Wir
kommen zur letzten Instanz unserer Liste. Platz 81 belegt der FC 1921
Karlsruhe (170 Pkt.). Als gekennzeichneter Patient ging 1921 in die
Runde. Schon im vergangenen Jahr entging man knapp der Schmach eines
Abstieges. Zum Rundenauftakt überraschte Heilborn`s Männer die
Konkurrenz. Nach wenigen Spieltagen stand der Hardtwaldclub auf einem
oberen Rängchen. Inzwischen ist die Laudatio auf die 21er im Keim
erstickt. Nach zuletzt 10 Spielen ohne Dreier ist der letzte Platz
aktuell die Wahrnehmung. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt zwar
lediglich einen Punkt. Dennoch ist nach zuletzt gezeigter Leistung
diese schmale Differenz ein Meilenstein. Die Reserveelf ist mit 1 Punkt
Letzter in der C3. Das Team hat schon 13 Spiele keinen Sieg mehr
eingefahren und bereits 84 mal das Anspiel nach einem Gegentor geprobt.
Der FC 1921 Karlsruhe ist das letzte Team in unserer Rangliste, die
selbstständig ein A-Jugend-Team auf die Beine stellen trotz Jugendarmut
im Hardtwald. Auch sportlich kann sich der Tross durchaus sehen lassen.
Als Sechster der A-Klasse kann man Größen wie Pfaffenrot/Spielberg und
Malsch hinter sich lassen. Die 21er-Jung erarbeiteten sich 15 Punkte in
10 Spielen.
Die Eisenbahner der ESG Frankonia haben nach zähem
Ringen die unterste Liga erreicht. Im vergangenen Jahr musste man
gemeinsam mit FT Forchheim und SV Staffort als erste Mannschaft runter.
In unserer Rangliste stehen die ESG`ler mit 159 Punkten auf Platz 82
der Liste. ESG-Urgestein, Arno Oheim, übernahm zur aktuellen Runde die
Geschicke bei den Frankonen. Sportlich konnte der Liga-Neuling keine
Ausrufezeichen setzen. Mit 15 Punkten und Platz 10 darf man sich zum
Mittelfeld der Tabelle hinzuzählen. In den letzten Jahren waren die
Frankonen für eine gute Reserve-Elf bekannt. Schon einmal retteten
diese ihre erste Mannschaft als man mit einem Aufstieg den Abstieg der
Ersten egalisierte. In dieser Runde steht die zweite Garde auf Platz 10
mit 10 Punkten. Die „kleinen“ Forchheimer stehen mit 139
Punkten auf Rang 83 der Liste. Die freien Turner mussten letzte Saison
die Versetzung in die C-Klasse ertragen. Auch in dieser Klasse stehen
die Turner vom Dammfeld im unteren Bereich der Tabelle. Platz 11 mit 16
Punkten lautet die Zwischenbilanz der Rheinstettener. Team II ist in
der C5 zuhause. Dort können die Reserve-Turner Platz 12 (von 14)
belegen. Mit 6 Punkten wurde bescheiden agiert was man über die Anzahl
der Gegentore wahrlich nicht vermelden kann. Schon 56 Gegentreffer
mussten die Forchheimer registrieren.
Etwas verwundert war ich
über die Platzierung des Kreisigisten, SV Hohenwettersbach, der im
vergangenen Jahr den Doppelaufstieg feierte. Mit 137 Punkten steht das
Team auf Platz 84. Erklärbar ... denn mit 2 Punkten, die man aus der
Kreisliga heimbrachte und 6 Zählern, die die Reserven in der B3
ergatterten, kann der Multiplikator (Liga) noch so groß sein. Es kommt
nicht viel zusammen. Beide Mannschaften sind jeweils Schlusslicht in
ihren Ligen. Dem SVH droht nun der Doppelabstieg. Im A-Jugendbereich
ist keine Mannschaft auszumachen, was die Lage beim Schneider-Club
nicht erleichtert.
In der vergangenen Runde erwischte es den SV
Staffort (126). Der Abstieg war besiegelt, die C-Klasse hatte eine
erste Mannschaft mehr im Sortiment. Als Siebter der C1 mit 21 Punkten
ist der Aufenthaltsort der kommenden Runde bereits zum jetzigen
Zeitpunkt entlarvt. Der Abstand zu einer möglichen Klassenverbesserung
ist mit 10 Punkten meilenweit entfernt. Das Reserveteam stand in den
Startlöchern, wurde aber bereits zu einem frühen Zeitpunkt gebremst und
zurückgezogen. Platz 85 gehört dem SVS.
Die DJK Rüppurr (114)
liegt aktuell auf Platz 86 unserer Rangliste. Einem großen Aderlass
folgte eine bisweilen ernüchternde Saisonbilanz. Der Aufstieg in die
B-Klasse, unter Karl Valentin, ist in akuter Gefahr. Das
Sprecher-Ensemble steht mit 7 Punkten auf dem vorletzten Platz der B2.
Zwar hat man im Gegensatz zum rettenden Ufer, was SZ Südwest besetzt,
zwei Spiele weniger bei einem Punkt Rückstand. Die Tatsache dass das
Team -42 Tore erspielt hat zeugt von großen Leistungsunterschieden in
den Aufeinandertreffen der Vergangenheit. Die Truppe muss sich immens
stabilisieren und Torgefahr erkennen lassen um tatsächlich den Clou zu
vermeiden. Die Reserve-Elf steht in der C4 gar auf dem letzten Rang der
Tabelle. In 12 Partien holte man keinen einzigen Punkt bei 12:68 Toren.
Letztes Team in unserer Tabelle mit A-Junioren ist die DJK Rüppurr. Die
SG Rüppurr, Gemeinschaftsproduktion der Rüppurrer Vereine, FG, DJK und
Alemannia, steht mit 7 Punkten auf Platz 10 der Kreisliga. Punktuell
gesehen kann kein Abstand zum Vorletzten, Sportfreunde Forchheim,
ausgemacht werden. Die Rüppurrer weisen im Gegensatz zu den
Forchheimern (-19 Tore) -18 Tore auf. Ein kleiner Grund für den Platz
vor den Sportfreunden.
Auf Rang 87 haben wir den SV NK
Croatia Karlsruhe (112 Punkte). Das Team, dass als Gast bei den
Rüppurrer Alemannen fungiert, konnte zur aktuellen Serie nur ein Team
ins Rennen schicken. Das sportliche Zuhause ist die C1, wo man aktuell
Platz 8 belegt. Mit 20 Punkten widerspricht die Truppe den Vorhersagen,
die den SV NK als Punktelieferant der C1 abstempelten. Aktuell liegt
der Tross gar ein Platz besser als in der Endplatzierung des Vorjahres.
Auf
Platz 88 (49 Punkte) finden wir den SV Schwarz-Weiß Mühlburg wieder.
Nach dem Abstieg vor drei Jahren verpasste man haarscharf den Aufstieg
am letzten Spieltag. Es folgte ein gutes C-Klassen-Jahr ehe die Runde
2010/2011 zum absoluten Dilemma wurde. Mit 3 Punkten ist Mühlburg
Vorletzter der C1. Harte Zeiten für den Nachfolgerclub des großen VfB
Mühlburg. Das Reserveteam kämpft in der C5 um Zähler. Dort steht der
Vereinsname auf dem letzten Platz, allerdings beträgt die Punktausbeute
4 Punkte.
Einhundert Jahre ist es her als der Karlsruher FV im
Jahre 1910 die Deutsche Meisterschaft in die Fächerstadt holte. Selbst
in der nahen Vergangenheit konnten die Rot-schwarzen hinter dem KSC
sowohl im Senioren- als auch im Jugendbereich, gute Arbeit
präsentieren. In den 90er Jahren bröckelte der Putz des
Traditionsvereins. Im Jahre 2011 steht der KFV mit 7 Punkten auf dem
drittletzten Platz der C1. Man darf gespannt sein ob der Dino nochmals
auf die schwarzroten Füße kommt. Mit 45 Punkten ist der KFV auf Platz
89 zuhause.
Dem Fachmann treibt es die Falten in die Stirn wenn
man sich Gedanken macht, was beim Bulacher SC „abging“. Einst als
großer Pool talentierter junger Spieler bekannt, die unter Trainer Mohr
in die Kreisliga aufstiegen. Zum damaligen Zeitpunkt war der BSC samt
seines Clubhauses eine Anlaufstelle für eine Horde Karlsruher
Fußballverrückter. Wirtlegende „Toni“ musste gehen, mit ihm wurde der
FC Hellas 04, der seine Heimat ebenfalls in Bulach hatte, aufgelöst. Es
gesellten sich Bulacher Ikonen hinzu, die als Offizielle den BSC in die
Kreisliga brachten, die dem Verein den Rücken kehrten. Die Entwicklung
nahm seinen Lauf, der BSC stieg in den Folgejahren zweimal direkt ab.
Eine zweite Mannschaft verließ den Lohwiesenweg und hinterließ auf
diesem Sektor eine weitere Wunde, sodass der BSC in der aktuellen Runde
lediglich ein Team aufbieten konnte, dass mit 1 Punkt als Schlusslicht
der B2 kurz vor dem dritten Abstieg steht. In der Winterpause wurde mit
Yanick Gabriel ein neuer Trainer gefunden der diese Entwicklung stoppen
soll. Es bedarf allerdings ein außergewöhnliches Fußballwunder will man
die Klasse tatsächlich halten. Mit 20 Punkten steht der BSC auf Platz
90.
Mit mageren 5 Punkten in unserer Rangliste und 0 Punkten im
Saisonverlauf ist der ASV Grünwettersbach Letzter (91.) in unserer
diesjährigen Liste. Das Trio Kappler/Paar/Löffler übernahm vor der
Saison die Truppe mit dem Schlagsatz „ohne jeglichen Cent“ und
arbeitete akribisch. Selbst die drei Übungsleiter schaffen ehrenamtlich
und wollen den Fußball beim ASV aufrechthalten. Das Sportliche kam
bisweilen zu kurz und dennoch ist man zufrieden mit dem Verlauf der
Saison. In der Winterpause kamen nochmals sechs Spieler hinzu, die
allesamt einfach nur „kicken“ wollen, sodass man nun weit über 20
Akteure in den Reihen begrüßen darf. Ich bin sicher dass der ASV in der
Rückrunde das Siegen lernt denn die Jungs haben sich stark verbessert.
Macht weiter so ...
Oliver Raupp , 01.03.2011
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