Fußball in Karlsruhe
Hagsfeld II und Hohenwettersbach an der Spitze

Die C1 spiegelt vieles wieder, was wir vor der Saison prophezeiten. Einzig die DJK Rüppurr überraschte uns positiv. Die Rimmelspacher-Riege überzeugt, trotzgleich die Mannschaft in der kommenden Saison im Rüppurrer »Großclub« aufgehen soll und daher aus dem Vereinsregister verschwinden wird. Schon im letzten Jahr holte der damalige Sechste 50 Punkte aus 30 Spielen (1,66 Punkte). Im aktuellen Fenster konnten die »Katholiken« die Effizienz steigern (2,35 Punkte/Spiel).

Die Platzierungen des Top-Duos wurden schon im letzten Jahr erahnt. Damals schienen die Hagsfelder Reserven (5.), noch der SV Hohenwettersbach (10.) dem Anspruch gerecht zu werden. Mit einer zwölfmonatigen Verspätung meldete das Duo ihre Berechtigung, um B-Klassen-Ehren zu spielen, an. Hagsfeld II, der aktuelle Spitzenreiter, steigerte den Punkte-Quotienten von 1,90 auf 2,42 »Duppen« pro Match; der SVH konnte von 1,33 auf 2,35 Punkte/Spiel springen. Die Rückrunde wird zeigen, welche der beiden Teams den längerem Atem für sich beansprucht. Germania Karlsruhe steht aktuell auf einen 4.Tabellenplatz und besitzt ebenso wie der Karlsruher FV gute Chancen im B-Klassen-Rennen mitzumischen. Beide Teams erfüllten die Erwartungen, auch wenn man gerade beim Altmeister kleinere Ziele für real hielt. Statt 0,56 Punkte aufs Spiel (2016/2017) holte der aktuelle Fünfte 2 Zähler pro Partie. Eine sensationelle Inflation der Schwarzroten. Man darf aber nicht vergessen, dass beim KFV nur noch die Trikotfarbe der letztjährigen Mannschaft gleicht. Ampratwum, Weling, Strebel und Hauri … um nur einige zu nennen, die allesamt in weitaus höheren Klassen um Punkte buhlten. Die Hauri-Jungs sind eine verdammt starke Equipe, die bestimmt in der Lage sein wird, aufzusteigen. Germania zeigte eine gute Entwicklung in der letzten Saison und avancierte zum König der Testspiele. Diese Hypothek, geschmückt mit namhaften Zugängen, führte zu einer rundum erfreulichen Prognose auf die aktuelle Saison angesprochen. Gerade zu Beginn der Runde enttäuschten die Orsolic-Jungs, ehe man den Schlüssel fand. Nach 1,36 Punkten/Spiel im vergangenen Jahr stehen die aktuellen Zeichen mit 2,07 Striche pro Meeting im positiven Licht.

Beim TSV Wöschbach und beim TSV Etzenrot wurden schwere Tage ausgerufen, ehe die Saison begann. Beide Teams haben neben dem gleichen Geburtsjahr einen ähnlichen Werdegang, der einen Aufstieg in die B-Klasse beinhaltete und mit einem abrupten Abstieg in die C-Niederungen fortgeführt wurde. Die kleinen Ortschaften werden sich wohl auch in Zukunft schwertun, denn der Nachwuchs gibt nicht allzu viel her. So wurde schon in der laufenden Saison auf eine Reserve verzichtet. Die Wöschbacher erfüllten jedoch die besonnenen Erwartungen und erreichten immerhin einen 13.Tabellenplatz (0,69 Punkte/Spiel), nachdem man die letzte Saison mit einem 12.Rang (1,06 Punkte/Spiel) abschloss. Nicht zufrieden kann man hingegen beim TSV Etzenrot sein, die bis zum heutigen Tage nur 3 Saisontreffer (1 Eigentor) und einen Punkt aus zwölf Spielen holen konnten (0,08 Punkte/Spiel). Die Alemannia II aus Eggenstein hätte sich im vergangenen Jahr um ein Haar für die B-Klasse qualifiziert. Erst am letzten Tag machte der ASV Wolfartsweier II den Schwarzgelben einen Strich durch die Rechnung (0:1). Mit opulenten 2,26 Punkten pro Spiel siedelten die »Krabben« auf Platz 3 der C3. Natürlich weckte dieser Streich Hoffnungen im Lager der Nullfünfer. Doch die C1 bietet bekanntlich ein Maximum an ersten Mannschaften, die den sportlichen Wettkampf erstaunlich schwierig gestalten. Die Nullfünfer stehen aktuell auf Platz 6 und kommen auf 1,78 Punkte pro Spiel. Insgesamt wohl ein Resultat, mit dem zu rechnen war. Verbessert haben sich die Frankonen aus der Allee, die vor der Saison doch den ein oder anderen abgeben mussten. Aus 1,10 Punkten pro Spiel (11.) wurden 1,41 Punkte pro Partie (9.) in der aktuellen Saison. Wir attestieren dem Oheim-Clan eine leicht positive Entwicklung ohne in Ekstase zu verfallen.

Mehr haben wir sicherlich von der Schwarzwaldvereinigung (Herrenalb/Neusatz/Rotensol), SC Schielberg und dem Karlsruher FC West II erwartet. Erstgenannte »Fusion« schmückte sich im letzten Jahr mit dem 4.Tabellenplatz, was zur Folge hatte, dass man bei einem positiven Fortschritt durchaus ein Wort mitreden könnte. Doch der Schuss ging mit einem Punkteschnitt von 1,90/Spiel auf 1,69/Spiel nach hinten los. Der 8.Tabellenplatz hinter dem kleinen Nachbarn, SC Schielberg (7.), kann nicht zufriedenstellen. Die Schielberger selber verbuchten vor der Saison ein paar qualitativ gute Zugänge und zeigten bereits im letzten Jahr gute Ansätze. Der aktuelle Schnitt ist mit 1,76 Punkten/Spiel einen Tick besser als die letztjährige Gesamtbilanz (1,56 Punkte/Spiel) - schlechter aber als die Rückrundenbilanz im ersten Halbjahr des Jahres 2017 (1,86 Punkte/Spiel). »Not amused« ist man an der Hertzstraße über die Biografie der Reserve. Nach 1,6 Punkten/Spiel und einem 7.Rang in der vergangenen Saison schielten die »Krautköpf« mit einem Auge auf die B-Klasse. Aktuell stehen die »Wessies« mit 1 Punkt pro Spiel (13 Punkte) weiter von der Spitze entfernt wie Aubameyang vom Willen, die deutsche Sprache zu erlernen.

Klassen-Hopper, ATSV Mutschelbach III, holte in der letzten Saison unter C-Reserven in der C4 satte 62 Punkte aus 26 Spielen (2,38 Punkte/Spiel). Knapp die Hälfte sind’s dato (1,21 Punkte/Spiel), was nicht mehr als einen zweistelligen 10.Tabellenplatz im Rahmen der C1 parat hält. Der letztjährige Dritte der C1 hat sich lediglich an der anderen Tabellenseite orientiert und wird dort als aktueller Drittletzter geführt. Der SV Nordwest Karlsruhe hat wohl das schwierigste Gedeihen hinter sich. Vier Punkte trennten die Grünweißen im letzten Jahr von der Relegation (2,26 Punkte/pro Spiel) - sechs Punkte trennen die Becker-Buben derzeit vom Letzten (0,53 Punkte/Spiel). Schuld war sicherlich eine Abwanderungswelle, die man im Nordwesten nicht kompensieren konnte. Der TSV Auerbach II musste im letzten Jahr aus der B-Klasse absteigen um in der C-Liga neu zu beginnen. Doch in Karlsbad erlebten die »Kugelbax« eine sonderbare Bewegung. Die Kreisliga-Reserve konnte kein einziges Spiel gewinnen und wartet mittlerweile seit 20 Spielen auf einen Dreier. Dem Misserfolg folgte das Flex-System und Spielabsagen aufgrund Personalmangels. Ohne den Bär zu zerlegen, muss man am Mühlenweg vom schwärzesten Kapitel der »Zweiten« reden. Doch bekanntlich gibt’s nur eine Richtung, wenn der Hintern die Wand berührt - nach vorne. Der FV Sulzbach musste nach einer hanebüchenen Rückrunde in der B-Klasse (0,86 Punkte/Spiel) den Gang in die C-Klasse antreten. Ebenso überraschend wie geräuschlos. Mittlerweile hat sich die Truppe in der C-Liga »etabliert« und steht mit 15 Punkten auf einem 11.Tabellenplatz. Die Entscheidung, eine Reserve rennen zu lassen, wurde inzwischen revidiert. Die Schwarzroten können sich im Laufe der Rückrunde gemütlich auf einen Spielbetrieb der Ersten vorbereiten.
 

pfoschdeschuss  - 07.01.2018




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