zu einem Treffen und beide Male gewannen die Germanen (1:2, 1:3). Eine dritte Niederlage für die »Ginggel« wäre das Quo vadis für die FV-Delegation, die sich an und für sich für ein Rennen um Kreisligaplätze einschrieb. Stattdessen steht derzeit eher Warnblinker am Straßenrand. Jetzt sind es fünf Spiele ohne Sieg (0:3:2, 7:11) für den Unentschieden-König der A1 (3). Ein 12.Tabellenplatz; zwei gelbe und eine gelbrote Karte für die Bank und 3 Punkte - das hat man sich anders vorgestellt. Die Gäste stehen mit guten 5 Punkten auf einem 8.Tabellenplatz. Zufriedenheit bei den Schwarzweißen nach turbulenten Zeiten und sieben Reisen ohne Sieg (0:1:6, 7:34). Vielleicht bringt die Fahrt nach Dettenheim Koordinaten auf die Reise-Route.

FC 1921
Karlsruhe

VfB 05
Knielingen 2
Noch nie verlor der FC 21 gegen eine Knielinger Reserve (3:1:0, 12:5) und das soll so bleiben, was wiederum bedeuten würde, dass das Schlusslicht nach vier Spielen ohne Sieg (0:1:3, 4:16) einen Erfolg verbuchen wird. Die letzten beiden Spielwochen brachten keine weiteren Pleiten. Dem 1:1 gegen Friedrichstal folgte eine Spielpause. In der letzten Saison waren es nach vier Spielen 9 Duppen - derzeit ist es ein Strich. Absturz ohne Fallschirm, aber mit Traditionsbilanz. Dafür summieren die Knielinger 9 Zähler auf ihrer Habenseite, was ihnen momentan zu einem 5.Tabellenplatz verhilft. Drei Drillinge holten die »Holzbiere« aus den letzten drei Kicks (7:2) und der vierte soll sogleich folgen. Die Brauerei läuft - jetzt fehlt nur noch der Viererpack zum Stammtisch. »Mach’s nochmal, FC … «, könnte der Slogan lauten. Im letzten Jahr erzielten Maier, Mattern 2 und Hamann die vier Buden zum 4:1-Heimsieg gegen den VfB 2. Casablanca kann warten - am Kanalweg zählt die Fortsetzung.

SpG Ost/Germ.
Karlsruhe

SV 1911
Blankenloch
Die Hausherren kommen einfach nicht aus dem Knick. Nach dem 1:2 gegen den VfB Knielingen 2 sind es drei Pleiten in Folge (2:9) und ein Abstiegsplatz (13.). Was kann den Hausherren jetzt noch helfen? Vermutlich weniger Ursachenforschung und mehr Wiederbelebung. Der Dreizehnte machte es bisweilen daheim ganz anständig, denn da entstanden aus den vergangenen 180 Minuten 4 Dupfen und 2:1 Treffer. Blankenloch liegt nach dem 2:2 gegen Eggenstein auf dem letzten einstelligen Tabellenplatz (9., 4). Doch auch hier blieben Siege in den zurückliegenden 270 Minuten aus (0:1:2, 3:7). Sollten die »Rotbärzel« auch im kommenden Duell das kürzere Holz ziehen, dann stecken die Arnold-Jungs mittendrin. Noch ist es eine Ergebniskrise - irgendwann bekommt das Kind einen hässlicheren Namen. Die Rotschwarzen hinken 2 Zapfen hinter dem Letztjahreswert hinterher; bei den Ost-Germanen sind es sogar 5 Striche. Die Würfel sind im Becher und die Gäste hoffen auf den ersten Sieg im dritten Versuch gegen den SVB, nachdem im letzten Jahr ein Punkt eingespielt wurde (2:2, 0:3).

FC Alemannia
Eggenstein

SG
Daxlanden
Besorgte Gesichter bei den »Krabben«. Der »Schlächter-Schlaucher« kommt und der ist aktuell dermaßen gut drauf, dass den Gegnern das Lachen vergeht. Fünf Siege in Serie (22:3) haben die besten Mannschaftsteile in Union (22:3) bisweilen eingespielt. Am Wochenende war der VSV Büchig zu Gast und konnte mit einem 4:0 bezwungen werden. Der Pokalsieger von 2024 fährt nun zu den Eggensteiner Alemannen, die mal »ätschbätsch« und mal »unterirdisch« unterwegs sind. Zurzeit besitzt der Siebte 5 Zapfen, mit denen man arbeiten kann. Doch man munkelt, dass nach den kommenden neunzig Minuten 270 Minuten ohne Sieg analysiert werden (0:1:1, 3:5). Eggenstein zwischen Himmel und Kanalisation - Konstanz sieht anders aus. Im Oktober 2023 besiegte Gelbschwarz Rotblau mit 5:2 (A-Klasse). Der letzte Heimsieg der Nullfünfer gegen die SG und der zweite von insgesamt drei Dreiern. Sechsmal setzte sich Daxlanden durch; einmal wurden die Punkte geteilt (3:1:6, 19:34). Die Statistik sagt Auswärtssieg - Eggenstein hofft auf einen Druckfehler.

VSV
Büchig

SG
Karlsruhe
Beide Teams sahen wir im vorderen Bereich der Tabelle - eine Mannschaft konnte dieser Prognose nachkommen; die andere ist der VSV Büchig, der als Zehnter im Nirgendwo dümpelt. Prognosen sind eben wie Regenschirme - manchmal stehst du trotzdem im Nassen. Die Mannschaft der letzten Rückrunde hat den Puls wieder runtergefahren und ist mit 3 Torbeteiligungen pro Spiel der Geizkragen der Liga. Zuletzt gab’s Deftiges im negativen Sinn. Gegen die SG Daxlanden unterlag das Team mit 0:4. Anders die SGK, die mit einem 4:2 über KIT wichtige Punkte anhäufte. Dreizehn in den letzten fünf Saisonspielen (20:9), als eines von drei Teams ohne Niederlage (3.). Mit ø 5,8 Torbeteiligungen sind die Gelbblauen wieder das Team mit dem höchsten Unterhaltungswert. Wo SGK draufsteht, ist derzeit Power im Karton. Die Erinnerungen an Büchig könnten besser sein. Null Punkte in der letzten Runde (3:1, 4:0); null Punkte und Pokalaus in der Saison davor (3:0, 5:3, 4:2 n.V.). Büchig ist für die Gelbblauen bislang weniger Gegner als schlecht sitzendes Hühnerauge.

KIT SC 2010
Karlsruhe

Karlsruher
SV
Die neue KIT-Generation hat aktuell nicht die Zugkraft der einstigen Studenten-Auswahl. Hatte man im letzten Jahr um diese Zeit 5 Gegentreffer, so addieren wir aktuell nach fünf Saisonspielen 13 Einschüsse. Der Lehrplan wurde offenbar um das Fach »Begleitschutz zum eigenen Tor« erweitert. Gewinnen die Grünweißen aber den nächsten Vergleich mit dem KSV, dann ist wieder alles im Lot. Gerade hier auf eigenem Geläuf wurden die letzten beiden Spiele gewonnen (6:2). Der Sechste (7), zuletzt mit einem 2:4 gegen die SGK gebrandmarkt, in der Bringschuld gegen den Zweiten (13); der momentan, als eines von drei Teams ohne Niederlage, rotiert wie ein Ventilator. Disziplin (7 gelbe Karten) und Kampf zeichnen den zweifachen Tabellenführer aus. Elf Spiele ohne Niederlage (8:3:0, 35:11) und nur 2 Tupfen Distanz zum Ersten. Der KSV klopft oben nicht mehr an - der steht schon mit Schuhen im Flur. Dazu 6 Punkte gegen den kommenden Gegner in der letzten Saison (1:2, 1:3) bei ebener Historie (5:1:5, 17:17) mit wenig Potenzial zu einer Teilung. Friedensverhandlungen wurden traditionell vertagt.

FV 1911
Graben

SG Fackel/Olympia
Karlsruhe
In Graben hadert man mit der Defensive, die mit 19 Gegentreffern die schlechteste der Saison ist, und mit der Disziplin (2 rote Karten). Ein Punkt aus fünf Spielen (9:19); zwei knappe 2:3-Niederlagen gegen Titelkandidaten - die »Brockefresser« im Zwiespalt und nun gegen Fackel/Olympia, die sich in guter Form präsentieren. Die stehen auf dem 4.Tabellenplatz (10) nach einem 2:1 über Liedolsheim und sind derzeit Letzter der Fairness-Tabelle (16/0/2). Vier Spiele ohne Pleite (3:1:0, 10:5) und Tuchfühlung zur Spitze. Von wegen heile Welt. Felix Heil pfeift; Sascha Heil coacht … vier der sieben roten Liga-Karten gehen auf die Konten der beiden Aufsteiger. Gegen den FC Fackel Karlsruhe konnte Graben nie gewinnen (0:2:4, 7:18). Sechs Versuche ohne Dreier … klappt’s jetzt gegen Fackel/Olympia?