163. TSV 1907 Etzenrot
»Den Trampelpfad zur Autobahn genutzt«
14
Punkte
(0,41)
28:90
Tore
34
Spiele
Ein Punkt gegen den SV Nordwest (1:1) und ein Punkt gegen Eggenstein II (1:1) lauteten die Ausbeute aus dem ersten Halbjahr des abgelaufenen Jahres (2 Punkte/19 Spiele/0,10 Punkte/Spiel). Eine überschaubare Ausbeute für das Symbol der Erfolglosigkeit in der nahen Vergangenheit - TSV Etzenrot. Gewinnen war für die »Heidebückel« ein Vokabular, dass nicht über die Lippen kam. Doch anstatt die Hosen runter zu lassen inszenierten die Waldbronner völlig konträr eine 2.Mannschaft und steigerte den Punkte-Durchschnitt um 800 Prozent (0,80 Punkte/Hinrunde 2018/2019). »Chapeau mein Lieber!« Bundesliga, erster Spieltag … Dortmund verhaut Leipzig 4:1. Doch in der Jahnstraße sprach man anstatt von Witsel und Reus von Jourdan, Haag, Merz und Ejike. Der TSV hat den langatmigen Hohlraum gefüllt und Neuburgweier 4:0 geschlagen. Seither ging’s bergauf und die Aktivität um Andrè Stubenrauch heimste 12 Punkte in 15 Spielen ein.  Das Märchen vom »Heidebückel« soll zum Jahresbeginn unzensiert weiter vermittelt werden.  Die Jungs von der Jahnstraße offenbarten,  dass nicht die Umsetzung von Idealen den Spaß am Fußball vermitteln, sondern dass der Spaß am Sport Ideale verwirklicht.


164. Karlsruher SC II
»Zu Grabe getragen«
13
Punkte
(0,83)
18:27
Tore
16
Spiele
»Zu Grabe getragen …« Während die Kleinsten mit viel Aufwand ihre Reserven am Leben halten, geht der KSC den vermeintlich leichteren Weg und stellt als Zugnummer des Fächerstadt-Fußballs nur noch eine Herrenmannschaft. Die Zweite, als Unterbau des Profikaders, wurde ohne Not in die ewigen Jagdgründen verwiesen. Erst vor wenigen Jahren trennte sich der Club von der A2 und zu meiner Jugendzeit gab’s gar eine Dritte im Wildpark. Wissend, dass das erste Halbjahr des KSC II das letzte sein wird, wirkte die Mannschaft wenig motiviert und kam in 16 Spielen zu 13 Punkte (0,81/Spiel). Nach dem Motto, »mehr Raum für weniger Fußball«, versucht man nun den maroden Wildpark zu modernisieren - sportlich wie infrastrukturell. Für eine Reserve war hier kein Platz und soll man den Gerüchten glauben, kein Geld … So bleibt Batke’s Doppelpack im Heimspiel gegen Ravensburg (3:2) die letzten Treffer der Profi-Reserven.


165. SV Schwarz-Weiß Mühlburg
»Mehr schwarz als weiß«
13
Punkte
(0,40)
42:154
Tore
32
Spiele
Der letzte erspielte Sieg einer Mühlburger Ersten entstand am 8.April 2018 am Spechtwald (TSV Spessart). Damals setzte sich die Vogel-Schar mit einem 2:1 durch - es folgten 10 Spiele, die erfolgsfreie 2 Punkte garantierten. Das erste Halbjahr wurde mit 8 Punkten (0,53 Punkte/Spiel) und 24:70 Treffer abgeschlossen und der Klassenerhalt war nur den Kicks aus der Vorrunde zu verdanken. »Start nach Maß« ins neue Jahr, denn die Kroaten sagten bereits am 1.Spieltag ab. Der erste aber auch der einzige Sieg war den »Milchseihlen« nicht mehr zu nehmen. Die Negativserie wurde nur kurz unterbrochen - der Schnitt weiter gedrückt, sodass mit 0,29 »Duppen« pro Sause (5 Punkte/17 Spiele) der absolute Tiefpunkt manifestiert wurde. Mit 42:154 Treffer (2018) und 13 Punkten aus 32 Spielen (0,40 Punkte/Spiel) endete die Ära, zweitausend und achtzehn Jahre nach Christus, verdammt oft schwarz und ganz selten weiß.

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