Fußball in Karlsruhe
Labile Liga

Grundsätzlich müssen wir in der B2 von einer labilen Lage im Spitzen-Sektor berichten, denn anders als in der B1 haben wir keine »Übermannschaft« zu präsentieren. Im letzten Jahr stieg der SC Neuburgweier mit gerade einmal drei Niederlagen in die A-Klasse auf. In der aktuellen Saison verlor Spitzenreiter, FT Forchheim, bereits zweimal; Bruchhausen (2.) viermal und der Dritte, SV Spielberg II, fünfmal.

Ob Alemannia die Erwartungen übertroffen hat ist schwer zu beantworten. Irgendwie hatten wir den Doppelabsteiger am Ende einer Durststrecke gesehen und somit trauten wir dem Hildenbrand-Team gewiss eine Eintrittskarte in den elitären Kreis der B2-Truppen zu. Die Mannschaft konnte superbe 16 Punkte aus den letzten sechs Saisonspielen erwirtschaften, sodass der 2.Tabellenplatz der Stärke der »Frösche« entspricht. Mit einem sehr guten Rückrunden-Start könnte der Fünf-Punkte-Rückstand, bei einem Spiel weniger, durchaus kompensiert werden. Wesentlich überraschter sind wir von den Freien Turnern aus Forchheim, die wir überall erwartet haben - nicht aber an der Tabellenspitze. Die beste Heimmannschaft holte 2,2 Punkte aufs Spiel und steigerte sich um  0,5 Zähler (Spiel) zum 5.Platz im letzten Jahr (1,66 Punkte/Spiel). Sensationell stark agierten auch die »Göckler« in der laufenden Saison. Der SV Spielberg II, jahrelang ein mittelmäßiger B-Ligist, stürmte unter dem neuen Trainer, Papadopoulos, auf den 3.Tabellenplatz der aktuellen Hochrechnung. Fünfzehn Punkte aus den letzten fünf Heimspielen eröffnen der Karlsbader Reserve ungeahnte Möglichkeiten. Dem Zweiten und Dritten der letzten Saison, TV 1900 Mörsch und ATSV Kleinsteinbach, attestieren wir eine anständige Saison, ohne allerdings eine positive Entwicklung vorzuweisen. Holte der TV in der vergangenen Runde noch 2,2 Punkte pro Spiel, so musste der aktuelle Fünfte runterschrauben (1,71 Punkte/Spiel). Mit 1,69 Punkten auf’s Match verabschiedete sich Kleinsteinbach in die Weihnachtsferien. In der letzten Runde standen 2,16 »Duppen« pro Sause in den Annalen. Beim TSV Palmbach (4.) wurde man dem Anspruch, eine Spitzenmannschaft der B2 zu sein, stellenweise gerecht. Mit dem ehemaligen Oberweier-Coach, Biehl, hat man einen neuen Trainer engagiert. Die Premiere ging mit 1:3 in Mörsch verloren … in den kommenden siebzehn Spielen wollen die Grünschwarzen nochmal abklopfen, was geht. Nimmt man die letzte Saison als Maßstab (1,36 Punkte/Spiel), dann hat sich der ASV Wolfartsweier leicht gesteigert (1,66 Punkte/Spiel). Unerreicht bleibt aber die Vizemeisterschaft vor 18 Monaten (2,4 Punkte/Spiel). Hier irgendwo (8.Tabellenplatz) sehen wir die Endplatzierung der »Horbenloch-Virtuosen«. Einen Punkt mehr besitzt dato der Siebte, Bulacher SC, der als Aufsteiger eine erstaunlich gute Saison spielt.

Den VfR Ittersbach (11.) und auch den SV Schwarz-Weiß Mühlburg (13.) haben wir im Tabellenzentrum erwartet. Beide Teams hatten ihre guten und schlechte Zeiten in der abgelaufenen Ära.

Hinter den Erwartungen blieb der TSV 05 Reichenbach II, der vor gar nicht allzu langer Zeit in der Kreisliga spielte. Mit 20 Punkten stehen die Krämer/Heckenbach-Jungs auf dem letzten einstelligen Tabellenplatz. Dem SV Langensteinbach II wurde nach einer überragenden Hinrunde in der letztjährigen B3 (2,06 Punkte/Spiel) folgte eine äußerst durchwachsene Rückrunde (1,46 Punkte/Spiel). Im laufenden B2-Rennen stehen die Blauschwarzen mit 1,58 Punkten (pro Spiel) auf dem 10.Tabellenplatz. Einen enttäuschenden 12.Platz belegen die »Besebinder« aus Völkersbach, nachdem man einen Start nach Maß hinlegte. Vier Punkte fanden sich nach zwei Spielen ein … Der Fünfte der letzten Runde (1,5 Punkte/Spiel) schraubte das Kontingent im momentanen Rhythmus auf 1,21 Zähler pro Sitzung runter. Kommen wir zum B3-Meister von 2016, der derzeit auf einen drittletzten Tabellenplatz und damit der C-Klasse so nah, wie schon lange nicht mehr, steht. Ein Punkt aus den letzten vier Spielen perfektionierten die Agonie des »Stiers«. Das Schluss-Duo besteht aus der Wettersbacher Reserve, die schon im vergangenen Jahr ums Drinbleiben kämpften (1,13 Punkte/Spiel). Dass man dieses Dilemma im aktuellen Jargon nochmals halbierte (0,64 Punkte/Spiel), ruft Rätsel am Tannweg hervor. Der TSV Spessart beherbergt seit geraumer Zeit die Rote Laterne. Doch die Jungs aus der Allmendstraße hoffen auf einer zufriedenstellende Rückrunde. Der schwächste Sturm (16) holte 8 Punkte aus dreizehn Spielen. Exakt so viele Punkte hatte der »Eber« am 8.Spieltag der vergangenen Saison.

pfoschdeschuss - 01.01.2018




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