Jugendvereine

FV Germersheim
Phönix Bellheim
FSV Offenbach

Seniorenvereine :

FSV Offenbach
ASV Schwegenheim
Bulacher SC
VfB 1905 Knielingen
FC 1921 Karlsruhe

Trainerstationen :

SG Daxlanden
(Jugend)
FC Albsiedlung (Jugend)


   
pfoschdeschuss : Servus Uwe. Was treibt einen Pfälzer über den Rhein?
Uwe Wagner : Hallo Oliver, die Liebe hat mich über den Rhein getrieben.
pfoschdeschuss : Nun bist du schon einige Jahre in Baden tätig. Kannst du große Unterschiede im Fußballbereich zwischen Pfalz und Baden erkennen?
Uwe Wagner : Ja das ist erkennbar. In der Pfalz wird ein härterer, körperbetonterer Fußball gespielt und die Schiedsrichter aus der Pfalz pfeifen nicht so streng wie hier.
pfoschdeschuss : Du bezeichnest die Zeit beim VfB Knielingen als deine schönste Zeit. Was hat die damalige VfB-Truppe ausgezeichnet?
Uwe Wagner : Wir waren damals unter Andi Bückert eine super Truppe, hatten einen klasse Zusammenhalt und wir haben den Klassenerhalt geschafft.
pfoschdeschuss : Mit 35 Jahren hast du deine aktive Laufbahn beendet. Könntest du dir vorstellen nochmals sonntags die Kickschuhe zu schnüren?
Uwe Wagner : In die Kickschuhe steig ich nur noch an manchen Thekenturnieren. Aktiv werde ich nicht mehr werden. Ich hatte nie Verletzungen und das soll auch so bleiben. Manch meiner Gegner ist auch froh drum. (grins)
pfoschdeschuss : Nachdem du jahrelang bei der SG Daxlanden zu Werke warst, engagierst du dich derzeit stark für die Jugendarbeit beim Nachbarverein, FC Albsiedlung. Wie und warum kam es zum Frontenwechsel?
Uwe Wagner : Mein Trainerkollege, Michael Nadolph, und ich wollten uns sportlich weiter entwickeln. Dies war in unserem alten Verein nicht möglich. Wir entschieden uns zur Albsiedlung zu wechseln. Ein Großteil der Kinder und Eltern sind mit gewechselt. Wir haben den Eltern die Wahl gelassen wohin unser angefangener gemeinsamer Weg führen soll. Wir sind werbetechnisch sehr aktiv, sind präsent in Zeitungsartikel, machen mit Flyer auf uns aufmerksam und zu guter letzt ist die Mundpropaganda auch sehr wichtig. Eine gewisse und regelmäßige Medienpräsenz ist in der heutigen Zeit unersetzlich. Wir dürfen nicht vergessen, dass ein erster Eindruck immer prägt und dementsprechend wird man gesehen. Als es offiziell bekannt wurde, dass wir den schweren Schritt zum FC Albsiedlung zu wechseln gehen werden, wurden wir anfangs in der Öffentlichkeit sehr oft belächelt. Unser Eindruck hat sich bestätigt. Wir sind dankbar und mit offenen Armen empfangen worden.
pfoschdeschuss : Ist es nicht schwierig aufgrund der Infrastruktur beim FCA Jugendarbeit zu betreiben?
Uwe Wagner : Ja das stimmt. Es ist sehr schwierig, da wir eine komplett neue Jugend aufbauen werden. Momentan haben wir eine Bambini und eine F-Junioren Mannschaft.
pfoschdeschuss : Wann können wir mit den ersten Eigengewächsen im Herrenbereich des FC rechnen?
Uwe Wagner : Das ist eine gute Frage. Wir haben einen enormen Zulauf an Kindern. Wir werden nun nach der Bambini und der F-Juniorenmannschaft für die neue Runde 2012/13 eine E-Juniorenmannschaft melden können. Wenn es so weiter geht, werden wir in 2-3 Jahren weiter sehen können.
pfoschdeschuss : Mit viel Engagement betreibst du die Jugendarbeit. Wie kam es dazu? Mit welchem Vorsatz gehst du an die Arbeit und wie ist die Mitarbeit anderer Erwachsener?  
Uwe Wagner : Ich investiere sehr viel Zeit in die Jugendarbeit, Werbung und Turnierplanungen. Mit der Trainersuche habe ich bereits mit Michael Nadolph und Reinhard Taugner eine sehr gute Besetzung. Wie bereits vorhin erwähnt, wollten wir uns weiter entwickeln und den Kindern modernen Fußball beibringen. Da kam es halt, wie es öfters der Fall ist zu zwischenmenschlichen Konflikten im ehemaligen Verein, mit welchen wir nicht klar gekommen sind.
Deswegen entschieden wir uns für diesen Weg. Unsere Vorsätze sind ganz klar, Respekt, Teamgeist, Integration und das Verinnerlichen, das ein Sieg sich super anfühlt, doch die wahre Kunst es ist eine Niederlage so schmerzhaft sie auch sein mag, positiv zu sehen und daraus zu lernen. Die Eltern, die unseren Weg mit gegangen sind, stehen voll und ganz hinter uns. Dafür vielen Dank.
pfoschdeschuss : Durch die Nähe der Daxlander Vereine, der Mühlburger Vereine und der Clubs von der Pulverhausstraße entsteht ein Hauen und Stechen um junge Spieler. Was hat der FCA den anderen Vereinen voraus?
Uwe Wagner : Was wir den anderen voraus haben (lachend): Das sehen wir auf dem Spielfeld. Wir haben eine junge Truppe, die sehr viel Potenzial hat. Wir sind alles 2004 und 2005 Jahrgänge, also eine gute Bambini Mannschaft (2005er), welche in der F-Jugend Erfahrung sammeln kann. Die 2004er sind der junge Jahrgang der F-Junioren. Für die kurze Zeit, welche wir zusammen sind, können wir nicht meckern. Wir brauchen und werden uns vor keinem Gegner hier in der Region fürchten müssen.
pfoschdeschuss : Du hättest die Möglichkeit eine Szene aus einem historischen Spiel zu streichen um dessen Verlauf nachträglich zu ändern. In welchem Spiel würde welche Szene wegfallen?
Uwe Wagner : Die Spuckszene gegen Rudi Völler bei der WM 1990, das war unterste Schublade. Da hätte es nur einmal Rot geben dürfen.
pfoschdeschuss : Wen würdest du gerne welche Frage stellen?
Uwe Wagner : Miro Klose: Wann kommst du endlich auf den Betze zurück?
pfoschdeschuss : Bei wem ist noch ein „Sorry“, bei wem noch ein „Mercy“ fällig?
Uwe Wagner : Meine Sorry habe ich schon allen vergeben, die es bekommen sollten. Mercy ganz klar an meine Frau, an die Eltern, die uns ihr höchstes Gut anvertrauen, ihre Kinder, an die Kinder natürlich und den Verein FC Albsiedlung. Es gab da noch Vereine wie z.B. den SVK Beiertheim A. Jung oder den FV Grünwinkel A. Wagner, an die ich mich immer wenden kann, wenn etwas für mich unklar ist. Nochmals dafür Dankeschön.
pfoschdeschuss : Gibt es eine kuriose Geschichte aus deinem Fußballerleben die du unseren Lesern gerne mitteilen würdest?
Uwe Wagner : (Lach): Da gibt es nur kuriose Geschichten. Ich war nie ein normaler Spieler.
pfoschdeschuss : Uwe W. würde nie ...
Uwe Wagner : ... seine Jungs vom FC Albsiedlung im Stich lassen.
pfoschdeschuss : Welche Schlagzeile hat dich zuletzt berührt?
Uwe Wagner : Der Brand, in welchem drei Kinder umgekommen sind. Es gibt nichts Schlimmeres als seine eigenen Kinder zu verlieren.
pfoschdeschuss : Welche Fähigkeiten würdest du gerne besitzen?
Uwe Wagner : Die Lottozahlen vorherzusehen.
pfoschdeschuss : "Elf Freunde sollt ihr sein ...!"
Uwe Wagner : Ein Team, ein Sieg und eine Niederlage. Alle gewinnen zusammen und alle verlieren zusammen.
pfoschdeschuss : Dein größter Tag und einen Tag den du lieber aus deinem Gedächtnis streichen würdest ...
Uwe Wagner : Die Geburt meiner Kinder waren die größten Tage. Was ich rückgängig machen würde, wäre der Anschlag auf das World Trade Center.
pfoschdeschuss : Über was kannst du lachen – was hingegen bringt dich auf die Palme?
Uwe Wagner : Lachen kann ich sehr viel über Situationen im Training, die mit den Kids passieren oder wie sie zu uns Trainern kommen und sich äußern. Auf die Palme bringen mich hingegen verärgerte Eltern, die sich auf dem Sportplatz unmöglich verhalten. Klar wollen wir alle gewinnen, jedoch müssen wir auch Vorbilder sein. Fairplay steht über allem.
pfoschdeschuss : Wie kam der junge U.W. zum Fußball und wer war damals dein Idol?
Uwe Wagner : Zu meiner Zeit gab es nur Handball und Fußball. Mein großer Bruder war schon immer mein Vorbild, mein Mentor und jahrelang mein Trainer, deswegen ging es zum Fußball.
pfoschdeschuss : Drei Wünsche zum Schluss …
Uwe Wagner : Ein funktionierender Jugendaufbau auf der Alb, weiterhin treue Sponsoren und allen viel Gesundheit.

Karlsruhe , den 27.01.2012