Im
vergangenen Jahr machten wir erstmals eine Rangliste des Karlsruher
Fußballs in dem wir die Seniorenteams plus die obersten Jugendteams mit
verschiedenen Multiplikatoren die sich aus Ligen und Punkten
errechneten, in unserer Kreation mit einberechneten. Somit ergab sich
im vergangenen Jahr eine hübsche Berechnung unter Berücksichtigung der
nahen Nachwuchsarbeit. Einiges hat sich geändert ... Die SpVgg
Durlach-Aue floss mit sieben Mannschaften in die Berechnung ein. Mehr
gibt’s nicht. Im Oberwald tummeln sich drei Seniorenteams, zwei
A-Jugend und zwei B-Jugend-Teams. Lila Laune und goldene Zeiten in
Durlach-Aue. Der TSV Reichenbach stellt ein halbes Team weniger. Die
Dritte teilt sich mit dem TSV Palmbach.
Aus der Wertung gefallen sind der ASV Grünwettersbach, die in der
vergangenen Bewertung Platz 91 belegten und damit Letzter wurden. Die
Fußballabteilung wurde gezwungenermaßen aufgelöst – den ASV gibt es nur
noch in der Statistik der Vergangenheit. Ebenfalls von der Bildfläche
verschwunden ist der Türkische SV Karlsruhe, die in der letzten Saison
noch mit zwei Teams die Ligen bereicherte. Mit Platz 70 stand die
Truppe, die inzwischen zum Großteil dem FV Sulzbach angehört, im
hinteren Drittel der Tabelle.
Erstes Team in der reellen Bewertung ist Platz 91. Die FZK Bernbach (N)
stellt eine B-Jugend mit dem SV Bad Herrenalb, die in der Kreisklasse
Staffel 2 mit 16 Punkten Platz 6 belegt. Herzlich Willkommen in unserer
Rangliste (2,36 Punkte).
Einen Platz verschlechtert (90) hat sich der Deutsche Meister 1910, der
Karlsruher FV. Seit einem guten Jahr ist die Burgey-Truppe ohne einen
Sieg. Ganze drei Punkte konnten die Hardtwald-Bubies in der laufenden
Saison an Land ziehen. Da die Karlsruher bisweilen keine weitere
Mannschaft stellen kann fließt nur diese recht erfolgsfreie Elf in die
Bewertung ein. Mit 7,12 Punkten ist der vorletzte Platz das Domizil der
ehemaligen Nummer Eins in der Fächerstadt.
Zwei Plätze gefallen sind die Kroaten aus Rüppurr (89), die mit 9,75
Punkten Platz 89 belegen. Das Team ist derzeit Vorletzter der C1,
zeigte allerdings zuletzt einen starken Aufwärtstrend. Mit 10 Punkten
wurde in der nahen Vergangenheit der Anschluss an das Mittelfeld
geschafft. Eine weitere Mannschaft die das Vereinsemblem auf der Brust
trägt, ist nicht zu finden. Zwei Plätze fiel das Team im Vergleich zum
Vorjahr.
Zwei Plätze nach oben gerutscht sind die Bulacher (88) im Vergleich zum
Vorjahr. Im Stile, Reinhold Meßmers, stiegen die Bulacher in den
vergangenen Jahren Liga für Liga ab. Das kann dem Bernhardt-Team in
dieser Runde nicht passieren. Der einstige Landesligist ist nach der
Fusion aus TV und FV (1970) am Tiefpunkt angekommen. Nun soll die
Zukunft Segen über den Lohwiesenweg bringen. Mit Platz 11 in der C1 –
jedoch ohne Jugendkraft, ist die Tatkraft der „Nachtwächter“, so nennt
man die Bulacher in der Brigandestadt, stark eingeschränkt (11,6
Punkte).
Sieben Plätze ist der TSV Palmbach (87) in der Rangliste gefallen.
Aktuell stellt die Delegation aus dem Waldenser-Ort nur noch eine halbe
Seniorenmannschaft. Nur unter Mithilfe der Reichenbacher konnten die
Grün-Schwarzen eine aktive Mannschaft ins Rennen schicken. Gemeinsam
mit dem SC Wettersbach und der SG Stupferich ist Jugend vorhanden. Die
B-Jugend ist Siebter in der B-Kreisklasse 2; die A-Jugend steht
immerhin als Fünfter in der Landesliga Mittelbaden im Klassement. Nach
dem Fall des ASV Grünwettersbach und dem Rückzug der Ersten aus SV
Hohenwettersbach ist der Teilabzug der Palmbacher Senioren ein weiterer
Beitrag zum Fußballsterben in den Bergdörfern. Die nächsten Jahre
werden entscheiden ob der TSV mit diesem tollen Vereinsgelände wieder
die Selbstständigkeit erlangt (16,50 Punkte).
Von Null auf 86 folgt der zweite Newcomer. Der FC Fackel Karlsruhe (86)
wurde ins Leben gerufen. Die ehemalige KSV-Reserve ist flügge geworden
und stellt erstmals ein eigenes Team. Allerdings mussten die
Lohwiesenweg-Mieter den Fall in die C-Klasse verkraften denn dort ging
die Fahrt von vorne los nachdem man dieser Liga vor Jahren den Rücken
kehrte. Die Rückkehr in die B-Klasse war eigentlich auf das kommende
Jahr vorhergesehen. Aber gerade die C1 ist eine absurd starke Liga, die
nicht vergleichbar ist mit den anderen C-Ligen dieser Gegend. Fackel
tut sich schwer, hat mit gefühlten acht Punkten Rückstand auf Platz 2
noch Chancen theoretischer Natur aufzusteigen (18,37 Punkte).
Von Platz 78 auf Platz 85 gefallen ist SZ Südwest. Die Fusion aus dem
FSV Hardeck und dem SC Oberreut steht wohl vor der schwersten Zeit
seines Bestehens. Die erste Mannschaft holte 2 Punkte in der B2-Liga;
die Reservekicker gar nur einen Duppen in der C4. Gemeinsam musste man
139-mal das Anspiel nach einem Gegentor üben. Nach einer sensationellen
Relegation schafften die Opp/Hemberle-Männer das Unmögliche und blieben
drin. Einige Leistungsträger tauschten das SZ-Trikot gegen das
FVG-Leibchen, die ebenfalls am Joachim-Kurzaj-Weg beheimatet sind. Ein
Qualitätsverlust, der kaum äquivalent ersetzt werden konnte. Inzwischen
ist Ex-Coach, Opp, wieder am Ruder. Durch den Rückzug des Türkischen SV
ist eine weitere Relegation erreichbar (20,02 Punkte).
Der FC 1921 Karlsruhe kickte vor gar nicht langer Zeit in der A-Klasse
und war jener Zeit auf dem Weg die Nummer Eins des Hardtwalds zu
werden. Trainer-Legende, Schneider, schwang einst das Zepter am
Kanalweg, konnte den Niedergang der Truppe um Dürr, Stobbe und Co aber
auch nicht aufhalten. Inzwischen ist der FC 1921 in der C-Liga
angekommen und belegt dort Platz 13. Die zweite Elf des Vereins spielt
in der C5 und kann dort immerhin den 12.Tabellenplatz anmieten (20,62
Punkte). Mit Platz 84 fiel die Hardtwald-Gang um drei Plätze ab.
Fünf Plätze gestiegen ist die Mannschaft vom alten Mühlburger Bahnhof.
Der SV Schwarz-Weiß Mühlburg steht nach der neuesten Berechnung auf
Platz 83 der Rangliste. Im Jahre 1952 entstanden aus dem Rest des
Traditionsverein, VfB Mühlburg, der einst in den Hardtwald zog und
gemeinsam mit Phönix Karlsruhe nationale Titel in die Fächerstadt holen
wollte, steht Schwarz-Weiß mit beiden Mannschaften in der C-Liga auf
zweistellige Tabellenplätze. Die Erste ist Zehnter; die Zweite
Dreizehnter (21,00 Punkte).
Im vergangenen Jahr fand sich der SC Schielberg auf Platz 77 wieder. In
der neuen Rangliste musste der Schwarzwald-Verein Platz 82 in
Augenschein nehmen. Die Garde von der Waldstraße konnte in den letzten
zwei Jahren qualitativ gute Spieler in den Dunstkreis der Stahltreppe
locken. Für den ganz großen Wurf reichte es im vergangenen Jahr nicht
und auch in der aktuellen Saison scheint ein Aufstieg nicht möglich.
Mit Platz 8 und 16 Punkten Abstand zum zweiten Tabellenplatz ist die
Möglichkeit aufzusteigen weiter entfernt wie die Stahltreppe lang ist.
Die zweite Mannschaft konnte erst drei Punkte in der C5 ergattern und
ist damit das Schlusslicht dieser Staffel. Schielberg ist nicht nur der
höchste Ort des Karlsruher Kreises sondern auch mit knapp 1400
Einwohnern einer der kleinsten; wenn nicht gar der kleinste Ort (22,50
Punkte).
Ein paar Einwohner mehr hat der SV Staffort (81), die mit circa 2000
benannt werden. Fußballerisch spielten die SV-Kicker einige Zeit in der
A-Klasse bevor man im Vorjahr den Schritt in die C-Klasse antreten
musste. In unserer letzten Rangliste führten wir den kleinen Stutenseer
Ortsteil auf Platz 85. Nach zehn Jahren ging Coach, Bello Beller, in
Richtung Eggenstein. Mit Haury kam ein neuer Mann. Der ganz große
Höhenflug blieb bislang aus. Mit 22 Punkten agierte die zweite
Mannschaft in der C5 bisher erfolgreicher als die Erste in der C1, die
mit 12 Punkten auf Platz 12 daheim sind (24,75 Punkte).
Oliver
Raupp , 11.01.2012
|
www.küchenideen.eu
|