FVgg 06 Weingarten II
3:0
ATSV Kleinsteinbach

ATSV wirkte durch Spielehäufung kraft- und ideenlos
Entscheidung um Aufstieg am Mittwoch in Kleinsteinbach

Was im Vorhinein schon zu befürchten war, wurde am Freitagabend zur bitteren Realität für den ATSV Kleinsteinbach. Im dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen, davon die zwei Spiele der Relegation für den Aufstieg in die A-Klasse, agierten die Pfinztaler in der Begegnung gegen die ausgeruhte Reserve des Kreisligisten FVgg Weingarten auf dem Platz der FSSV Karlsruhe „auf dem Zahnfleisch“ und war so leider chancenlos.

Gegen die kompakt auftretenden, bissiger und lauffreudiger wirkenden Weingartener konnte der ATSV nicht an die gute Leistung gegen die FSSV vom Dienstag anknüpfen, blieb so weitgehend wirkungslos und musste dem Gegner verdientermaßen Feld und Sieg überlassen. Erschwerend kam für die Pfinztaler hinzu, dass neben den etatmäßigen Abwehrspielern M.Gutbrod und N.Stucky auch der im Spiel gegen den FSSV nach einem harten Foulspiel verletzte J.Elsäßer ersetzt werden musste, und dazu noch R.Schmidt und M.Stöckler verletzungsbedingt für die 2.Hälfte außerdem ausgetauscht werden mussten und dadurch die Bank dünn besetzt war. Die Weingartener machten von ihren legitimen Auswechselmöglichkeiten über das ganze Spiel reichlich Gebrauch, was zahlreiche Spielunterbrechungen bewirkte. 

 Auf ATSV-Seite erreichten lediglich Torhüter H.Gauß und die Abwehrspieler S.Lindörfer und S.Kaucher Normalform. Das Offensivspiel krankte an der „Kaltstellung“ von A.Mall, körperintensiv angegangen und in einigen Fällen nicht ausreichend geahndet, wodurch dem ATSV-Spiel gänzlich Gefährlichkeit genommen war. „Es wäre interessant, beide Mannschaften einmal in gleichermaßen ausgeruhtem Zustand gegeneinander spielen zu sehen“, meinten Kleinsteinbacher Zuschauer, die zwar enttäuscht, aber sportlich fair die herbe Niederlage aufnahmen.

Was der 3:0 Sieg der „Winzer“ wert ist, wird sich am Mittwochabend, 19 Uhr, in Kleinsteinbach zeigen, wenn der Aufsteiger zwischen der FSSV und der FVgg ermittelt wird. Den Karlsruhern reicht dabei ein Sieg, unabhängig vom Torausgang. Dem ATSV bleibt nur die Zuschauerrolle ohne eigene Aussichten und die Gewissheit für ein weiteres Jahr B-Klasse.  

ATSV Kleinsteinbach - 09.06.2018