GSK Karlsruhe
3:3
Karlsruher SV

KSV weiter ohne Erfolgserlebnis.

Mit einer vermeidbaren Niederlage beim GSK musste die KSV-Truppe enttäuscht den Heimweg antreten. Die Waldstädter hätten sich zweifellos mindestens ein Remis verdient gehabt, waren in entscheidenden Situationen aber wenig sattelfest und konnten andererseits aus ihrer Feldüberlegenheit insbesondere im zweiten Abschnitt kein Kapital schlagen. Die Gastgeber dagegen nutzten ihre wenigen Torgelegenheiten routiniert und effizient und verteidigten energisch den knappen Vorsprung dann bis zum Schlusspfiff.
Das erste Ausrufezeiten setzte Bjarne Waßmuth mit einem beherzten Alleingang auf der rechten Seite und bediente von der Grundlinie Daniel Walz, dessen Schuss aus acht Metern von der GSK-Abwehr noch geblockt wurde (2.). Dann gelang Moritz Hartung nach einer abgewehrten Ecke ein fulminanter Flachschuss aus 28 Metern, Timur Kara lenkte den Ball jedoch mit den Fingerspitzen um den Pfosten (10.). Danach wurde das Geschehen gemächlicher. Nach zwanzig Minuten nutzten die Gastgeber ihren ersten ernst zu nehmenden Angriff dann jedoch zur überraschenden Führung. Murat Genc spielte sich auf der linken Seite durch und passte vors Tor, wo sich Tugay Genc löste und die Kugel aus fünf Metern neben dem rechten Pfosten ins Tor setzte (20.). Kurz darauf köpfte Ibrahim Yildirim bei einem 35-Freistoß knapp vorbei (23.). Weitere drei Minuten später machte man es den GSK-lern erneut leicht, den Vorsprung auszubauen. Nach einem weiten Zuspiel von Baris Akmann versetzte Routinier Artan Genc zwei Gegenspieler und stellte mit einem cleveren Schlenzer an Keeper Christian Becker vorbei auf 2:0 (26.). Die Nordstern-Truppe fing sich dann zunehmend und hatte mit einem Schuss von Dominik Germar von der Strafraumgrenze eine erste Torannäherung 30.). Es bedurfte indessen eines Eigentores, um sich wieder ins Spiel zu bringen. Waßmuth schloss ein feines Solo mit einer scharfen Hereingabe von der Torauslinie in den Fünfer ab, wo Tugay Genc beim nötigen Rettungsversuch den Ball ins eigene Tor zum 2:1 beförderte (33.). Beim KSV keimte wieder Hoffnung auf und die Offensivbemühungen wurden verstärkt, wenngleich diese die Heimelf kaum vor Probleme stellten. Wenigstens ein Freistoß kurz vor der Pause sollte dann Gefahr vor das GSK-Tor bringen. Der Schuss ging allerdings nach hinten los. Der abgewehrte Ball wurde schnell auf Farah Ibrahim gespielt, der sich links durchtankte. Dessen zu kurz abgewehrten Flankenball nahm Hüseyin Dag direkt und traf mit etwas Glück ins lange Eck zum aus Gästesicht konsternierenden 3:1 (45.).

Auch nach dem Wiederanpfiff setzte die Stumpf-Schützlinge die ersten Akzente. Waßmuth und Walz tanzten sich in den Strafraum, der Abschluss aus acht Metern war dann aber zu ungefährlich für den GSK-Keeper (46.). Beim Kopfball von Mauricio Monteiro musste er sich deutlich mehr strecken und klärte sehenswert (48). Sekunden später köpfte Benjamin Bindereif über den Kasten (49.). Auf der Gegenseite visierte Murat Genc aus 12 Metern den Winkel des KSV-Tores an, doch fischt sich Becker das Spielgerät (50.). Dann klärte wieder Keeper Kara einen Monteiro-Kopfball. Den abgewehrten Eckball setzte dann Jonas Klodwig knapp neben den Pfosten (55.). Mit der folgenden aktion fiel dann doch der verdiente Ausgleich. Bindereif legte quer auf Dominik Pohl, dessen toller Weitschuss neben dem linken Pfosten zum 3:2-Anschlusstreffer einschlug (56.). Die Waldstädter waren nun klar überlegen und das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber ab. Trotz finalem Powerplay sollten sich allerdings kaum klare Torchancen ergeben. Die Angriffsversuche waren insbesondere in Tornähe zu statisch und durchschaubar, weshalb die Genc-Truppe selten Schwierigkeiten hatte, das Ergebnis zu halten. Den Schuss von Monteiro auf Zuspiel von Willi Oliveira Schroer lenkte Kara um den Pfosten (71.) und auch der Drehschuss von Walz aus zehn Metern wurde eine Beute des GSK-Hüters (72.). Wenig später hätte er allerdings den Ausgleich nicht verhindern können, hätte Walz aus gleicher Position nicht nur den Pfosten getroffen (75.). Letztendlich verpufften auch die weiteren Versuche zum Torerfolg zu kommen. Nach dem etwas zu frühen Schlusspfiff des guten Andreas Dickemann durften die Gastgeber ihren zweiten Saisonsieg bejubeln, während die KSV-Jungs erneut über unnötig entgangene Punkte sinnieren müssen

Karlsruher SV - 03.09.2019