Karlsruher SV II
2:1
Karlsruher FC West II

Aufstiegspiel Nr. 1 beim SC Schielberg am Mittwoch, 05.06.2019
Auftaktsieg für die KSV-Zweite

Das ausgeglichene und bis zum Ende offene Kräftemessen zwischen den Vizemeistern der C2 und C3 konnte der Karlsruher SV knapp für sich entscheiden. Während der FC West mit zwei Pfostentreffern im Pech war und auch bei einer Großchance in der Schlussphase am glänzend reagierenden KSV-Schlussmann scheiterte, hatten die Jungs aus der Waldstadt das Spielglück auf ihrer Seite. Dennoch holten sie sich die Punkte mit einer engagierten Teamleistung nicht unverdient.

Die favorisierten Westler wurden ihrer Favoritenrolle vom Anpfiff weg gerecht und setzten sich sogleich in der KSV-Hälfte mit kontrolliertem Spielaufbau fest. Torgelegenheiten ergaben sich aus dem Spiel heraus aber nicht, dafür hatten es Standardsituationen in sich. Schon früh setzte Experte Steffen Vier einen Freistoß aus 28 Metern an den rechten Außenpfosten (5.) und Sascha Afsharinejad zirkelte ebenso gekonnt einen allerdings fragwürdigen Freistoß aus gleicher Distanz an die linke Stange (21.). Kurz darauf war es dann doch soweit, als die KSV-ler im Deckungszentrum unsortiert wirkten. Von Jannik Kappenberger schlau angespielt, lüpfte Afsharinejad frei vor dem KSV-Keeper die Kugel zur unstrittig verdienten 1:0-Führung ins Tor (25.). Schon kurz zuvor hatte die Stumpf-Truppe ihre anfänglich zögerliche Spielweise aufgegeben und beschäftigte nun ebenfalls die gegnerische Defensive. Die Versuche von Dominik Frankenhauser (27.), Timo Gob (32.) und Felix Bähr (39.) konnten Dennis Röckel aber nicht beeindrucken. Auf der anderen Seite hätte Simon Schöndelen den Vorsprung ausbauen können, doch köpfte nach einer feinen Linksflanke aussichtsreich über den KSV-Kasten (42.). Fast im Gegenzug musste der West stattdessen den Ausgleich kassierten. Von links spielte sich der kurz zuvor ins Spiel gekommene Matthias Krause nach innen und schlenzte den Ball aus zwanzig Metern sehenswert zum 1:1 ins äußere Toreck (42.). Kurz nach diesem Überraschungscoup wurden dann die Seiten gewechselt.
Die zweite Hälfte ließ sich zunächst wenig ansehnlich an, wobei sich die Nordsterntruppe mehr Spielanteile erarbeitete und die Offensivaktionen der Kreisligareserve besser unter Kontrolle hatte. Die eigenen Torannäherungen beschränkten sich vorerst auf einen das Gehäuse verfehlenden Abschluss von Daniel Walz (67.) und einen Freistoß von Bjarne Waßmuth, den Röckel locker festhielt (69.). Wenig später konnten die Pfeiffer-Schützlinge einen KSV-Eckball nicht gut genug klären. Eckballschütze Bähr flankte erneut hoch in den Strafraum, wo Viktor Wischnewski am zweiten Pfosten mit dem (schwachen?) Linken fast von der Grundlinie abzog und die Lücke zum 2:1 fand (73.). Die Freude hätte aber nicht lange angedauert, wäre die Kugel gleich nach dem Anspiel im Getümmel vor dem KSV-Tor dort hinein gerutscht (74.). Abgesehen davon blieben die KSV-ler spielbestimmend und bemühten sich um den dritten Treffer. Ein strammer Schuss von Waßmuth blieb indessen erfolglos (75.) und bei dessen nächster gut herausgespielten Gelegenheit scheiterte er am faustenden West-Keeper (76.). Als der auffällig fallsüchtige Vier einen Freistoß in die Waldstädter Mauer gedroschen hatte (77.), mobilisierten die Hertzsträßler nochmals ihre Offensivqualitäten. Die beste Torchance resultierte aber aus einer verunglückten Rückgabe der KSV-Innenverteidigung. Afsharinejad nahm die Vorlage auf und stand einschussbereit vor Angelo Celona, der jedoch mit einer coolen Abwehrtat den westlichen Torjubel erstickte (83.). Den ließ Schiri Philipp Federlechner auch auf der anderen Seite nicht zu, als er das vermeintliche 3:1 von Krause nicht gelten ließ (88.). So hielt die Spannung, der FC West konnte aber mit dem wenig durchdachten Vorgehen die ebenfalls körperlich präsenten KSV-ler bis zum Ende der Nachspielzeit nicht mehr gefährden (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Karlsruher SV - 09.06.2019