SV
Hohenwettersbach

3:3

TSV 1907
Wöschbach


Rückstand, Vorsprung, Sandmännchenattacke, Kabinenfest


Wieder einmal haben die Blaugelben bewiesen, dass man erstens nie aufgibt, wenn man zurückliegt, und zweitens Probleme hat, einen Gegner vorzeitig zu eliminieren. Zum dritten Mal in dieser Saison verspielten die »Spengler« einen Zwei-Tore-Vorsprung (Berghausen 2, VfB Grötzingen 2, TSV Wöschbach). Nimmt man die Spiele der 1. Halbzeit, dann stünden 11 Punkte und 11:12 Treffer auf dem Zettel – Durchgang zwei brachte 6 Punkte und 6:12. Die Symbiose beschert dem Trupp schmale 4 Duppen. Wie sagte einst ein erfolgreicher Mensch der Ballzunft … »Ein Spiel dauert halt 90 Minuten!« »Recht hat er, der gute Sepp aus der Kurpfalz.«

Der neue Wöschbach-Bomber Qorri machte bereits nach vier Minuten das 1:0 für den Gast aus Wöschbach. »Das kann ja heiter werden«, dachte man, zumal man gegen den TSV in den letzten Jahren dreimal böse unter die Räder gekommen war. Allerdings fanden diese Schlachtfeste ausschließlich auf dem Wöschbacher Hohberg statt (0:5, 0:5, 0:4). Doch bereits wenige Minuten später war »Linde« König zur Stelle und zeigte der »Ölfunzel«, wo man hier in der »Spenglerei« das Licht anmacht (5.). Jetzt begann die beste Hohenwettersbacher Zeit, und wer die Tabelle nicht studiert hatte, der fragte sich, wer hier Letzter und wer hier Zweiter ist. Bollheimer im SVH-Tor zeigte sich auf dem Posten und parierte zweimal glänzend, während König nach zehn Minuten einen Volleyschuss aus 20 Metern in die Maschen setzte … Format: Tor des Monats! Jetzt erspielte sich der Hausherr einige gute Chancen, und man glaubte fest an den Dreier. Schließlich war ein Kabinenfest angesetzt, und eine Festlichkeit ohne Triumph ist wie ein flotter Dreier zu zweit. Nach 45 Minuten bat Referee Dutschke zum Pausentee und schickte den Schlagabtausch in eine 15-minütige Warteschleife.

In Durchgang zwei musste man nicht allzu lange warten, um den nächsten Höhepunkt zu sehen. Wieder setzte sich König durch und versenkte nach 63 Minuten zum 3:1. Gerne hätten wir das Tor später gesehen, denn wie eingangs erwähnt, folgt auf eine Zwei-Tore-Führung die obligatorische Schlafparalyse. Es entwickelte sich eine Phase, in der Wöschbach einfach etwas mehr machte, während Hohenwettersbach mehr und mehr die Lösung in der Verteidigung suchte. Wenn dann ein Gegner auf 3:2 herankommt, wird’s schwer, den Schalter wieder umzulegen. Vielleicht hätte man das 4:1 aus einem Konter machen können … doch es kam anders. Mick Laufer verkürzte nach 73 Minuten auf 3:2, und - nun ja! In der 85. Minute zeigte der Mann der Regeln auf den ominösen Punkt – Cristian Alessandro Atkinson Montecielo … ein Schütze, vier Namen und das dritte Wöschbacher Tor zum 3:3. Vor dem Spiel wäre der Hausherr mit einem Punkt zufrieden gewesen. Nach dem Spiel sah das anders aus. Dennoch gab es Grund zum Kabinenfest - man gab die rote Laterne nach Durlach ab … Die letzten Bilder im Mannschaftschat zeigten gut gelaunte »Hofmer« in blaugelben Kabinen in den frühen Morgenstunden.



SV Hohenwettersbach • 17.10.26





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