SC
Neuburgweier II
SG
Stupferich II



Aufstellung SG

38. Röhsler 5. Bresnik 6. Eldracher, F. 12. Becker, P. 18. Volz 35. Becker, K. 43. Büchele 45. Kabbeh 47. Eldracher, Markus 48. Eldracher, Mat. 49. Eldracher, Martin

2. Fehrer (für Nr. 43 / 67. Min.) 3. Schatzl (für Nr. 48 / 85. Min.) 5. Koya Makhoul (für Nr. 5 / 81. Min.) 42. Elkes (für Nr. 18 / 85. Min.)

Schiedsrichter: Unger, Eberhardt

0:1 ( 7. Min.) Eldracher, F. (Elfmeter)
1:1 (24. Min.) Krieger (Elfmeter)
1:2 (71. Min.) Eldracher, Markus
2:2 (74. Min.) Krieger
3:2 (85. Min.) Weinkötz


SG II unterliegt in grenzwertigem Spiel


Was sich bereits in der ersten Pokalrunde angedeutet hatte, als die Zweite Mannschaft der SG Stupferich beim C-Ligisten SV Nordwest das Elfmeterschießen benötigte, um die nächste Runde zu erreichen, bestätigte sich leider beim nächsten Auftritt im Kreispokal. Wieder ging es gegen einen C-Ligisten. Der gastgebende SC Neuburgweier II hatte allerdings überraschend den eine Klasse höher angesiedelten SV Völkersbach aus dem Wettbewerb geworfen, insofern mußte man auf Stupfericher Seite gewarnt sein.

Die SG ging fast mit derselben Mannschaft in die Begegnung wie gegen Nordwest und hatte einen optimalen Start. Bereits nach wenigen Minuten wurde Ismail Kabbeh im gegnerischen Strafraum vom Neuburgweierer Torwart Lukas Roth gefoult. Schiedsrichter Unger entschied sofort auf Strafstoß, den Mannschaftskapitän Freddy Eldracher sicher zum 0:1 verwandelte. Leider gab die frühe Führung der SG keine Sicherheit. Möglichkeiten, die Führung auszubauen, gab es kaum. Im Gegenteil: Mitte der ersten Halbzeit ging Martin Eldracher im Stupfericher Strafraum zu ungestüm gegen Robin Schmadel zu Werke. Wieder zögerte Unger nicht und verhängte auch hier einen Strafstoß. Routinier Christopher Krieger ließ SG-Schlußmann Julian Röhsler keine Abwehrchance. Insgesamt sahen die Zuschauer in der ersten Halbzeit eine ähnliche Begegnung wie gegen Nordwest: Die SG hatte etwas mehr vom Spiel, versäumte es aber, sich Torchancen herauszuspielen. Gegen den nicht immer sicher wirkenden Torhüter des SCN wären möglichst viele Torschüsse ein probates Mittel gewesen. So ging es mit dem 1:1 in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Gastgeber langsam Oberwasser. Zunächst zielte Schmadel nach einem Alleingang knapp am Tor vorbei. Kurz darauf landete der Ball am Pfosten des Stupfericher Tores. Im Anschluß an einen Eckball mußte ein Stupfericher Abwehrspieler auf der Linie klären. In der siebzigsten Minute stand das Spiel kurz vor einem Abbruch. Als ein Spieler des SC Neuburgweier im Mittelfeld am Boden lag, forderten die Gastgeber vehement eine Spielunterbrechung, wobei man durchaus den Eindruck haben konnte, daß immer dann irgendwo ein Neuburgweierer „verletzt“ zu Boden ging, sobald sich einer der inzwischen seltenen Stupfericher Angriffe dem gegnerischen Tor näherte. Freddy Eldracher reagierte nicht auf die Aufforderung und trieb den Ball in Richtung Strafraum, wo er auf seinen Schwager Markus paßte, der zur erneuten Führung einschoß. Was sich danach abspielte, hatte mit Fußball nichts mehr zu tun: Drei, vier Spieler des SCN warfen sich auf Freddy Eldracher, rissen ihn zu Boden, traten und bespuckten ihn. Ebenso wurde die Ersatzspieler auf der Stupfericher Bank angegriffen. Der Unparteiische war mit der Situation überfordert, aber das wäre wohl jeder gewesen. Sicherlich kann man sich die Frage stellen, ob es in dieser Situation von Eldracher fair war weiterzuspielen. Jedenfalls – und das ist unstrittig – war es regelkonform, was die Reaktion der Gastgeber definitiv nicht war und eigentlich eine Reihe von Platzverweisen hätte nach sich ziehen müssen. Um die Gemüter zu beruhigen und zu verhindern, daß die Situation weiter eskalierte, entschieden die Stupfericher, aus der soeben erzielten Führung keinen Vorteil ziehen zu wollen und ließen nach Wiederanpfiff Krieger ohne Gegenwehr zum 2:2 ausgleichen, was vom Publikum mit Applaus bedacht wurde. Zumindest sorgte das geschenkte 2:2 dafür, daß die Begegnung ohne weitere Gewaltausbrüche zu Ende gespielt werden konnte. In der 85. Minute traf der eingewechselte Daniel Weinkötz zum vom Anhang der Neuburgweierer vielumjubelten 3:2. Die SG versuchte zwar nochmals, einen weiteren Treffer nachzulegen, um sich in die Verlängerung zu retten. Aber zunächst scheiterte der kurz zuvor gekommene Benjamin Elkes, als er den Ball mit rechts knapp am Pfosten vorbeisetze. Eine Flanke von Pascal Becker wurde die Beute von Roth, und so endete die Begegnung nach langer Nachspielzeit mit 3:2. (JZ)


SG Stupferich - 30.07.22